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Kirchheim i.Schw.: Schlossgeschichte und Renaissance

Unterkünfte in Unterkünfte in Kirchheim i.Schw.

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchheim i.Schw. erzählt seine Geschichte in eindrucksvollen Bauwerken und kleinen Details: im Fuggerschloss, in der Pfarrkirche und entlang der Haselbacherstraße. Renaissancekunst, ein historisches Wasserpumpwerk und Spuren des Wiederaufbaus nach einem Großbrand geben dem Ort unterschiedliche Facetten. Wenn Sie für Ihren Aufenthalt einen kulturellen Schwerpunkt suchen, finden Sie hier viele Anknüpfungspunkte – von kunstvoller Architektur bis zur Ortsgeschichte.

Fuggerschloss Kirchheim11 Fuggerschloss Kirchheim11 Foto: Richard Mayer via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Fuggerschloss: Renaissance in mehreren Facetten

Das weithin sichtbare Fuggerschloss gilt als Wahrzeichen Kirchheims und wird auch „der bayerische Escorial“ genannt. Johannes Fugger ließ die mittelalterliche Burg zwischen 1578 und 1587 weitgehend abbrechen und an ihrer Stelle das heutige Schloss errichten. Später, 1601, stiftete Marcus Fugger, der Sohn des Schlosserbauers, ein Dominikanerkloster. So entstand der „Schwäbische Escorial“ als Einheit von Schloss, Kloster und Kirche – ein anderes Bild als der Beiname, der allein dem Schloss gilt.

Im Inneren ist der Zedernsaal der repräsentativste Raum des Schlosses. Seine Holzdecke, überlebensgroßen Terrakottafiguren, der Kamin und mächtige Portale prägen den Raum. Die Raumfolge des Schlosses verläuft vom Hauptportal über die sogenannte Toskanische Säulenhalle bis zum Zedernsaal. Während der Sommermonate wird die Akustik des Fuggerschlosses bei zahlreichen Konzerten erlebbar. Prüfen Sie vor einem geplanten Konzertbesuch die aktuellen Termine.

Auch ein Landsknechtsfähnlein gehört zur Kirchheimer Renaissancegeschichte: Der TSV Kirchheim gründete die Gruppe 1994 zum Jubiläum „450 Jahre Marktwappen“. Mit Landsknechten und Marketenderinnen in bunten, geschlitzten Gewändern stellt sie die frühe Renaissance um 1540 dar. Das verbindet Ortsgeschichte mit einer anschaulichen historischen Darstellung.

Spuren der Geschichte im Ortsbild

Die exakt ausgerichteten Giebelhäuser der Haselbacherstraße erinnern an die geordnete Wiederbebauung nach dem Großbrand vom 20. Juni 1861. Damals wurden 62 Häuser zerstört. Die Häuserzeile macht diesen Einschnitt im Ortsbild nachvollziehbar, ohne dass dafür ein einzelnes Bauwerk für sich allein stehen muss.

Am Fuß des Schlossbergs steht das 1563 errichtete fuggerische Wasserpumpwerk Brunnenhaus. Es wurde 1585 unter Hans Fugger instand gesetzt und im 18. Jahrhundert umgestaltet. Seine ursprüngliche Aufgabe war die Wasserversorgung des Schlosses und seiner Brunnenanlagen. Auf dem Marktplatz erzählt ein anderer Bau vom historischen Ortsleben: Ein Brunnen trägt das Denkmal des heiligen Johann Nepomuk. Am Postament mit Schweifgiebel finden sich die Jahreszahl 1740 und die Reliefwappen von Graf Cajetan Joseph Fugger und seiner Gemahlin Anna, geborene Stein zu Rechtenstein.

Auch die Geschichte der Kapellen setzt eigene Akzente. Marie Salome, Gemahlin des Marcus Fugger, ließ 1605 anstelle einer älteren 14-Nothelfer-Kapelle eine Kapelle „zum Lob und zur Ehre der Verkündigung Mariae“ errichten. Die Glocke der Leonhardskapelle stammt aus der Zeit um 1470. Ihre Inschrift lautet: „hilf ihs yn der er unsser lieben frawen und s. lienhardus“.

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Kunst, Kirche und Heimatgeschichte

In Kirchheims katholischer Pfarrkirche St. Peter und Paul befindet sich im Chorraum das Hochgrab des Schlosserbauers Hans Fugger. Es gilt als eine der schönsten Renaissanceplastiken Süddeutschlands. Das Grab ergänzt den Blick auf die Schlossgeschichte um ein bedeutendes Beispiel bildhauerischer Kunst.

Das Heimatmuseum befindet sich im zweiten Obergeschoss und im Dachgeschoss des Rathauses. Seine Sammlungen umfassen Vor- und Frühgeschichte, Kunst, Volkskunde, Ortsgeschichte, Handwerk und Landwirtschaft. Damit reicht der thematische Bogen über die Renaissance hinaus: Wenn Sie sich für den Alltag und die Entwicklung des Ortes interessieren, stehen neben der Schlossgeschichte auch viele weitere Bereiche im Mittelpunkt.

Kirchheim und das Unterallgäu

Als regionaler Rahmen ist das Unterallgäu gesondert zu betrachten. Die Iller bildet im Westen und die Wertach im Osten seine natürlichen Grenzen. Im gesamten Landkreis sind Rad- und Wanderwege einheitlich beschildert; außerdem gibt es im Unterallgäu die Glückswege. Diese regionalen Angebote sind eine zusätzliche Orientierung für Ihre Reiseplanung und keine Beschreibung einzelner Wege in Kirchheim.

So lässt sich die Wahl eines Hotels in Kirchheim i.Schw. an den Themen ausrichten, die Sie während Ihres Aufenthalts besonders interessieren.

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