Berlin-Reinickendorf zwischen Weißer Stadt und Schäfersee

File:Schäfersee in Berlin-Reinickendorf, Bild 2.jpg File:Schäfersee in Berlin-Reinickendorf, Bild 2.jpg Foto: Neuköllner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Berlin-Reinickendorf bietet Ihnen mehrere klar unterscheidbare Reiseanlässe: Baukultur in der Weißen Stadt, dörfliche Geschichte rund um Alt-Reinickendorf sowie Ufer- und Parklandschaften am Schäfersee und im Kienhorstpark. Wer Kultur und Natur verbinden möchte, findet hier ebenso markante Einzelziele wie Möglichkeiten für eine kurze Runde zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Architektur der Berliner Moderne

Die Weiße Stadt entlang der Schillerpromenade wurde zwischen 1928 und 1931 von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg erbaut. Sie gehört zu den sechs Siedlungen der Berliner Moderne und ist seit 2008 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ihre Gestaltung folgt dem Stil der Neuen Sachlichkeit. Die Fläche umfasst 14 Hektar und bietet Raum für über 1.000 Wohnungen. Außerdem wurden Kindergärten, Geschäfte und Arztpraxen eingeplant. Damit verbindet die Siedlung eine klar erkennbare architektonische Form mit einer umfassenden städtebaulichen Konzeption.

Dorfgeschichte in Alt-Reinickendorf

Die Dorfkirche Alt-Reinickendorf ist eine spätmittelalterliche Kirche, die äußerlich seit über 500 Jahren unverändert erhalten geblieben ist. Ihr Chorschluss in Form eines Halbkreises ist in Berlin einmalig. Im Inneren befindet sich ein Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert, den ein unbekannter Maler nach Motiven aus Albrecht Dürers „Kleiner Holzschnittpassion“ schuf. Eine weitere historische Spur ist der Büdnerhof Ribbe auf dem Grundstück Alt-Reinickendorf 35. Er gilt als das älteste noch erhaltene Wohnhaus des Angerdorfes und vermittelt einen Eindruck vom ursprünglichen dörflichen Charakter Reinickendorfs.

Parkanlage mit Teich und Aussichtsplateau

Der Kienhorstpark ist ein Gartendenkmal aus den Jahren 1931 und 1932. In der Parkanlage befindet sich ein Teich mit landschaftlich gestaltetem Ufer. An seiner Ostseite, dort, wo der Kienhorstgraben den Teich verlässt, steht ein aus Betonbruchsteinen gemauertes Aussichtsplateau. Die einzelnen Elemente geben dem Park einen besonderen Bezug zu gestalteter Landschaft: Gartendenkmal, Teichufer, Graben und Plateau liegen als konkrete Merkmale innerhalb derselben Anlage vor.

Schäfersee zu Fuß und mit dem Fahrrad

Eine Umrundung des Schäfersees dauert zu Fuß zwischen 20 und 25 Minuten. Breit angelegte Wege am Ufer laden zu einem erholsamen Spaziergang oder zu einer kurzen Fahrt mit dem Fahrrad ein. Das Schilf am Schäfersee wird von Vögeln als Brutgebiet genutzt und ergänzt den landschaftlichen Charakter des Sees um eine wichtige natürliche Funktion. Für längere Fahrradetappen führt die 17 Kilometer lange Radroute 5 von Heiligensee zum Pankegrünzug; Alt-Reinickendorf gehört zu den Sehenswürdigkeiten und Highlights entlang dieser Route.

Unterkunft nach den eigenen Interessen wählen

Bei der Wahl eines Hotels in Berlin-Reinickendorf können Sie zunächst den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festlegen: die Weiße Stadt für Architektur, die Dorfkirche und den Büdnerhof Ribbe für historische Ortsbilder oder Schäfersee und Kienhorstpark für gestaltete und natürliche Landschaften. So bleibt Raum für unterschiedliche Reisearten, ohne den Bezirk auf nur ein Thema zu reduzieren.

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