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Die Afrakirche gibt Täferrot einen markanten kulturgeschichtlichen Anker: Ihre Baugeschichte reicht bis ins Jahr 1491 zurück, und ihre Kunstwerke erzählen von verschiedenen Epochen. Auch das Chorgestühl bewahrt ein bemerkenswertes Zeichen mit Bezug zum damaligen Abt von Lorch. Wer sich für historische Bauwerke und ihre Details interessiert, findet hier mehrere Themen, die sich voneinander unterscheiden.
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Foto: Martin Hahn via Wikimedia Commons, CC0
Afrakirche: Baugeschichte und Bildprogramm
Die Afrakirche wurde 1491 erbaut. Schon zuvor stand an derselben Stelle eine Kirche; deren Turm wurde wahrscheinlich in den Neubau integriert. Damit reicht die Geschichte des Kirchenstandorts weiter zurück als das Baudatum des heutigen Gebäudes. Die mögliche Übernahme des Turms bleibt eine Vermutung, während die Vorgängerkirche am selben Platz Teil der überlieferten Baugeschichte ist.
Auch die Darstellungen im Kirchenraum haben unterschiedliche Entstehungszeiten. An der Emporenbrüstung entstanden im 16. Jahrhundert Szenen aus dem Neuen Testament, nach Vorlagen Albrecht Dürers. Gegenüber wurden Darstellungen aus dem Alten Testament angebracht, die erst nach dem Dreißigjährigen Krieg gemalt wurden. So begegnen sich in der Afrakirche zwei Bildgruppen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die zeitliche Einordnung hilft, sie als unterschiedliche Abschnitte eines längeren Gestaltungsgeschehens zu verstehen, statt sie einer einzigen Bauphase zuzuschreiben.
Das Chorgestühl setzt einen weiteren, ganz konkreten Akzent: Eine der dargestellten Brezeln ist das Zeichen des damaligen Abtes von Lorch. Das Gestühl stammt wahrscheinlich aus dem Kloster Lorch. Bildzeichen und Herkunftszuordnung sind dabei zwei verschiedene Hinweise: Die Brezel wird ausdrücklich mit dem Abt verbunden, während die Herkunft des Chorgestühls als wahrscheinlich gilt.
Auch die Landschaft in und um Täferrot lässt sich erkunden. Die Übersichtskarte zeigt dafür allerdings nur einige der Möglichkeiten. Bei der Orientierung sollten Sie sie daher als Auswahl verstehen, nicht als vollständiges Verzeichnis.
Kulturhistorische Ziele im Ostalbkreis
Im Ostalbkreis setzt das Limes-Erbe in Rainau einen eigenen Schwerpunkt. Der Obergermanisch-Raetische Limes ist seit 2005 UNESCO-Welterbe und durchzieht das Gemeindegebiet von Rainau in den Ortsteilen Buch, Schwabsberg und Dalkingen auf etwa sechs Kilometern. Im Limes-Park Rainau sind die schönsten Teilstücke und bedeutendsten Einzeldenkmäler in einer einmaligen Konzentration erhalten. Ein nachgebauter Wachtturm bietet Rundumsicht über die Ostalb; das Limestor Dalkingen gilt als einmaliges Bauwerk an der gesamten Limesstrecke zwischen Rhein und Donau. Diese Beispiele verbinden Landschaft, archäologische Zeugnisse und Baugeschichte an den ausdrücklich benannten Orten Rainau und Dalkingen.
Ein anderer historischer Zugang erwartet Besucherinnen und Besucher im Kloster Lorch. Friedrich I., der erste Staufer, gründete es 1102 gemeinsam mit seiner Frau Agnes von Waiblingen als Grablege. Zur Anlage gehören eine mittelalterliche Kirche, die Klausur und Wirtschaftsgebäude. Vom Marsiliusturm reichen Ausblicke auf die Klosteranlage, den Kräutergarten, den Sinnesgarten und die Umgebung. Die Dauerausstellung behandelt 900 Jahre Klostergeschichte und bezieht unter anderem die prächtig verzierten Lorcher Chorbücher ein. Damit stehen im Kloster sowohl die Baugeschichte als auch die über Jahrhunderte gewachsene Geschichte im Mittelpunkt.
In Aalen führt das Besucherbergwerk Tiefer Stollen in die Geschichte des Erzbergbaus. Bei einem Besuch fährt die Grubenbahn durch Versinterungen und kleine Tropfsteine in Sandsteinhallen mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern, 100 Meter unter der Erde. Dort führt eine Multivisionsschau in die Geschichte des Erzbergbaus im Raum Aalen ein. Ein Rundweg durch das Stollenlabyrinth führt außerdem zu ehemaligen unterirdischen Abbaubereichen mit Schächten, Verladestellen und Erzabbaukammern. Kloster Lorch, Limes-Park Rainau und Besucherbergwerk setzen so jeweils eigene Schwerpunkte: Klostergeschichte, römische Grenzgeschichte und Bergbau.
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Wört, Ruppertshofen, Heubach, Eschach, Rainau, Rosenberg, Bopfingen, Westhausen.
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