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Ostalbkreis entdecken: Römergeschichte, Kultur und Wandern

Unterkünfte in Unterkünfte in Ostalbkreis

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Ostalbkreis treffen römische Geschichte, Klosterarchitektur und markante Wanderlandschaften aufeinander. Der Limes-Park Rainau, das Kloster Lorch und der Ipf bei Bopfingen setzen unterschiedliche Akzente; Routen zu Fuß und mit dem Rad eröffnen weitere Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden. Für die Wahl Ihrer Unterkunft lohnt es sich deshalb, zuerst zu überlegen, welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll.

Wental, Felsenmeer bei Bartholomä im Ostalbkreis Wental, Felsenmeer bei Bartholomä im Ostalbkreis Foto: Sina1031 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Römische Geschichte in Rainau

Der Obergermanisch-Raetische Limes gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe. Im Gemeindegebiet Rainau verläuft er auf einer Länge von etwa sechs Kilometern durch die Ortsteile Buch, Schwabsberg und Dalkingen. Im Limes-Park Rainau sind besonders schöne Teilstücke und bedeutende Einzeldenkmäler in einer einmaligen Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm bietet Rundumsicht über die Ostalb; das Limestor Dalkingen ist ein einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.

Der ausgeschilderte Limes-Rundwanderweg verbindet die Geschichte mit einem konkreten Wegverlauf. Er ist etwa elf Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Route führt von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz, entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. Länge und Gehzeit geben eine Orientierung für die Tagesplanung, während der Verlauf die Orte der römischen Grenzgeschichte in den Mittelpunkt stellt.

Wandern durch Felsen, Täler und Landschaft

Im Wental widmet sich ein naturkundlicher Lehrpfad der Natur des Urstromtals. Eine Wanderung in Richtung Steinheim ist besonders für Familien geeignet: Unterwegs lassen sich knorrige Bäume und ungewöhnliche Felsformationen entdecken, in denen mit etwas Fantasie Märchenfiguren und Tiere zu erkennen sind. Das macht diese Wanderung zu einer anderen Art, die Landschaft wahrzunehmen, als eine Tour, bei der vor allem Strecke und Etappenplanung zählen.

Zwei Wanderblume-Touren ab Bartholomä unterscheiden sich sowohl in ihrer Länge als auch in ihrem Verlauf. Die 17 Kilometer lange Tour 4 „Im Felsenmeer“ beginnt am Dorfhaus Bartholomä und führt durch das Felsenmeer und das Wental bis ins Hirschtal bei Steinheim. Die 25 Kilometer lange Tour 2 „An den Weiherwiesen“ startet ebenfalls am Dorfhaus, führt über die Weiherwiesen zum Volkmarsberg und über den Kocherursprung bei Oberkochen, durch das Tiefental und über Tauchenweiler zurück nach Bartholomä. Damit lässt sich nach der gewünschten Streckenlänge und den genannten Landschaften auswählen; die örtlichen Routenbedingungen für die 25-Kilometer-Tour sollten Sie vorab prüfen.

Eine längere Perspektive auf dem Rad

Die Ostalb-Radrunde erstreckt sich über rund 305 Kilometer. Sie ist in sechs Etappen und neun Verbindungsstrecken gegliedert, die sich individuell kombinieren lassen. Die Route führt durch den Ostalbkreis und überschreitet wiederholt Landkreisgrenzen: Sie verläuft auch durch die Landkreise Heidenheim und Rems-Murr sowie bis in den bayerischen Landkreis Donau-Ries. Als Vier-Sterne-Route des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs klassifiziert, bietet sie einen überregionalen Rahmen für die Planung. Die Etappen und Verbindungen sind dabei hilfreiche Orientierungspunkte, wenn Sie eine passende Teilstrecke auswählen möchten.

Kloster, Bergwerk und keltische Spuren

Das Kloster Lorch vereint eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und den Marsiliusturm. Von dort eröffnen sich Ausblicke auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Gegründet wurde das Kloster 1102 von Friedrich I., dem ersten Staufer, und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege. Die Dauerausstellung vermittelt 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der reich verzierten Lorcher Chorbücher.

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Im Besucherbergwerk Tiefer Stollen führt die Grubenbahn durch Versinterungen und kleine Tropfsteine in Sandsteinhallen mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern, 100 Meter unter der Erde. Eine Multivisionsschau führt dort in die Geschichte des Erzbergbaus im Raum Aalen ein. Ein Rundweg durch das Stollenlabyrinth führt außerdem zu ehemaligen unterirdischen Abbaubereichen mit Schächten, Verladestellen und Erzabbaukammern. Der Besuch verbindet Einblicke in die frühere Arbeit unter Tage mit der besonderen Form dieser großen Hallen.

Bei Bopfingen ist der Ipf, ein Zeugenberg des Weißen Jura, mit seinen Befestigungsanlagen ein bedeutendes Kulturdenkmal. Die keltische Freilichtanlage umfasst einen rekonstruierten Grabhügel und einen Pavillon in Form eines keltischen Viereckgebäudes, der über die keltische Geschichte und die Umgebung des Ipf informiert. Auch Schloss Kapfenburg setzt einen eigenen architektonischen Schwerpunkt: 1311 erstmals urkundlich erwähnt, verbindet es Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko. Das Schloss wurde nie zerstört und immer wieder dem Zeitgeschmack entsprechend baulich angepasst.

Ob Sie den Schwerpunkt auf Wanderungen, Radetappen oder Kultur legen: Die genannten Ziele bieten verschiedene Anknüpfungspunkte für Ihren Aufenthalt im Ostalbkreis.

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