Biesdorf zwischen Schlosskultur und grünen Wegen

File:Stadtpark Biesdorf (Berlin) 2v4.jpg File:Stadtpark Biesdorf (Berlin) 2v4.jpg Foto: Singlespeedfahrer via Wikimedia Commons, CC0

Biesdorf verbindet architektonische Zeugnisse mit weitläufigen Grünräumen und Wegen. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, in dem sich Baugeschichte, zeitgenössische Kunst, kirchenmusikalische Kultur und Landschaftserlebnisse zu unterschiedlichen Tagesplänen ordnen lassen.

Schloss, Park und Baugeschichte

Die Dorfkirche Biesdorf ist ein Baudenkmal aus dem 13. Jahrhundert mit ehemaligem Friedhof. Ludwig Tiedemann baute sie in den Jahren 1897 bis 1898 um; nach Kriegsschäden wurde sie in den Jahren 1950 bis 1951 wiederhergestellt. Die Kirche ist Bestandteil des Ensembles Alt-Biesdorf.

Das Ensemble Schloss und Park Biesdorf mit seiner Villa und dem anfangs nur vier Hektar großen Park wurde in den Jahren 1867 und 1868 im Auftrag des Freiherren von Rüxleben errichtet. Nach 1889 gestaltete der königliche Gartenbaudirektor Albert Brodersen den auf fast 15 Hektar erweiterten Schlosspark Biesdorf neu.

Der als Denkmal geschützte Schlosspark Biesdorf weist den ältesten und größten zusammenhängenden Baumbestand in Marzahn auf. Zu den um 1900 entstandenen Anlagen gehören der Fontänenteich, der Eiskeller mit doppelter Freitreppe, der Teepavillon und ein Lawn-Tennisplatz, der heute als Lesegarten dient. Für die Betrachtung gestalteter Parkräume stehen damit konkrete Details im Vordergrund, nicht nur eine allgemeine Grünkulisse.

Kunst und praktische Orientierung

Schloss Biesdorf ist die kommunale Galerie des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und zeigt bei freiem Eintritt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und des kulturellen Erbes. Damit verbindet der Ort den historischen Rahmen mit einem kulturellen Schwerpunkt, der sich bei der Reiseplanung bewusst neben die Park- und Landschaftsthemen stellen lässt.

Der Zugang zum Schloss Biesdorf ist barrierefrei gestaltet, die WC-Bereiche sind rollstuhlgeeignet und Parkplätze befinden sich im direkten Umfeld. Barrierefreie Zugänge zum Park gibt es an den Eingängen Parkweg, Blumberger Damm und am S-Bahnhof Biesdorf. Wer mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen reist, kann diese Punkte bei der Tagesplanung berücksichtigen.

Grüne Wege und Wasser

Der Biesdorfer Baggersee ist eine ehemalige Kiesgrube. Nach dem Ende des Kiesabbaus füllte sie sich selbstständig mit Grund- und Regenwasser. So gehört zur Landschaft auch ein Gewässer mit einer durch den früheren Kiesabbau geprägten Entstehungsgeschichte.

Der Kaulsdorfer Weg führt auf 17 Kilometern von Treptow nach Mahlsdorf und verläuft größtenteils durch grüne Siedlungen. Der 16 Kilometer lange Wuhletalweg begleitet die Wuhle vom Eiche-Park in Ahrensfelde bis zu ihrer Mündung in die Spree in Köpenick. Ab der Bundesstraße B1/B5 führt der Grünzug durch die weiträumigen Einfamilienhaussiedlungen von Biesdorf, Kaulsdorf und Köpenick.

Reiseplanung mit passendem Schwerpunkt

Bei der Wahl eines Hotels für einen Aufenthalt in Biesdorf können Sie den gewünschten Schwerpunkt vorab festlegen. Architektur und Kunst, Parkräume und Wasser, längere Wege oder kirchenmusikalische Veranstaltungen sprechen unterschiedliche Interessen an; daraus lässt sich ein persönlicher Tagesrhythmus entwickeln, ohne den Ort auf nur eine Reiseart zu reduzieren.

In der Gnadenkirche Biesdorf finden Gottesdienste aller Art und kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Damit ergänzt ein weiterer konkreter Kulturort die historischen, künstlerischen und landschaftlichen Themen des Stadtteils.

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