Marktoberdorf: Kultur, Märkte und Wege
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Marktoberdorf verbindet Stadtgeschichte und Kunst mit Märkten und verschiedenen Wegen für aktive Tage. Das Stadtmuseum erzählt von der Entwicklung des Ortes vom Dorf über den Markt zur Stadt. Marktoberdorf liegt auf zwei Radwegen; der Clemens-Wenzeslaus-Pfad beginnt mitten in der Stadt. Auch eine Pilgerroute von München zum Bodensee verläuft über Marktoberdorf. So finden Sie bei der Reiseplanung unterschiedliche Anknüpfungspunkte – je nachdem, ob Sie Kultur, regionale Markttraditionen oder Bewegung in den Mittelpunkt stellen möchten.
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Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Museen und Stadtgeschichte
Das Stadtmuseum Marktoberdorf vermittelt in 18 Räumen auf rund 380 Quadratmetern, wie sich der Ort vom Dorf über den Markt zur Stadt entwickelt hat. Zur Sammlung gehört auch die Spöttl-Krippe, die als älteste mechanische Krippe Schwabens gilt und traditionell während der Adventszeit präsentiert wird. Der saisonale Bezug macht sie zu einem besonderen Thema für einen Besuch in der Vorweihnachtszeit.
Im selben Gebäude wie das Stadtmuseum befindet sich das Riesengebirgsmuseum Marktoberdorf. Sein historischer Schwerpunkt ist die Heimatvertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. Einen anderen Zugang zur Kultur bietet das Künstlerhaus Marktoberdorf, das sich der zeitgenössischen Kunst widmet. In seiner städtischen Sammlung sind über 100 Künstler vertreten; seit den 1970er-Jahren bildet sie einen Querschnitt der Allgäuer und schwäbischen Kunst. Zusammen zeigen die Häuser verschiedene Perspektiven auf Geschichte und Kunst, ohne dass Sie sich auf ein einziges Thema festlegen müssen.
Auch die Stadtgeschichte unter dem Rathaus ist bemerkenswert: In der Tiefgarage des Rathauses befindet sich eine der größten Nachkriegsbunkeranlagen der Region.
Märkte im Jahreslauf
Zum Marktgeschehen gehören zwei jährlich stattfindende Jahrmärkte: der Urbani- und der Martinimarkt. Hinzu kommen ein Weihnachtsmarkt sowie ein Wochenmarkt, der wöchentlich stattfindet. Die einzelnen Termine der Märkte variieren von Jahr zu Jahr und sollten deshalb für den gewünschten Besuchszeitraum geprüft werden.
Die Stadt organisiert den Weihnachtsmarkt seit über 50 Jahren. Rund 40 weihnachtlich geschmückte Buden bieten unter anderem Dekoration, Filzarbeiten, Holzschnitzereien, Keramik, Schmuck, Süßigkeiten und wärmende Getränke an. Wenn Sie Marktbesuche mit Kunsthandwerk und saisonalem Angebot verbinden möchten, ist dieser Weihnachtsmarkt ein eigener Anlass, die Reisezeit passend zu wählen; die konkreten Daten und das Programm ändern sich jährlich.
Zu Fuß, mit dem Rad oder auf Pilgerwegen
Der Clemens-Wenzeslaus-Pfad beginnt mitten in Marktoberdorf und führt bis zum Tempel am Ende der Lindenallee. Er ist knapp 6 Kilometer lang; Informationstafeln erzählen Geschichten und Geschichte rund um Marktoberdorfs berühmtesten Bewohner. Die Weglänge lässt sich gut in die Tagesplanung einbeziehen, während die Tafeln unterwegs einen historischen Blick auf den Ort eröffnen.
Die Lage Marktoberdorfs auf zwei längeren Radwegen macht den Ort auch für die Planung von Radtouren interessant. Die Stadt liegt mitten auf der 475 Kilometer langen Radrunde Allgäu. Außerdem verläuft hier der 156 Kilometer lange Allgäu Radweg, der von Isny bis Halblech führt. Über den fahrradfreundlichen Bahnhof Marktoberdorf bestehen Verbindungen zu anderen Etappenorten. Die beiden Radwege unterscheiden sich in ihrer Gesamtlänge und ihren Endpunkten – hilfreiche Angaben, wenn Sie bei Ihrer Planung eine längere Runde oder eine Verbindung zwischen Orten ins Auge fassen.
Eine weitere Möglichkeit für sportlich aktive Mountainbiker ist die Bikerunde Hochwieswald. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Marktoberdorf und des Deutschen Alpenvereins, Sektion Allgäu-Immenstadt, Ortsgruppe Marktoberdorf. Der Clemens-Wenzeslaus-Pfad und die Bikerunde Hochwieswald sprechen damit unterschiedliche Interessen an: Der eine verbindet eine knapp sechs Kilometer lange Route mit Informationstafeln, die andere richtet sich ausdrücklich an Mountainbiker.
Marktoberdorf liegt außerdem auf der Strecke einer Pilgerroute von München zum Bodensee und ist Ziel- und Ausgangspunkt für mehrere Routenvarianten. Eine davon führt vom Auerberg durch das Geltnachtal nach Marktoberdorf und weiter nach Oberthingau oder Görisried. Wenn Sie sich für Pilgerwege interessieren, zeigt diese Variante, wie die Stadt in eine längere Route eingebunden ist.
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