Lindow (Mark): Kloster, Stadtkirche und Seen
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Klosterinsel, historische Stadtkirche und drei Seen geben Lindow (Mark) ein vielschichtiges Profil. Am Wutzsee liegen die Ruinen des Konvents und der Klosterkirche auf einer kleinen Halbinsel. Im Ort kommen dazu eine barocke Stadtkirche, ein Museum mit Gegenständen zum Anfassen und eine Badeanstalt. So können Sie Kulturgeschichte, Wasser und Bewegung in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen.
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Foto: JoachimKohler-HB via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kulturerbe am Wutzsee
Die Ruinen des Konvents und der Klosterkirche liegen auf einer kleinen Halbinsel im Wutzsee. Die 2011 restaurierte Ruine des Konventgebäudes ist das Wahrzeichen des Klosters Lindow und der Stadt. Auch das alte Klostergelände mit seinem efeuberankten Park wurde in den vergangenen Jahren restauriert. Sichtbare Klosterreste und der Park geben dem Ort unterschiedliche Eindrücke, die sich beim Besuch miteinander verbinden lassen.
Die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Klosterkirche wird heute als Kirche unter freiem Himmel für Andachten und Gottesdienste genutzt. Die Klosteranlage ist frei zugänglich; die Ruine des Konventgebäudes kann von Ostern bis Ende Oktober tagsüber betreten werden. Prüfen Sie diese Zugangsbedingungen vor Ihrem Besuch lokal.
Auch literarisch ist Kloster Lindow präsent: Theodor Fontane setzte es in seinem Roman „Der Stechlin“ als Kloster Wutz ein und widmete ihm ein Gedicht. Wer sich für Literatur und Geschichte interessiert, findet hier neben den Bauwerken auch diesen Bezug zu Fontanes Werk.
Stadtkirche und Sommermusiken
Die evangelische Stadtkirche eröffnet einen anderen Blick auf Lindows Geschichte. Georg Christoph Berger errichtete sie ab 1751 als barocken Saalbau mit der berühmten Sauer-Orgel; 1755 wurde sie geweiht. In der Kirche finden jedes Jahr die Lindower Sommermusiken statt. Wenn Sie einen Besuch mit einem Konzert verbinden möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und das Programm.
Seen, Wege und Bewegung
Mit 438 Hektar ist der Gudelacksee der größte der drei Seen bei Lindow. In Lindow gibt es eine Badeanstalt; Badestellen liegen außerdem am Nord- und Ostufer des Gudelacksees. Der Badebetrieb kann saisonal sein, daher empfiehlt sich eine Prüfung der Bedingungen vorab.
Ein Weg am Wutzsee führt durch ein Naturschutzgebiet zum Klostergelände mit der dortigen Klosterruine. Die Verbindung von Naturgebiet und Kulturziel bietet eine konkrete Möglichkeit, beides in einen Besuch einzubeziehen. Lindow liegt außerdem mitten im Laufpark Stechlin; ausgeschilderte Strecken bieten gute Bedingungen für Läuferinnen und Läufer. So stehen neben dem Weg zum Kloster auch Laufstrecken als eigene Perspektive für einen aktiven Aufenthalt zur Wahl.
Ein Garten und ein Museum zum Entdecken
Der „Garten des Buches“ bei Kloster Lindow ist ein 2019 angelegter jüdisch-christlich-muslimischer Lehr- und Schaugarten. Dort lassen sich Pflanzenarten aus dem Tanach, der Bibel und dem Koran entdecken. Der Garten verbindet die drei religiösen Bezüge mit einem konkreten Blick auf die Pflanzenwelt.
Im Dachbodenmuseum „Schau mal rein“ können Sie historische Alltagsgegenstände bestaunen, anfassen und ausprobieren. Besuche sind sonntagvormittags oder nach Vereinbarung vorgesehen; prüfen Sie vorab, ob der Zugang zu Ihrem Termin möglich ist.
Für die Schwerpunktwahl ergibt sich ein klarer Kontrast: Klosteranlage und Stadtkirche stehen für Bau- und Literaturgeschichte, während Gudelacksee, Laufpark und der Weg am Wutzsee Wasser und Bewegung in den Vordergrund rücken. Garten und Museum ergänzen diese Möglichkeiten um Pflanzenbezüge und historische Alltagsgegenstände zum Anfassen.
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