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Randegg: Schlossgeschichte, Kunst und Natur

Unterkünfte in Unterkünfte in Randegg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Historischer Ort mit ungewöhnlicher Dichte

Randegg verbindet markante Zeugnisse der Geschichte mit Kunst, religiösem Erbe und einer geschützten Landschaft. Besonders prägend ist Schloss Randegg: Es wurde vermutlich zwischen 1000 und 1100 auf den Grundmauern eines römischen Kastells erbaut. Der weitgehend bis heute erhaltene Steinbau stammt aus dem Wiederaufbau durch Gebhard von Schellenberg im Jahr 1567. Seine Geschichte blieb jedoch nicht ohne Einschnitt: Schwedische Truppen besetzten das Schloss 1638 und steckten es ein Jahr später in Brand.

Foto: Dagobert Wiedamann

Auch für Kunstinteressierte bietet das Schloss einen besonderen Anknüpfungspunkt. Es ist mit dem Expressionisten Otto Dix verbunden und beherbergt die Kunstausstellung „Experimentelle“. Die Ausstellung wird in 11 Räumen, der Kapelle und Teilen des Schlossparks von Schloss Randegg präsentiert. Die Veranstaltungsreihe lässt sich bis 1998 zurückverfolgen und ist mit einem zweijährigen Rhythmus verbunden. So lässt sich ein Besuch in Randegg mit historischen Eindrücken und zeitgenössischer Kunst verbinden, ohne dass beide Themen getrennt voneinander betrachtet werden müssen.

Erinnerungsorte im Ortsbild

Der Synagogenplatz Randegg befindet sich an der Stelle, an der einst die Synagoge mitten in Randegg stand. Nach einem breiten Planungs- und Beteiligungsprozess wurde der Platz in den Jahren 2013 und 2014 neu gestaltet. Eine dünne Stahlkonstruktion zeichnet dort die Umrisse des ehemaligen Synagogengebäudes nach. Der Platz macht damit die frühere Nutzung des Ortes in einer heutigen Gestaltung sichtbar.

Zur jüdischen Geschichte gehört auch der jüdische Friedhof in Randegg. Die jüdische Gemeinde legte bereits im 17. Jahrhundert im Gewann „Flözler“ unmittelbar an der Schweizer Grenze einen Friedhof an. Heute ist er ein steinerner Zeuge einer jahrhundertealten, bewegten jüdischen Geschichte. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein kultureller Schwerpunkt, der sich unabhängig von der Schlossgeschichte erschließt und Randegg um eine weitere historische Perspektive ergänzt.

Kirche, Wallfahrt und Landschaft

Der Kirchturm in Randegg stammt aus dem 12. Jahrhundert. In ihm befindet sich Deutschlands älteste datierte Glocke aus dem Jahr 1209. Die Wallfahrt zur heiligen Ottilia nahm in Randegg vermutlich um das Jahr 1400 ihren Anfang. Auch die Ottilien-Quelle gilt als eines der Markenzeichen Randeggs. Besichtigungen der Quelle sind für Gruppen nach Voranmeldung vorgesehen.

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Naturerlebnisse konzentrieren sich unter anderem auf das Naturschutzgebiet „Murbacher Ried“. Es schützt auf gut elf Hektar ein wertvolles Moor- und Feuchtgebiet langfristig. Das Gebiet liegt am Fuß des Rauhenbergs beim Gottmadinger Ortsteil Murbach auf der Gemarkung Randegg unmittelbar an der Schweizer Grenze. Wer Randegg zu Fuß erkunden möchte, findet mit dem Burgenweg 12 eine Rundwanderung vom Gottmadinger Ortsteil Randegg nach Bietingen und zurück. Die Strecke verläuft abschnittsweise mehr oder weniger in Sichtweite des Flüsschens Biber.

Bei der Auswahl eines Hotels in Randegg können Sie deshalb zunächst den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: Schloss und Ausstellung, jüdische Geschichte, kirchliche Zeugnisse, Moorlandschaft oder eine Wanderung. Diese Themen zeigen unterschiedliche Seiten des Ortes und helfen Ihnen, Ihre Reise nach den eigenen Interessen zu planen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gottmadingen.

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