Altglienicke zwischen Wasserturm, Museum und Landschaftspark
File:Skulptur Sitzende Werner Stötzer Bohnsdorfer Weg Lianeweg Berlin-Altglienicke 05.jpg
Foto: Singlespeedfahrer via Source, CC0
Altglienicke lässt sich über markante Bauwerke, lokale Erinnerung und offene Landschaft entdecken. Der Wasserturm auf dem Falkenberg, das Altglienicke Museum im Bürgerhaus, die Tuschkastensiedlung und der Landschaftspark Rudow-Altglienicke setzen unterschiedliche Akzente. Wer seinen Aufenthalt nach Interessen plant, findet hier Anknüpfungspunkte für Baukultur, Ortsgeschichte, Gedenkorte und Naturbeobachtung.
Wasserturm und Tuschkastensiedlung
Der Wasserturm von Altglienicke wurde 1905/06 in gotisierenden Formen erbaut. Mit einer Höhe von 38,55 Metern gilt er als weithin sichtbares Wahrzeichen des Berliner Südostens. In der Schirnerstraße 17/19 gehört der Wasserturm zu den Baudenkmalen. Seine auffällige Gestalt und die lange zurückreichende Baugeschichte machen ihn zu einem markanten Thema für alle, die Berliner Architektur nicht nur im Zentrum, sondern auch in den südöstlichen Ortsteilen erkunden möchten.
Nahe dem Wasserturm liegt die Tuschkastensiedlung. Bruno Taut entwarf sie 1913/15; heute ist sie als Gartendenkmal und Gesamtanlage geschützt. Damit steht neben dem einzelnen Turmbau eine Siedlung, deren Gestaltung als zusammenhängendes Ensemble betrachtet wird. Beide Themen eröffnen einen Zugang zur Baugeschichte Altglienickes, ohne dass Sie sich auf eine einzige Epoche oder eine einzige Formensprache beschränken müssen.
Ortsgeschichte im Altglienicke Museum
Seit Anfang 2016 ist das Altglienicke Museum im Bürgerhaus Altglienicke in der Ortolfstraße 182 untergebracht. Weitere Ausstellungsteile behandeln die Freiwillige Feuerwehr, die Altglienicker Sportgeschichte, die frühere Straßenbahnlinie 84 und das am Ende der DDR noch im Bau befindliche Kosmosviertel. Die Themen reichen damit von bürgerschaftlichem Engagement und Vereinsleben bis zu Verkehrsgeschichte und Stadtentwicklung. Für Ihre Planung bietet das Museum einen inhaltlichen Gegenpol zu den Bauwerken und Landschaftsräumen des Ortsteils.
Erinnerungsorte auf dem Friedhof Altglienicke
Auf dem Friedhof Altglienicke verfügt die Feierhalle über eine Sarghebeanlage. Dabei bewegt eine manuelle Pumpe durch Wasserdruck eine Plattform und hebt den Sarg in die Feierhalle. Am linken Eingangsbereich befindet sich außerdem ein Urnensammelgrab für die dort beigesetzten Urnen von KZ-Opfern. Die technische Besonderheit der Feierhalle und der Gedenkort am Eingang stehen für zwei unterschiedliche, unmittelbar am Friedhof verortete Aspekte: historische Bautechnik und erinnernde Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Gewalt.
Landschaftspark und Glienicker Fenster
Im Landschaftspark Rudow-Altglienicke erläutern eine Informationsstele und drei Tafeln mit Abbildungen den Berliner Spionagetunnel. Dieser verlief von einer Radarstation der US-Streitkräfte in Rudow im damaligen West-Berlin zur Schönefelder Chaussee in Altglienicke im sowjetischen Sektor der Stadt. So verbindet der Landschaftspark eine offene Landschaft mit einem konkreten Kapitel der Berliner Geschichte.
Zum Landschaftspark gehört auch das sogenannte „Glienicker Fenster“. Dabei handelt es sich um eine bis zu fünf Meter hohe, mit wildem Wein bepflanzte Böschung. Sie gibt den Blick auf die Wiesen, Weiden und die Senke des Landschaftsparks frei. Wenn Sie bei der Wahl Ihrer Unterkunft Wert auf unterschiedliche Tagesinteressen legen, können Sie in Altglienicke daher Baukultur, Museum, Erinnerungsorte und Landschaft als verschiedene Schwerpunkte Ihrer Planung betrachten, ohne dass einer davon die anderen ersetzt.
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