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Prignitz: Landschaft, Wege und Geschichte

Unterkünfte in Unterkünfte in Prignitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Prignitz verbindet die Flusslandschaft der Elbe mit langen Radwegen und einer vielfältigen Geschichte. Naturerlebnisse, Museen und historische Bauwerke setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt. Wenn Sie Ihre Unterkunft auswählen, hilft es, zuerst zu überlegen, welche Orte und Themen Sie besonders interessieren: eine Radtour, ein Besuch in einem Museum oder die Landschaft am Fluss.

Dorfkirche Reetz (Prignitz) 2017 ESE Dorfkirche Reetz (Prignitz) 2017 ESE Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Flusslandschaft und Wege entdecken

Der brandenburgische Teil des länderübergreifenden Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe – Brandenburg“ umfasst etwa 53.000 Hektar und befindet sich fast vollständig im Landkreis Prignitz. Einen Eindruck von der Auenlandschaft vermittelt der 14 Kilometer lange Rundwanderweg Auenwildnis, der durch Auwälder im Gebiet der Deichrückverlegung führt. Die Route eignet sich als eigener Wanderschwerpunkt, während die Radwege eine andere Art bieten, die Region zu erkunden.

Das ausgewiesene Radwegenetz der Prignitz umfasst 1.100 Kilometer; außerdem gibt es 17 empfohlene Radtouren, die auf regionale Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten ausgerichtet sind. Ein konkretes Beispiel ist der 410 Kilometer lange Elbe-Müritz-Rundweg: Die Kirche in Blüthen ist eine Radwegekirche und liegt direkt an der Route, die Fluss und Seen verbindet. So lässt sich ein kultureller Halt mit dem Blick auf eine überregionale Radverbindung verbinden, ohne den Aufenthalt auf eine einzige Art des Reisens festzulegen.

Auch auf dem Wasser gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auf der Elbe in der Prignitz werden Touren mit Tierbeobachtungen im Biosphärenreservat für erfahrene Paddler angeboten. Fahrgastschiffsausflüge gibt es auf Seen sowie auf Havel und Elbe; außerdem finden Sie in der Prignitz Badegewässer. Einzelne Angebote können saisonal sein, daher lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Termine und Fahrpläne bei der Planung.

Kulturorte mit unterschiedlichen Geschichten

In Bad Wilsnack steht die spätgotische Hallenkirche St. Nikolai, weithin als Wunderblutkirche bekannt, im mittelalterlichen Wallfahrtsort. In der Kirche befindet sich ein hölzerner Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert mit bemalten Flügeltüren. Hinzu kommen mittelalterliche Glasmalereien, die als bedeutendste Sammlung ihrer Art in Brandenburg gelten. Die Ausstattung und die Geschichte des Ortes geben dem Besuch einen anderen Schwerpunkt als die Museen der Region.

In Pritzwalk widmet sich die Dauerausstellung der Museumsfabrik der Industrialisierung im ländlichen Raum. In der Museumsdruckerei und der Handweberei können Besucher selbst aktiv werden. Das Stadtmuseum „Alte Burg“ in Wittenberge erzählt von der Entwicklung des Ackerbürgerstädtchens zur Industriestadt, darunter von der Produktion der Singer- und Veritas-Nähmaschinen und dem Wandel von der Kriegszeit zur DDR. Das Steintor aus dem 13. Jahrhundert beherbergt eine eigene Ausstellung: Sie behandelt die frühere Nutzung als Gefängnis, die Goldenen Zwanziger und die Elbe in Wittenberge.

Das Besucherzentrum Burg Lenzen stellt die Natur- und Kulturgeschichte der Flusslandschaft, Auenökologie, Hochwasserschutz und das Biosphärenreservat in den Mittelpunkt. Dort wird auch die 1.000-jährige Geschichte der Stadt Lenzen kulturgeschichtlich erlebbar. In Meyenburg führt das Schlossmuseum durch die Geschichte der Prignitz im 20. Jahrhundert; das Leben eines Prignitzers bildet dabei den roten Faden. Das 1905 gegründete Stadt- und Regionalmuseum Perleberg präsentiert wesentliche Bereiche der Kulturgeschichte der westlichen Prignitz und der Stadt Perleberg von der Steinzeit an.

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Auch kleinere Orte halten eigene Themen bereit. Das Pfarrhausmuseum Blüthen vermittelt anhand des Gemeindearchivs mit Beständen bis ins 17. Jahrhundert und des Nachlasses von Karl und Gerlinde Groß die frühere Lebenswelt eines evangelischen Pfarrhauses. Das Prignitzer Dorfmuseum in Blüthen zeigt einen alten Klassenraum und Produkte alten Handwerks. In Seddin besitzen die oberirdisch sichtbaren bronzezeitlichen Bodendenkmale besonderen Anschauungs- und Erlebniswert.

Die Plattenburg ist Norddeutschlands einzige erhaltene Wasserburg und gab der Gemeinde Plattenburg ihren Namen. Der Pilgerweg Berlin-Wilsnack verläuft durch Plattenburg; auch die Bischofstour macht dort Halt. Diese historischen und kulturellen Ziele ergänzen die Natur- und Radwege um weitere mögliche Schwerpunkte für die Reise.

Besuche und Angebote planen

Das NABU-Besucherzentrum Rühstädt zeigt die Ausstellung „Weltenbummler Adebar“ zum Weißstorch und bietet eine Live-Übertragung der Fütterung von Storchenjungen. Zum Programm gehören Projekttage für Schulklassen, Ferienprogramme, Dorfführungen und thematische Veranstaltungen für verschiedene Altersgruppen. Für geführte Kanutouren auf der Löcknitz bietet das BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen Termine für Familien, Erwachsene und Schulklassen an; die Termine werden auf Anfrage vereinbart. Naturerlebnis und Umweltbildung gehören dabei zusammen.

Eine besondere kulinarische Ergänzung ist die Straußenfarm Westprignitz: Führungen mit Verkostung von Straußenwurst werden für Gruppen ab acht Personen nach telefonischer Vereinbarung angeboten. Klären Sie die Vereinbarung vor Ihrem Besuch erneut. Planen Sie die Orte und Erlebnisse, die Ihnen wichtig sind, und stimmen Sie Ihre Wege und Termine darauf ab.

Orte in der Prignitz entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Bad Wilsnack, Pritzwalk, Lenzen (Elbe), Gumtow, Plattenburg, Lanz, Weisen, Perleberg, Rühstädt, Gerdshagen, Groß Pankow (Prignitz), Wittenberge, Marienfließ, Meyenburg, Halenbeck-Rohlsdorf, Legde/Quitzöbel, Berge, Lenzerwische, Putlitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Brandenburg.

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