Göggingen: Barockkapelle und gelebte Tradition
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Göggingen verbindet ein konkretes kulturgeschichtliches Thema mit einer lang gepflegten örtlichen Tradition: In Horn steht eine barocke Schlosskapelle, und der Viehfeiertag der Gemeinde wird seit mehr als 300 Jahren bis in die heutige Zeit begangen. Diese unterschiedlichen Anknüpfungspunkte helfen Ihnen, den Ort nach Ihren Interessen einzuordnen und passende Hotels für Ihren Aufenthalt zu suchen.
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Foto: Jschlosser via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kultur und Tradition in Göggingen
Die Schlosskapelle in Horn entstand 1758 außerhalb der Ummauerungen des Schlosses. Ihre barocke Bauweise ist ein eigener Grund, sich näher mit der örtlichen Geschichte zu beschäftigen. Im Inneren finden sich Kunstschätze, Stuckaturen und Fresken ebenso wie steinerne Rokokofiguren. Am Altar befindet sich ein Madonnenbild. Für Interessierte an sakraler Kunst ergibt sich so ein klarer thematischer Schwerpunkt: Architektur, Ausstattung und einzelne Kunstwerke lassen sich gemeinsam betrachten, statt die Kapelle nur als historischen Namen auf einer Liste wahrzunehmen.
Ein anderer Zugang zum Ort ist der Viehfeiertag. Die Gemeinde Göggingen begeht ihn seit über 300 Jahren bis in die heutige Zeit. Als langjährige örtliche Tradition unterscheidet er sich von einem einzelnen datierten Veranstaltungstermin: Der Brauch ist ein Teil der überlieferten Geschichte des Ortes, nicht die Ankündigung eines bestimmten Termins. Wer Unterkünfte in Göggingen vergleicht, kann deshalb überlegen, ob die ruhige Beschäftigung mit örtlicher Geschichte oder die Suche nach regionalen Ausflugszielen den eigenen Reiseplan stärker prägen soll.
Orientierung für Touren und Karten
Ortspläne und die Fahrradkarte Grüner Pfad sind kostenlos im Rathaus erhältlich. Erkundigen Sie sich vor Ort nach der aktuellen Verfügbarkeit. Die Karte zeigt vielfältige Strecken im Leintal und auf der Frickenhofer Höhe sowie dortige Sehenswürdigkeiten. Die Karte dient Ihnen als Orientierung für Touren im Leintal und auf der Frickenhofer Höhe.
Im Ostalbkreis gibt es drei „grüner pfad – Erlebnistouren“: „Im Ellwanger Seenland“, „Rund ums Leintal und Frickenhofer Höhe“ sowie „Härtsfeld“. Die benannte Tour rund ums Leintal und die Frickenhofer Höhe ist damit eine von mehreren regionalen Möglichkeiten, die Radkarte in den Blick zu nehmen. Welche Strecken für Ihre Planung passen, können Sie anhand der Karte und der jeweils beschriebenen Tour erkunden.
Weitere Ziele im Ostalbkreis
Auch der Limes eröffnet im Ostalbkreis verschiedene kulturgeschichtliche Perspektiven. Der Obergermanisch-Raetische Limes ist seit 2005 UNESCO-Welterbe; auf dem Gebiet der Gemeinde Rainau verläuft er in den Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen über etwa sechs Kilometer. Im Limes-Park Rainau sind bedeutende Einzeldenkmäler und Teilstücke erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm ermöglicht dort eine Rundumsicht über die Ostalb. Das Limestor Dalkingen wird als besonderes Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau hervorgehoben.
Eine weitere Möglichkeit, sich dem Limes zu widmen, ist der ausgeschilderte Rundwanderweg bei Rainau. Er ist etwa elf Kilometer lang und dauert zu Fuß ungefähr zweieinhalb Stunden. Die Route führt von der Limesmauer und dem Limesturm zwischen Buch und Schwabsberg durch den Wald Mahdholz entlang des Limes bis zum Südrand von Schwabsberg. Die konkrete Wegbeschreibung und die ungefähre Dauer geben Ihnen andere Planungswerte als die längeren Wanderungen, die ebenfalls im Ostalbkreis beschrieben sind.
Das Kloster Lorch verbindet Baugeschichte mit Einblicken in die Klostergeschichte. Es wurde 1102 von Friedrich I., dem ersten Staufer, und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege gegründet. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm. Von dort gibt es Ausblicke auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Die Dauerausstellung behandelt 900 Jahre Klostergeschichte und zeigt unter anderem die prächtig verzierten Lorcher Chorbücher.
Unter Tage führt die Grubenbahn des Besucherbergwerks Tiefer Stollen durch Versinterungen und kleine Tropfsteine in Sandsteinhallen mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern, 100 Meter unter der Erde. Eine Multivisionsschau führt dort in die Geschichte des Erzbergbaus im Raum Aalen ein. Ein Rundweg durch das Stollenlabyrinth erschließt ehemalige unterirdische Abbaubereiche mit Schächten, Verladestellen und Erzabbaukammern. So stehen im Ostalbkreis unterschiedliche Themen nebeneinander: sakrale Baukunst, römisches Erbe, Klostergeschichte und Bergbau.
Auch Wanderungen lassen sich anhand der angegebenen Streckenlängen unterscheiden. Die Wanderblume-Tour 4 „Im Felsenmeer“ ist 17 Kilometer lang und beginnt am Dorfhaus Bartholomä; sie führt durch das Felsenmeer und das Wental bis ins Hirschtal bei Steinheim. Die 25 Kilometer lange Wanderblume-Tour 2 „An den Weiherwiesen“ beginnt ebenfalls am Dorfhaus Bartholomä und verläuft über die Weiherwiesen zum Volkmarsberg, über den Kocherursprung bei Oberkochen, durch das Tiefental und über Tauchenweiler zurück nach Bartholomä. Im Wental gibt es zudem einen naturkundlichen Lehrpfad. Die Wanderung durch das Wental in Richtung Steinheim eignet sich besonders für Familien. Unterwegs zeigen sich knorrige Bäume und ungewöhnliche Felsformationen, in denen sich mit etwas Fantasie Märchenfiguren und Tiere erkennen lassen.
Göggingen bietet damit örtliche Themen, an denen Sie Ihre Unterkunftssuche ausrichten können; weitere Kultur- und Wanderideen sind im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis verortet. Weitere Reiseziele entdecken: Waldstetten, Heubach, Leinzell, Bopfingen, Schechingen, Mutlangen, Westhausen, Böbingen an der Rems.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostalbkreis.