Berlin entdecken: Parks, Kultur und Stadtgeschichte
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Berlins Parks, Erinnerungsorte und Museen geben einer Reise sehr unterschiedliche Schwerpunkte. Die Stadt verbindet Erholung im Grünen mit markanter Architektur, Kunst und Orten der deutschen Geschichte.
Parks für Bewegung und eine Pause im Freien
Der Tiergarten ist Berlins größter und meistbesuchter innerstädtischer Park. Er eignet sich zum Spazierengehen, für Aktivitäten im Freien und für Picknicks. Auch das Tempelhofer Feld ist ein großer öffentlicher Park: Hier wird gepicknickt, sonnengebadet und Sport getrieben. Die beiden Orte stehen für verschiedene Möglichkeiten, Zeit draußen zu verbringen, ohne dass daraus ein bestimmtes Programm für Ihren Aufenthalt folgen muss.
Im Volkspark Friedrichshain gehören Sportplätze, Spielplätze und Außencafés zu den Angeboten; ein Grillplatz ist für Sommertage vorgesehen. Das Parkgelände erzählt zugleich von der Berliner Geschichte: Zwei kleine künstliche Hügel bestehen aus abgetragenen Bunkern des Zweiten Weltkriegs und Trümmern kriegszerstörter Gebäude. Sie heißen „Mont Klamott“ und „Kleiner Bunkerberg“; von ihnen bietet sich ein Blick auf die Berliner Innenstadt. So treffen dort Freizeitflächen und eine Landschaft mit sichtbaren Spuren der Kriegszerstörung aufeinander.
Im Viktoriapark liegt mit dem Kreuzberg Berlins höchste innerstädtische Erhebung; zum Park gehört auch ein Wasserfall. Auf dem Gipfel steht Schinkels Nationaldenkmal, das an den Sieg über Napoleon erinnert. Wer sich für Architektur und historische Zeichen interessiert, findet in Berlin weitere prägnante Beispiele: Das Brandenburger Tor wurde 1791 erbaut und gilt als Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Der Berliner Fernsehturm ist 368 Meter hoch, Berlins höchstes Gebäude und stammt aus den 1960er-Jahren. Von ihm bietet sich ein 360-Grad-Panoramablick über die Stadt.
Stadtgeschichte und Aussichten
Die begehbare Glaskuppel des Reichstags eröffnet Blicke auf umliegende Sehenswürdigkeiten und das Stadtgeschehen. Da sich die Zugangsregelungen ändern können, informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Bedingungen. Eine vorgeschlagene Radtour durch die Berliner Innenstadt verbindet mehrere Sehenswürdigkeiten zu einer Rundtour. Prüfen Sie die aktuellen Routendetails, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Der Mauerpark war einst Teil der Berliner Mauer und ist ein öffentlicher Park. An Wochenenden finden dort ein Flohmarkt und Karaoke statt. Im Amphitheater wird seit 2009 sonntags bei gutem Wetter ab 15 Uhr Karaoke veranstaltet; Besucher können selbst vor Publikum singen. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen, prüfen Sie vorher die Termine und die Wetterbedingung.
Die Gedenkstätte Berliner Mauer umfasst eine Open-Air-Ausstellung, ein Dokumentationszentrum, das Denkmal für die Opfer der Teilung und die Versöhnungskapelle. Zum Ort gehört außerdem ein Originalabschnitt der Mauer mit einem Wachturm. An der East Side Gallery können Sie entlang eines 1.316 Meter langen Mauerabschnitts spazieren; er gilt als der längste zusammenhängende noch erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer. Regelmäßig finden dort öffentliche Überblicksführungen statt, die etwa eine Stunde dauern und mit Audioguides durchgeführt werden. Prüfen Sie vorab den aktuellen Zeitplan.
Museen, Sammlungen und besondere Gärten
Die Museumsinsel gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ihre fünf Museen zeigen Sammlungen, deren zeitliche Bandbreite von der Prähistorie bis zur Kunst des 19. Jahrhunderts reicht. Hinzu kommen Sammlungen europäischer und mediterraner Kunst und Kultur. Sie können die Museen und ihre Sammlungen auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung besichtigen. Im Humboldt Forum befinden sich Ausstellungen sowie Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst. Schloss Charlottenburg wurde um 1700 vom preußischen König Friedrich I. für seine Frau, Königin Sophie Charlotte, erbaut.
Auch Gärten bieten in Berlin unterschiedliche Akzente. Die Gärten der Welt präsentieren Themengärten und Gartenkabinette aus verschiedenen Kulturen sowie zeitgenössische Gartenkunst. Zusammen mit dem Kienbergpark wurden sie für die Internationale Gartenausstellung Berlin 2017 auf 43 Hektar erweitert. Zu den möglichen Interessen dort zählen Ruhe, Naturbeobachtung, Spiel und kulturelle Angebote. Im Britzer Garten gibt es vier Themengärten und jedes Jahr drei Blumenschauen; erkundigen Sie sich vor dem Besuch nach den saisonalen Terminen.
Der Botanische Garten umfasst 43 Hektar und zeigt 20.000 Pflanzenarten aus allen Kontinenten. Sein Tropenhaus ist ein 25 Meter hohes Jugendstilgebäude, umgeben von 14 weiteren Schaugewächshäusern. Wer die Reise lieber mit Tier- und Pflanzenwelt als mit Baugeschichte oder Museen verbindet, kann außerdem den Zoo Berlin in die Überlegungen einbeziehen: Er ist Deutschlands ältester Zoo und beherbergt viele vom Aussterben bedrohte Arten sowie seltene Haustierrassen.
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