Hellersdorf zwischen Wuhletal, Kienbergpark und Geschichte

File:Peter-Weiss-Platz Berlin-Hellersdorf.jpg File:Peter-Weiss-Platz Berlin-Hellersdorf.jpg Foto: Singlespeedfahrer via Wikimedia Commons, CC0

Hellersdorf liegt im Grünen und ist von der Hönower Weiherkette und dem Wuhletal umgeben. Der Berliner Ort verbindet abwechslungsreiche Landschaften mit großzügigen Parkräumen, besonderen Aussichtspunkten und markanten Stadträumen. Zugleich begegnen Ihnen Spuren des früheren Dorfes Hellersdorf und Angebote, die Naturerfahrung, Spiel und Umweltbildung miteinander verknüpfen.

Naturraum Wuhletal

Das Wuhletal wird von abwechslungsreichen Auen- und Wiesenlandschaften sowie kleineren, überwiegend künstlich angelegten Gewässern wie dem Wuhleteich geprägt. Teilweise neu angelegte Flachwasserzonen machen es zu einem bewusst zu schützenden Naturbereich, in dem sich Tier- und Pflanzenwelt weiterentwickeln können. Für Spaziergänge und ruhige Naturbeobachtungen bietet dieser Landschaftsraum ein abwechslungsreiches Umfeld.

Kienbergpark und Parklandschaft

Der 60 Hektar große Kienbergpark mit dem 110 Meter hohen Kienberg im Zentrum bietet Raum für Freizeit, Spiel und Naturerfahrung. Der Kienbergpark ist eine öffentliche Grünanlage und daher uneingeschränkt zugänglich. Damit steht in Hellersdorf ein weitläufiger Parkraum im Mittelpunkt, der verschiedene Formen des Aufenthalts verbindet.

Steg und Aussichtspunkte

Der Wuhlesteg verbindet die Ortsteile Marzahn und Hellersdorf. Der etwa 280 Meter lange Steg bietet einzigartige Ausblicke auf schützenswerte Vegetation und Fauna mit großem Artenreichtum. Vom höchsten Punkt des Wolkenhains auf 120 Metern über dem Meeresspiegel reicht der Blick über das Berliner Zentrum mit dem Fernsehturm hinaus bis in das brandenburgische Land. Für Besucherinnen und Besucher mit eingeschränkter Mobilität steht am Wolkenhain ein Aufzug zur Verfügung.

Freiraum für Kinder und Jugendliche

Der Naturerfahrungsraum „Wilde Welt“ auf dem Kienberg bietet Kindern und Jugendlichen auf 16.000 Quadratmetern einen großen Freiraum zum selbstständigen Toben und Spielen in der Natur. Der Schwerpunkt liegt damit auf eigenständiger Bewegung und unmittelbarer Naturerfahrung statt auf einem vorgegebenen Programm.

Garten und Umweltbildung

Im Kienberggarten bewirtschaftet eine Gartengemeinschaft etwa 600 Quadratmeter nach den Prinzipien der Permakultur. Interessierte sind zur Mitarbeit eingeladen. Der Garten eröffnet damit einen direkten Einblick in gemeinschaftliches Gärtnern und nachhaltige Anbauideen.

Das Umweltbildungszentrum mit Seeterrasse und Platz am See liegt am Westufer des Wuhleteichs auf einer 20 Meter breiten und 60 Meter langen Lärchenholzplattform. Sie entstand am westlichen Ende des Wuhlestegs für die IGA Berlin 2017. Das Zentrum dient als Lernort für nachhaltige Entwicklung und als zentraler Anlaufpunkt; der offene Raum lädt zu Vorträgen und Workshops ein.

Stadtbild und Geschichte

Die Hellersdorfer Promenade ist eine Fußgängerzone zwischen den Plattenbauten. Im Frühling blühen dort die Kirschbäume zartrosa und setzen einen saisonalen Akzent im Stadtbild.

Historische Spuren des Ortes zeigen sich bei Ausgrabungen von 1983 bis 1986 auf dem Gebiet des ehemaligen Dorfes Hellersdorf, etwa nahe dem heutigen U-Bahnhof Cottbusser Platz. Dabei wurden die frühere Dorfkirche, ein Friedhof, Wohnhäuser, ein Backofen und Alltagsgegenstände entdeckt.

Orientierung zum Kienbergpark

Als Zugang zum Kienbergpark ist die Verbindung Hellersdorfer Straße/Alte Hellersdorfer Straße angegeben.

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