Zehlendorf entdecken: Natur, Geschichte und Kunst
Zehlendorf lässt sich über Naturerlebnisse, Ortsgeschichte und anspruchsvolle Kulturthemen entdecken. Zwischen der Krummen Lanke, historischen Anlagen und Museen entsteht ein vielseitiges Bild des Berliner Ortsteils, das sowohl Spaziergänge als auch vertiefende Besuche interessant macht.
Seen, Wald und Wege
Die Krumme Lanke ist ein Badesee in Zehlendorf mitten im Grunewald und gehört zur Grunewaldseenkette. Spaziergänger, Angler und Badegäste nutzen sie als Erholungsgebiet. An ihrem Ufer verläuft ein mehr als zwei Kilometer langer Weg, der zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren dient. Ergänzend dazu ist das Gemeindewäldchen Zehlendorf als parkartige Waldanlage mit alten Rotbuchen (Fagus sylvatica) geprägt.
Wer längere Wegverbindungen interessant findet, begegnet dem 48 Kilometer langen Teltower Dörferweg. Er verbindet unter anderem die Krumme Lanke, das Landschaftsschutzgebiet „Gemeindewäldchen Zehlendorf“ und den Paul-Mebes-Park. So stehen kurze Uferwege und eine weitreichende Verbindung durch verschiedene Landschaftsräume nebeneinander, ohne dass beide Erlebnisse dasselbe Format haben.
Zehlendorfer Geschichte im Museum
Im Heimatmuseum Zehlendorf ist der Eintritt frei. Die Dauerausstellung „Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde“ zeichnet die Entwicklung des Ortes von den ländlichen Anfängen bis zur frühen Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts nach. Der Veranstaltungskalender des Museums umfasst Vorträge, historische Führungen, Wanderungen und Lesungen.
Das Museumsdorf Düppel wurde 1975 eröffnet und versucht auf etwa 16 Hektar, ein Dorf des Hochmittelalters um 1200 zu rekonstruieren. Besucher können dort mittelalterliche Handwerkstechniken kennenlernen, darunter Schmiedehandwerk, Brettchenweben und die Herstellung von Teer. Familien mit Kindern ab fünf Jahren können an jedem Öffnungstag klettern, spielen und Flammenbrot am offenen Feuer zubereiten. Damit verbindet dieser Ort historische Themen mit praktischen und spielerischen Erlebnissen.
Kunst, Architektur und Zeitgeschichte
Das Kunsthaus Dahlem hat seinen Sitz im ehemaligen Staatsatelier des Bildhauers Arno Breker. Das ehemalige Staatsatelier wurde von 1939 bis 1942 nach Entwürfen des Architekten Hans Freese errichtet. Auch das Haus am Waldsee verbindet Baugeschichte und Kultur: Die Villa im englischen Landhausstil ist als Haus am Waldsee bekannt, und ihre kulturelle Nutzung ist seit fast 77 Jahren nachweisbar. Der zugehörige Skulpturenpark erstreckt sich auf rund 10.000 Quadratmetern bis zum Seeufer und lädt mit wechselnden Skulpturen zum Flanieren ein.
Eine andere historische Perspektive bietet die Dauerausstellung des AlliiertenMuseums. Sie erzählt anhand zahlreicher Originalobjekte von der sowjetischen Blockade, dem Kalten Krieg in Berlin und der deutschen Einheit aus der Perspektive der Alliierten. Ein im Jugendstil erbauter Bahnhof steht außerdem unter Denkmalschutz und gilt als Gartendenkmal.
Unterkunft nach eigenen Interessen wählen
Die Themenvielfalt kann auch bei der Planung eines Aufenthalts in Zehlendorf Orientierung geben: Naturinteressierte richten ihren Blick auf Krumme Lanke, Gemeindewäldchen und den Teltower Dörferweg, während das Heimatmuseum, das Museumsdorf Düppel, das Kunsthaus Dahlem, das Haus am Waldsee und das AlliiertenMuseum unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte setzen. Eine Unterkunft in Zehlendorf passt damit besonders dann in die Reiseplanung, wenn Sie Landschaft, Geschichte und Kunst nicht getrennt voneinander betrachten möchten.
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