Wulkow entdecken: Geschichte, Kunst und Schlosspark

File:Schloss Wulkow, Wulkow bei Booßen, Stadt Lebus, Deutschland.jpg File:Schloss Wulkow, Wulkow bei Booßen, Stadt Lebus, Deutschland.jpg Foto: Scanned by Sebastian Wallroth via Source, Public domain

Wulkow verbindet ein barock geprägtes Ortsbild mit einem etwa 300 Jahre alten Schlosspark, dem als „UFO“ bezeichneten Domespace, Bildhauerei und Veranstaltungen im alten Getreidespeicher.

Barockes Gutsensemble im historischen Ortskern

Der historische Ortskern von Wulkow wird von einem barocken Gutsensemble geprägt und ist ein touristischer Anziehungspunkt. Zum denkmalgeschützten Gutshofensemble gehören ein Herrenhaus mit Park, ein Wirtschaftshof mit Speicher, eine Stellmacherei sowie zwei Wirtschaftsgebäude. Erst die Umbauten von Richard Schulz machten Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem barocken Gutshaus ein schlossartiges Anwesen.

Zur Ortsgeschichte gehört auch die denkmalgeschützte Dorfkirche von 1687. In der evangelischen Kirche befindet sich ein Hochaltaraufsatz aus der Zeit um 1700. Außerdem zählen ein 1695 errichtetes Grufthaus mit Familienwappen und die ehemalige Gruftkapelle an der Kirche zu den historischen Besonderheiten.

Schlosspark und Wildbirne

Der Schlosspark von Wulkow besitzt einen denkmalgeschützten Baumbestand und ist etwa 300 Jahre alt. Im Park liegt außerdem eine deutsche Kriegsgräberstätte, die 1977 erweitert wurde. In Wulkow steht zudem die größte Wildbirne des Landes.

UFO, Orangerie und Bildhauerei

Das Domespace, in Wulkow auch als „UFO“ bezeichnet, erinnert an eine fliegende Untertasse und wird touristisch genutzt. Ursprünglich war es als Büro und Seminarzentrum für den Ökospeicher-Verein konzipiert.

Die ehemalige Orangerie gehörte zur früheren Schlossgärtnerei von Wulkow. Das ehemalige Treibhaus beziehungsweise die Orangerie diente unter anderem dazu, exotische Kübelpflanzen unterzubringen. Im Atelier Jannulis Tembridis entstehen Skulpturen aus Stein, Marmor und Terrakotta; Werke können dort käuflich erworben werden.

Ökospeicher: Büchertalk und Märkte

Im Ökospeicher gibt es seit 2017 den Büchertalk „Ich lese was, was Du nicht liest“.

Beim traditionellen Herbstmarkt am Ökospeicher werden Kunstgewerbliches, Honig, Pflanzen sowie Speisen vom Grill und aus der Speicherküche angeboten; außerdem gibt es Führungen und Musik. Im alten Getreidespeicher finden Oster- und Weihnachtsmärkte statt.

Bei der Eröffnung des neugestalteten Erdgeschosses im Juni 2010 verfügte der Ökospeicher über ein Café und einen Dorfladen mit Bio- und Fairtrade-Sortiment. Das Erdgeschoss war barrieregerecht mit Parkplätzen, einer Rollstuhlrampe und geeigneten Toiletten ausgestattet. Außerdem gab es eine Dachterrasse für Seminare und andere Begegnungen sowie Räume für Seminare und Veranstaltungen im Obergeschoss.

Touren und Radideen rund um Wulkow

Die Tour „Lebus und zurück“ führt auch in das Ökodorf Wulkow bei Booßen. Beim Ökospeicher Wulkow gibt es eine E-Bike-Ladestation. Im Zusammenhang mit dieser Ladestation wird eine etwa 10 km lange Strecke des Oder-Neiße-Radwegs zum Radfahren oder Skaten vorgeschlagen.

Für Wulkow entstand außerdem die Idee eines Dorfgeschichtspfads mit Hinweistafeln an interessanten Punkten im Ort und ergänzenden Informationen im Internet.

Ergänzend finden Sie Lebus und Wulkow bei Booßen.

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