Asbach: Geschichte zwischen Leinenweg und Ortsentwicklung
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Ein Pfarrdorf mit vielen historischen Spuren
Das Pfarrdorf Asbach tritt erstmals um das Jahr 1000 in Erscheinung. Im Gemeindegebiet gilt die barocke Antoniuskapelle als einziges Kulturdenkmal der Gemeinde. Erbaut wurde sie 1687 von den Grafen Fugger.
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Foto: Rikiwiki2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Ortsgeschichte entlang des Leinenwegs
Der „Leinenweg“ in Asbach-Bäumenheim führt zu historisch bedeutsamen Schauplätzen, die die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Ortes nachhaltig prägten. Der Weg ist mit normalem Schuhwerk gut begehbar und barrierefrei. Damit bietet er einen unmittelbar verständlichen Zugang zu den Themen, die Asbach-Bäumenheim geprägt haben. Sie können den Weg nutzen, um Ortsgeschichte nicht nur über einzelne Jahreszahlen, sondern über miteinander verbundene Schauplätze wahrzunehmen.
Zur wirtschaftlichen Vergangenheit gehört die nahe gelegene Bäumenheimer Leinenspinnerei. Viele Einwohner von Asbach besserten ihr Einkommen neben der Landwirtschaft in dieser Spinnerei auf. Landwirtschaft und industrielle Arbeit standen damit in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen nebeneinander. Der Leinenweg greift diese soziale und wirtschaftliche Entwicklung auf und macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der örtlichen Erinnerung.
Erinnerung und historische Veränderungen
Auch die räumliche Entwicklung des Ortes lässt sich an konkreten Stationen ablesen. Die Meyfriedsiedlung gehörte zuvor zur Mertinger Flur und wurde 1924 nach Asbach eingemeindet. Seit Juni 2022 erinnert außerdem eine Stolperschwelle am Ort des ehemaligen KZ-Außenlagers in Asbach-Bäumenheim an dieses Außenlager. Von dem ehemaligen Außenlager sind sonst keine Bauspuren mehr vorhanden. Die Stolperschwelle markiert damit einen Erinnerungsort, während die fehlenden Bauspuren auf die besondere Bedeutung dieses einzelnen Zeichens verweisen.
Weitere historische Spuren stammen aus den Bestattungsfunden im Ortsteil Asbach. 1953 wurden dort drei Reihengräber freigelegt. 1958 wurden in derselben Parzelle an der Schulstraße mehrere Skelettgräber angeschnitten. Unter den bei diesen Bestattungsfunden entdeckten Fundstücken befand sich eine Goldscheibenfibel. Die zeitlich unterschiedlichen Funde geben der Ortsgeschichte eine zusätzliche Tiefe und zeigen, dass die Vergangenheit Asbachs nicht nur in jüngeren Bauwerken oder Erinnerungszeichen liegt.
Wasserlauf und unterschiedliche Ortsentwicklungen
Zum landschaftlichen Bild gehört der Steglesgraben. Der kleine Bach fließt teilweise oberirdisch und teilweise unterirdisch durch Asbach-Bäumenheim. Gerade solche unscheinbaren Elemente ergänzen die historischen Themen um eine landschaftliche Perspektive. Zugleich unterscheiden sich Asbach und Bäumenheim in ihrer Entwicklung deutlich: Asbach veränderte sich nur wenig, während sich Bäumenheim in kurzer Zeit vom Weiler zum Industrieort entwickelte.
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Für die Reiseplanung in Asbach können die Antoniuskapelle, der Leinenweg, die Fundstellen und die Stolperschwelle als thematische Anhaltspunkte dienen. Die Antoniuskapelle steht für die bauliche und religiöse Ortsgeschichte, der Leinenweg verbindet begehbare Wege mit sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Schauplätzen, und die Fundstellen sowie die Stolperschwelle führen zu unterschiedlichen historischen Epochen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Asbach-Bäumenheim.