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Marienfelde zwischen Dorfgeschichte, Natur und Erinnerungskultur

Unterkünfte in Unterkünfte in Marienfelde

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Marienfelde verbindet einen historisch geprägten Dorfkern mit Feldmark, Naturflächen und bedeutenden Erinnerungsorten. Wer für eine Reise nach Berlin nicht nur städtische Eindrücke sucht, findet hier unterschiedliche Themen für Kultur, Naturbeobachtung und längere Wege.

File:Dorfkirche Marienfelde in Berlin Tempelhof.jpg File:Dorfkirche Marienfelde in Berlin Tempelhof.jpg Foto: Neuköllner via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Historischer Dorfkern mit Dorfkirche und ländlicher Prägung

Im historischen Dorfkern steht die Dorfkirche Marienfelde, ein Baudenkmal, das auf 1229 datiert wird. Sie bewahrt spätromanische Bauteile und frühgotische Anbauten und gilt als älteste durchgängig erhaltene Dorfkirche im Stadtgebiet von Berlin. In der Kirche finden regelmäßig Konzerte statt.

Zum historischen Dorfkern gehört auch der Bauernhof „Bauer Lehmann“. Sein 1844 erbautes Wohnhaus ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Zu dem Hof gehören Stallungen für Pferde, Ziegen und Enten; ein Eierautomat wird täglich mit frischen Eiern aus Freilandhaltung bestückt. Ebenfalls zum dörflichen Bild gehört der 1830 errichtete Gasthof „Zur Grünen Linde“, eine bis heute betriebene ländliche Gastwirtschaft.

Der Gutspark Marienfelde wurde nach 1844 von Adolf Kiepert angelegt und nach 1865 noch vergrößert. Zusammen mit dem Dorfanger Alt-Marienfelde, der heute zu den am besten erhaltenen Dorflagen von Berlin zählt, entsteht ein klar erkennbarer historischer Schwerpunkt.

Erinnerungsstätte zur deutsch-deutschen Fluchtbewegung

Das Notaufnahmelager Marienfelde wurde 1953 gegründet. Bis 1990 passierten 1,35 Millionen Menschen das Notaufnahmelager. Die Ausstellung in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde dokumentiert auf rund 450 Quadratmetern die Geschichte der deutsch-deutschen Fluchtbewegung.

Die Ausstellung umfasst mehr als 900 Exponate und behandelt Ursachen, Verlauf und Folgen dieser Fluchtbewegung. Neben der ständigen Ausstellung bietet die Erinnerungsstätte regelmäßig Sonderausstellungen sowie ein vielfältiges Veranstaltungs- und Bildungsprogramm. Damit ergänzt die Erinnerungskultur den historischen Dorfkern um ein Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Feldmark, Freizeitpark und Naturerlebnisse

Die Marienfelder Feldmark ist als strukturreicher Lebensraum und Fortpflanzungsstätte für seltene Vogelarten ausgewiesen. Dazu zählen Neuntöter, Feldlerche und Haubenlerche. Sie ist außerdem der letzte Rest der im Bezirk früher weit verbreiteten Landwirtschaftsflächen.

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Der Freizeitpark Marienfelde umfasst Gewässer, Gehölze und Wiesenflächen. Diese dienen bedrohten Tieren, seltenen Vögeln und geschützten Pflanzen als Rückzugsgebiet. Im westlichen Teil des Freizeitparks gibt es einen etwa 1,5 Kilometer langen Naturerlebnispfad mit neun Informationsstationen.

Von April bis Oktober bietet die Naturwacht Berlin e.V. Führungen, Projekttage und Informationsveranstaltungen auf der Naturschutzstation Marienfelde, im angrenzenden Freizeitpark Marienfelde und in der Marienfelder Feldmark an. So stehen neben eigenständiger Naturbeobachtung auch organisierte Formate zu diesen Landschaftsräumen im Mittelpunkt.

Wege durch mehrere Berliner Ortsteile

Für längere Wegstrecken ist der 48 Kilometer lange Teltower Dörferweg relevant. Er verläuft als Weg von Dorf zu Dorf über Zehlendorf, Lichterfelde, Marienfelde, Lichtenrade, Buckow, Rudow und Spindlersfeld in Köpenick. Die unterschiedlichen Themen in Marienfelde reichen damit von Dorfgeschichte und Erinnerungskultur bis zu Feldmark, Gewässern und Vogelwelt.

Bei der Unterkunftsplanung können Sie deshalb nach dem gewünschten Schwerpunkt Ihres Aufenthalts entscheiden: Im Mittelpunkt stehen entweder historische Orte, die Ausstellung zur Fluchtbewegung, Naturflächen mit Informationsangeboten oder ein längerer Weg durch mehrere Berliner Ortsteile. Marienfelde bietet dafür eine ungewöhnliche Verbindung aus ländlicher Geschichte, Berliner Gedenkkultur und ausgewiesenen Landschaftsräumen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Berlin.

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