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Guben: Tuchmachergeschichte, PLASTINARIUM und ein grenzüberschreitender Park an der Neiße

Unterkünfte in Unterkünfte in Guben

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Guben bietet ganz unterschiedliche Anlässe, sich mit der Stadt zu beschäftigen: Die Ausstellung zur Geschichte der Tuchmacher führt durch eine lange Textiltradition, im PLASTINARIUM können Sie Präparatoren bei der Arbeit beobachten, und eine grenzüberschreitende Parkanlage führt ans Neißeufer. Auch für aktive Unternehmungen und Orte des Gedenkens finden sich konkrete Anknüpfungspunkte. Für Ihre Reiseplanung können Sie zunächst entscheiden, ob Kultur, Bewegung oder beides Ihren Aufenthalt prägen soll.

File:Postmeilensäule Guben 1.jpg File:Postmeilensäule Guben 1.jpg Foto: Clemensfranz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Tuchmachergeschichte zum Entdecken

Die Ausstellung „Geschichte der Gubener Tuchmacher“ umfasst eine vollständige Musterkollektion von Stoffen aus den Jahren 1873 bis 1990. Damit reicht ihr Blick über mehr als ein Jahrhundert Textilgeschichte. Zur Ausstellung gehören außerdem Filme zur Industriekultur für Besucher jeden Alters. Für Kinder werden Führungen angeboten; eine Museumsrallye eröffnet Gewinnmöglichkeiten. Eine Foto- und Selfie-Ecke mit dem Maskottchen Kopsinchen ergänzt das Angebot.

Die Ausstellungen zur Gubener Industriegeschichte sind besonders auf Familien zugeschnitten. Ihre Elemente sprechen unterschiedliche Sinne an: Besucher können sehen und beobachten, hören, fühlen und tasten sowie riechen. Vor der Ausstellung lädt eine Picknickwiese zum Entspannen ein. Welche Angebote aktuell verfügbar sind und wann sie stattfinden, erfahren Sie beim Museum; auch die Kombikarte sollten Sie vor einem Besuch prüfen. Sie ermöglicht neben dem Besuch der Ausstellung auch den des Stadt- und Industriemuseums.

Eine weitere historische Spur führt zur Sprucker Mühle: Sie ist eine ehemalige Getreidemühle im Gubener Ortsteil Altsprucke am Schwarzen Fließ. Auf ihrem Gelände befindet sich ein Fragment der originalen Sächsischen Distanzsäule. Eine Nachbildung steht am Abstieg zum Poetensteig. Der Dresdner Bildhauer Ralf Börnerow schuf sie zum Arbeiterfeiertag 1989. Die beiden Orte zeigen so unterschiedliche Bezüge zu derselben Säule.

Am Gubener Gedenkplatz erinnern Grabsteine an gefallene sowjetische Soldaten. Ein weiterer Gedenkstein erinnert an Otto Thiele und Franz Blümke, Opfer des Kapp-Lüttwitz-Putsches. Wer sich für die Geschichte der Stadt interessiert, findet hier einen anderen Zugang als in der Textilausstellung: Im Mittelpunkt stehen Erinnerung und konkrete Lebensschicksale.

Aktivitäten und Einblicke in Guben

Im PLASTINARIUM können Besucher die Entstehung anatomischer Lehrpräparate erleben und Präparatoren bei der Arbeit beobachten. Die Einrichtung in Guben gilt als weltweit einzigartig. Für die Ausstellung und ihre aktuellen Besucherinformationen empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick auf die Angaben des PLASTINARIUMs.

Wer eine sportliche Unternehmung sucht, findet mit der Reichenbacher Zinne einen künstlichen Kletterfelsen aus rotbraunen Betonplatten. Dort gibt es 17 Kletterrouten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads. Die Vielfalt der Routen ist ein konkreter Anhaltspunkt für die Planung; welche davon zu Ihrer Erfahrung passt, hängt von Ihren eigenen Fähigkeiten ab.

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Auch am Fluss bietet Guben einen besonderen Ortsbezug: Der grenzüberschreitende gemeinsame Park verbindet das westliche Ufer der Neiße mit der Theaterinsel auf polnischer Seite und dem Koenig Park. Eine Fuß- und Fahrradbrücke stellt die Verbindung her. So lässt sich der Park als eigener Schwerpunkt neben den Museen und der Industriegeschichte in die Reiseplanung aufnehmen.

Weitere Themen im Reiseziel Spree-Neiße

Im übergeordneten Reiseziel Spree-Neiße kommen weitere, eigenständige Landschafts- und Ausflugsthemen hinzu. Der Ostdeutsche Rosengarten Forst (Lausitz) ist eine 17 Hektar große Parkanlage mit zehntausenden Rosen in fast 1.000 Sorten. Der Spreeradweg durchquert die Region auf etwa 60 Kilometern und verläuft größtenteils auf asphaltierten Flussdeichen. Eine andere Perspektive auf die Landschaft bietet die Niederlausitzer Bergbautour: Sie führt an noch betriebenen Braunkohletagebauen und an nach dem Tagebau rekultivierten Landschaften entlang. Der Fürst-Pückler-Weg verbindet Zeugnisse der Landschaftsgestaltung aus Pücklers Zeit mit solchen aus der Gegenwart.

Für Kulturinteressierte gehören auch sorbische und wendische Traditionen zu den Themen der Region. Die Tour Sorbische Impressionen gibt Einblicke in das Leben und die Traditionen der sorbischen/wendischen Minderheit. Im Spreewald stehen Landschaft und regionale Küche im Vordergrund: Das UNESCO-Biosphärenreservat ist eine charakteristische Binnendeltalandschaft. Zu den Spezialitäten zählen eingelegte Gurken in saurer, Gewürz- oder Senfvariante, Leinöl mit Quark, Hefeplinse und Spreewaldfisch. Der Gurkenradweg erkundet Landschaft und Themen rund um das saure Gemüse.

Auch Museen und gestaltete Landschaften ergänzen die Auswahl im übergeordneten Reiseziel Spree-Neiße. Das Archäotechnische Zentrum Welzow ist ein Mitmachmuseum mit großem Freigelände und einer Ausstellung zum Thema „Mensch – Holz – Archäologie“. Veranstaltungen und Workshops richten sich an die breite Bevölkerung; eine Anmeldung ist dafür stets erforderlich. In Peitz umfasst das Eisenhütten- und Fischereimuseum eine Ausstellung zur Baugeschichte des Eisenhüttenwerks, die historische Quellen, Karten, Skizzen und Fotografien nutzt. Der UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen gehört ebenfalls zu den landschaftlichen Besonderheiten des Landkreises Spree-Neiße. Auf der Bärenbrücker Höhe führt ein Rundweg an Stelen des Künstlers Eberhard Krüger vorbei und bietet Ausblicke auf das Umland.

Weitere Reiseziele entdecken: Neuhausen/Spree, Groß Schacksdorf-Simmersdorf, Forst (Lausitz), Welzow, Werben, Schenkendöbern, Drebkau, Peitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Spree-Neiße.

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