Friedrichshain: East Side Gallery, Volkspark und Stadtgeschichte
File:Friedrichshain, Berlin, Germany - panoramio (43).jpg
Foto: Vimarius via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Friedrichshain zeigt Berliner Geschichte in unterschiedlichen Bildern: Die East Side Gallery steht seit November 1991 unter Denkmalschutz und gilt als längste Open-Air-Galerie der Welt. Die monumentale Karl-Marx-Allee, der Volkspark Friedrichshain und das Computerspielemuseum ergänzen dieses Bild um Architektur, Parklandschaft und digitale Kultur. Für Ihre Reiseplanung bietet der Stadtteil damit ungewöhnlich verschiedene Anknüpfungspunkte.
Stadtgeschichte an der Karl-Marx-Allee
Die Karl-Marx-Allee war mit ihrer monumentalen Straßenbebauung die Vorzeigestraße Ostberlins. Zu DDR-Zeiten hieß sie Stalinallee; sie erstreckt sich zwischen dem Strausberger Platz und dem Frankfurter Tor. An dieser Berliner Achse treffen historische Benennung und städtebauliche Wirkung unmittelbar aufeinander. Wer sich für die Entwicklung der Stadt und ihre politischen wie architektonischen Spuren interessiert, findet hier ein besonders prägnantes Motiv.
Parklandschaft und Märchenfiguren
Der Volkspark Friedrichshain wurde 1846 bis 1848 nach Plänen von Gustav Meyer angelegt, der später der erste Berliner Stadtgartendirektor wurde. Der Park gehört zu den ältesten kommunalen Parks Berlins. Sein dicht verzweigtes, geschwungenes Wegenetz führt durch eine Anlage, in deren Mitte eine prächtige Promenade mit Aussichtsplatz liegt. Unter diesem mündete ein Bachlauf in den Großen Teich.
Die Hauptattraktion des Volksparks ist der Märchenbrunnen. Seine romantischen Märchenfiguren stammen von Ignatius Taschner und Georg Wrba. Seit 1959 steht der Märchenbrunnen unter Denkmalschutz. Zusammen mit den Wegen, der Promenade und dem Großen Teich bildet er einen eigenen kulturellen Schwerpunkt innerhalb des Parks.
Digitale Kultur im Computerspielemuseum
Das Computerspielemuseum eröffnete 1997 in Berlin die weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur. Eine Dauerausstellung eröffnete 2011 im ehemaligen Café Warschau in Berlin-Friedrichshain und zeichnet die Entwicklung des Computerspiels in den vergangenen 70 Jahren nach. Von den mehr als 300 Exponaten können über 30 selbst gespielt und ausprobiert werden; je nach Sonderausstellung sind es auch mehr. Damit gehört interaktives Erleben ebenso zum Friedrichshainer Kulturangebot wie Denkmäler, Architektur und Parkkunst.
Brücken, Wege und eine große Runde
Auf der Oberbaumbrücke können Fußgänger unter dem U-Bahnviadukt der ältesten U-Bahnlinie Berlins über die Spree gehen. Eine Besichtigungstour durch Friedrichshain beginnt an der U-Bahn-Station Frankfurter Tor, an der auch zwei Tramlinien fahren. Von dort führt sie vom Ausgehviertel rund um die Simon-Dach-Straße zu Aussichtspunkten an der Spree.
Die Tour macht einen Abstecher in den Treptower Park und führt anschließend weiter zur East Side Gallery, zur Karl-Marx-Allee und abschließend in den Volkspark Friedrichshain. Die reine Fahrzeit beträgt rund eine Stunde und 20 Minuten; Zeit für Stopps ist darin nicht enthalten. Wenn Sie mehrere dieser Orte in einer Runde verbinden möchten, sollten Sie für die Besichtigungen zusätzlich Zeit einplanen.
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