Heuchlingen zwischen Radroute und Kirchenkunst
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Radroute, Flusslandschaft und Baugeschichte geben Heuchlingen mehrere klar unterscheidbare Facetten. Der Leintalradweg verläuft von Abtsgmünd über Heuchlingen bis nach Welzheim, während die Lein das Gemeindegebiet im Nordwesten in einem windungsreichen Keupertal durchquert. Zur örtlichen Geschichte gehören die katholische Pfarrkirche St. Vitus mit einem Ölbild aus dem Jahr 1591 und die spätbarocke St. Georgskapelle. So lässt sich Heuchlingen sowohl über Landschaft und Bewegung als auch über konkrete Kunst- und Bauzeugnisse kennenlernen.
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Foto: Roland Knobloch via Wikimedia Commons, CC0
Radroute und Wanderwege
Der Leintalradweg ist 48 Kilometer lang und führt von Abtsgmünd über Heuchlingen bis nach Welzheim. Die beiden Endpunkte und die Länge geben Ihnen eine konkrete Orientierung für die eigene Tourenplanung. Prüfen Sie vor der Abfahrt aktuelle Informationen zu Verlauf und Streckenlänge.
Auch die Ortsgruppe Heuchlingen des Schwäbischen Albvereins betreut Wegnetze: eines zwischen Heuchlingen und Untergröningen, ein weiteres zwischen dem Limes und dem Büchelberger Grat. Ein Teilstück des zweiten Wegnetzes gehört zum Schwäbisch-Fränkischen Jakobusweg. Da sich Angaben zu betreuten Wegen ändern können, lohnt sich vor der Tour ein Blick auf aktuelle Hinweise.
Albvereinshütte und Öffnungstage
Die Albvereinshütte Heuchlingen steht auf dem Galgenberg. Für 2026 sind Öffnungen von Oktober bis April jeweils am zweiten und vierten Sonntag vorgesehen; zusätzlich ist der zweite Mittwoch jedes Monats als Öffnungstag genannt, außer im August. Wenn Sie die Hütte in einem anderen Jahr besuchen möchten, prüfen Sie die dann gültigen Termine.
Kirchen und Kunst in Heuchlingen
Die katholische Pfarrkirche St. Vitus wurde 1733 erbaut und 1850 erweitert. In ihr befindet sich ein Ölbild des Jesuiten Jakob Eylvius aus dem Jahr 1591. Das Gemälde stammt damit aus einer deutlich früheren Zeit als der Kirchenbau. Baugeschichte und Kunstwerk geben zwei unterschiedliche historische Zeitpunkte an einem Ort zu entdecken.
Die spätbarocke St. Georgskapelle wurde 1757 errichtet. Zusammen mit St. Vitus zeigt sie zwei eigenständige Beispiele kirchlicher Baugeschichte in Heuchlingen: Bei St. Vitus treten der ältere Bildbestand und die späteren Baudaten hinzu, während die Kapelle durch ihre spätbarocke Einordnung und ihr Errichtungsjahr charakterisiert ist.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis
Im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis setzt der Limes einen weiteren Akzent. Der Obergermanisch-Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durchzieht das Gemeindegebiet von Rainau in den Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern. Im Limes-Park Rainau sind besonders schöne Teilstücke und bedeutende Einzeldenkmäler in einmaliger Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht eine Rundumsicht über die Ostalb.
Der Limes-Rundwanderweg bei Rainau ist etwa 11 Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Er verläuft von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. Die ungefähre Gehzeit und die Streckenlänge bieten eine konkrete Orientierung für die Wanderplanung im Ostalbkreis.
Ein anderer geschichtlicher Schwerpunkt ist das Kloster Lorch. Es wurde 1102 von Friedrich I., dem ersten Staufer, und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege gegründet. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm mit Ausblicken auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Die Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der prächtig verzierten Lorcher Chorbücher.
Weitere Reiseziele entdecken: Eschach, Leinzell, Adelmannsfelden, Neresheim, Waldstetten, Heubach, Hüttlingen, Unterschneidheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.