Zum Inhalt

Gerdshagen entdecken

Unterkünfte in Unterkünfte in Gerdshagen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Die Ortsgeschichte der Gemeinde Gerdshagen wird besonders in Rapshagen konkret: Kirche, datierte Ausstattung und Stiftsgut verbinden dort Architektur mit älteren Zeugnissen.

File:Dorfkirche Rapshagen 2018 SSE.jpg File:Dorfkirche Rapshagen 2018 SSE.jpg Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Fachwerkkirche mit älteren Zeitzeugnissen

In Rapshagen wurde 1820 die Fachwerkkirche in Saalform errichtet. Der turmlose Bau hat ein dreifach verriegeltes Fachwerkgefüge, Ziegelausfachung und ein Satteldach. An seiner Südseite befinden sich große rundbogige Fenster. So lassen sich Bauform und einzelne Details klar unterscheiden, ohne die Kirche auf ein einziges Merkmal zu reduzieren.

Auch im Inneren treffen verschiedene Zeitbezüge aufeinander: Der Kanzelaltar stammt aus der Bauzeit, das Gestühl aus der Zeit um 1823. Die Kabinettscheiben in den Fenstern datieren auf 1611; die bronzene Glocke trägt eine Inschrift und die Jahreszahl 1590. Beide Jahreszahlen liegen vor der Errichtung der Kirche 1820. Die Kirche dokumentiert außerdem die enge historische Verbindung Rapshagens zum Kloster Heiligengrabe: Im 16. Jahrhundert verfügte das Kloster über den Großteil des Ortes und seiner Umgebung.

Das Stiftsgut Rapshagen

Ein weiterer baulicher Bezugspunkt in Rapshagen ist das Stiftsgut. Das Ensemble besteht aus einem Verwaltungsgebäude, drei Ställen mit Anbauten, einem Speicher, einem Wohnhaus und einer Hofpflasterung. Die Brandenburgische Denkmalliste verzeichnet es mit Stand vom 31. Dezember 2007. Die unterschiedlichen Gebäudetypen erweitern den Blick von der Kirche auf die weiteren Bestandteile des Stiftsguts.

Giesenhagen und die Verbindung nach Gerdshagen

In Giesenhagen gibt es ein Damwildgehege, das zum Beobachten einlädt. Die Triftstraße verbindet Giesenhagen und Gerdshagen als Haupterschließungsstraße. Für die Orientierung sind die Ortsnamen hilfreich: Die Kirche und das Stiftsgut liegen in Rapshagen, das Gehege in Giesenhagen.

Anzeige

Die Prignitz als größerer Rahmen

Als übergeordnetes Reiseziel bietet die Prignitz einen weiteren landschaftlichen und kulturellen Maßstab. Der brandenburgische Teil des länderübergreifenden Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe – Brandenburg“ umfasst etwa 53.000 Hektar und befindet sich fast vollständig im Landkreis Prignitz. Auch für Radreisende lohnt sich ein Blick auf die Prignitz: Die Radwegekirche in Blüthen liegt direkt am 410 Kilometer langen Elbe-Müritz-Rundweg, der Fluss und Seen verbindet.

Auch die Kulturangebote der Prignitz setzen unterschiedliche Akzente. Das Pfarrhausmuseum Blüthen vermittelt anhand des Gemeindearchivs mit Beständen bis ins 17. Jahrhundert und des Nachlasses von Karl und Gerlinde Groß die frühere Lebenswelt eines evangelischen Pfarrhauses. In der Museumsfabrik Pritzwalk steht die Industrialisierung im ländlichen Raum im Mittelpunkt der Dauerausstellung. In der Museumsdruckerei und der Handweberei können Besucher selbst aktiv werden. Diese Beispiele eröffnen verschiedene Zugänge zur Regionalgeschichte: von der früheren Lebenswelt eines Pfarrhauses bis zu Industriegeschichte und Handwerk.

Weitere Reiseziele entdecken: Berge, Groß Pankow (Prignitz), Plattenburg, Halenbeck-Rohlsdorf, Lenzen (Elbe), Pritzwalk, Putlitz, Legde/Quitzöbel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prignitz.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.