Mutlangen: Natur und Geschichte erleben
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Mutlangen verbindet Naturerleben mit einer Geschichte, die von der langen Nutzung der Mutlanger Heide bis zu politischen Ereignissen der 1980er Jahre reicht. Im Wildpflanzenpark und am Geschichtslehrpfad begegnen Ihnen verschiedene Zugänge zum Ort: beobachten und mitmachen, historische Spuren einordnen und unterschiedliche Zeiträume miteinander vergleichen.
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Foto: Merkler, Erich, Grosselfingen via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Naturerleben in der Mutlanger Heide
Der Naturerlebnisweg im Wildpflanzenpark Mutlanger Heide richtet sich an Kinder, junge Menschen und Familien. An neun Stationen können sie die Natur erleben, beobachten und verstehen; ein Teilnahmebogen lädt zum Mitmachen ein. Das Konzept verbindet Stationen mit aufmerksamem Naturbeobachten. Wenn Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts nach einem Naturthema für die Familie suchen, bietet dieser Weg einen konkreten Anknüpfungspunkt.
Der Energie-Parcours setzt einen anderen Akzent: Er umfasst acht neuroenergetische Übungen. Diese lassen sich bei einem Spaziergang nutzen oder als kurze Pausenroutine zu Hause anwenden. Damit sind zwei unterschiedliche Situationen beschrieben – Bewegung beim Gehen und kurze Übungen im Alltag. Zusammen mit dem Naturerlebnisweg zeigt der Parcours, dass Natur und Aktivität in Mutlangen auf verschiedene Weise zum Thema werden.
Geschichte auf zwei Zeitebenen
Der Geschichtslehrpfad Mutlanger Heide informiert auf sieben Tafeln über die Nutzung der Heide in den vergangenen 2.000 Jahren. Sein Startpunkt liegt im Rainhaldenweg zwischen der Heideschule und dem Franziskusgymnasium; er endet bei ehemaligen Munitionsbunkern. Die Tafeln geben dem Rundgang einen historischen Schwerpunkt, während der Endpunkt an eine frühere militärische Nutzung erinnert.
Ein anderer historischer Bezug führt in die 1980er Jahre: Durch Aktionen der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Pershing-II-Raketen rückte Mutlangen damals in den Fokus der Weltöffentlichkeit. So stehen in Mutlangen eine lange Nutzungsgeschichte der Heide und ein markanter Abschnitt jüngerer politischer Geschichte nebeneinander. Die beiden Themen unterscheiden sich deutlich nach Zeitraum und Inhalt.
Weitere Geschichtsthemen im Ostalbkreis
Im übergeordneten Reiseziel Ostalbkreis gehören auch römisches Erbe und mittelalterliche Klostergeschichte zum kulturellen Spektrum. Der Obergermanisch-Raetische Limes, seit 2005 UNESCO-Welterbe, durchzieht das Gebiet der Gemeinde Rainau in den Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf einer Länge von etwa sechs Kilometern. Im Limes-Park Rainau sind besonders bedeutende Teilstücke und Einzeldenkmäler in einmaliger Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm bietet die Möglichkeit zu einer Rundumsicht über die Ostalb. Das Limestor Dalkingen ist ein einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau.
Das Kloster Lorch setzt einen weiteren historischen Schwerpunkt im Ostalbkreis. Friedrich I. und seine Frau Agnes von Waiblingen gründeten es 1102 als Grablege. Die Dauerausstellung informiert über 900 Jahre Klostergeschichte, unter anderem anhand der prächtig verzierten Lorcher Chorbücher. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur, Wirtschaftsgebäude und der Marsiliusturm. Von dort reichen die Ausblicke auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Diese regionalen Beispiele ergänzen Mutlangens eigene Themen um römische und mittelalterliche Geschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Neuler, Schechingen, Rosenberg, Ellwangen (Jagst), Obergröningen, Stödtlen, Eschach, Ruppertshofen
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