Pleidelsheim
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Pleidelsheim verbindet markante Spuren der Ortsgeschichte mit der Wiesenaue und dem grünen Band des Altneckars. Im alten Ortskern erzählen Fachwerkbauten von früheren Zeiten; draußen prägen Naturschutzgebiete und Wege zum Spazierengehen und Fahrradfahren den Charakter des Ortes. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie Ihre Standortwahl daran ausrichten, ob für Sie Ortsgeschichte, lokale Kultur oder die Landschaft im Vordergrund steht.
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Foto: Stuttgarter Luftbild Elsäßer via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kirche, Rathaus und historische Bauten
Die Mauritiuskirche wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle einer karolingischen Kirche errichtet. Als Wehrkirche erhielt sie einen mächtigen Chorturm mit Kreuzrippengewölbe. Im Inneren befinden sich Emporenbrüstungsbilder mit eigenwilliger Thematik, eine Orgel mit Barockprospekt und ein Kruzifix. Die Kirche verbindet damit Baugeschichte und Ausstattungsdetails, die unterschiedliche Epochen des Ortes greifbar machen.
Das Alte Rathaus entstand 1613/14 als Fachwerkbau auf einem hohen Massiverdgeschoss in Laubenform. Seine ursprünglich offenen Rundbogenarkaden dienten als Markthalle. Der Historische Dorfrundgang führt durch den alten Ortskern und vorbei an zahlreichen giebelständigen Fachwerkhäusern mit Massiverdgeschoss. Zur historischen Bausubstanz gehört auch die Kelter, die Neue Mühle genannt wird: Sie wurde 1511 unter württembergischer Herrschaft erbaut und zählt zu den ältesten Gebäuden Pleidelsheims. Der Hasenhof war Teil einer der ersten großen, später aufgeteilten Hofanlagen; seine steinernen Einfahrtstore sind reich verziert.
Tabakgeschichte und lokale Kultur
Der Tabakanbau prägte Pleidelsheim in der Vergangenheit besonders und wurde hier bis 1991 betrieben. Noch vielfach erhaltene Tabaktrockenschuppen gehören zum charakteristischen Ortsbild. Das am 16. Mai 2010 eröffnete Tabak-, Spargel- und Heimatmuseum behandelt die Tabak- und Spargelgeschichte des Ortes sowie das frühere Leben in Haus und Hof. Es umfasst etwa 1.300 Exponate.
Auch öffentliche Kunst greift lokale Themen auf. Der Spargelbrunnen ist eine Brunnenplastik aus der Werkstatt des Pleidelsheimer Steinmetzen und Bildhauers Jörg Failmezger; er wurde 1988 in Betrieb gesetzt und erinnert an die örtliche Spargelkultur. Das Evangelische Kirchenmuseum zeigt eine Kirchentür von 1787 und Teile des Kranzgesimses der alten Predigtkanzel von 1613. In der Friedrichstraße steht der Froschbrunnen in historischem Zusammenhang mit dem früheren volkstümlichen Straßennamen „Froschgasse“ und den Fröschen am nahegelegenen Riedbach.
Wiesenaue und Altneckar
Das Pleidelsheimer Wäldle ist ein Naherholungsraum im Ort. Die weite Wiesenaue mit dem grünen Band des Altneckars lädt zum Spazierengehen und Fahrradfahren ein. Zugleich sind der Altneckar und das Pleidelsheimer Wiesental ausgewiesene Naturschutzgebiete. Teile des Natura-2000-Gebiets „Neckar zwischen Freiberg und Heilbronn“ liegen auf Pleidelsheimer Gemarkung und sind mit den Naturschutzgebieten „Wiesental“ und „Altneckar“ identisch.
Damit stehen für die Tagesplanung unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Sie können sich mit dem historischen Ortskern, der Tabak- und Spargelgeschichte oder der Wiesenaue und dem Altneckar beschäftigen. Pleidelsheim ist über die BAB A81 in der Verbindung Stuttgart–Heilbronn mit einer eigenen Anschlussstelle verkehrlich erschlossen.
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