Uckerland entdecken: Seen, Wege und Ortsgeschichte
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Uckerland lässt sich über unterschiedliche Maßstäbe kennenlernen: Ein Waldweg um den Haussee, geschützte Landschaften und historische Dorfkirchen setzen jeweils eigene Akzente. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich so eine Mischung aus Natur, Bewegung und Ortsgeschichte.
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Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wege, Wasser und Landschaft
Ein größtenteils von Wald umgebener, zwei Kilometer langer Wanderweg führt in Wolfshagen um den Haussee. Er bietet eine klar umrissene Möglichkeit, die Umgebung zu Fuß zu erkunden. Eine andere Perspektive eröffnet der Radweg Berlin–Usedom: Er führt durch die Ortschaften des Ortsteils Trebenow. Die beiden Angaben unterscheiden sich nach Fortbewegungsart und räumlichem Bezug – eine lokale Runde zu Fuß auf der einen, ein Radweg durch mehrere Ortschaften auf der anderen Seite. Im Sommer lädt außerdem der Große Lübbenower See zum Baden ein.
Auch die Landschaften setzen unterschiedliche Akzente. Das Köhntoptal bei Trebenow ist ein Naturschutzgebiet mit Trockenrasenhängen, auf denen verschiedene geschützte Pflanzen wachsen. Der Große und der Kleine Lübbenower See sind geschützte Landschaftsbestandteile und Brutgewässer für zahlreiche Wasservögel. Hier stehen trockene Hänge und Gewässer als unterschiedliche Naturthemen nebeneinander. Eine von den Wilsickower „Os“ geprägte Landschaft ist von Feldern und Wäldern eingerahmt und lädt zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren in der Umgebung ein. Westlich von Milow liegt das naturnahe Feuchtgebiet Birkenbruch, das als geschützter Landschaftsteil ausgewiesen ist. Eine Rosskastanienallee führt in den alten Lemmersdorfer Park, der eine Vielfalt unterschiedlicher Baumarten aufweist.
Wolfshagen: Baugeschichte und Tradition
In Wolfshagen erzählen mehrere Bauwerke von unterschiedlichen Epochen. Die 60 Meter lange Fliesenbrücke ist eine Bogenbrücke aus Feld- und Ziegelsteinen, die in den 1830er-Jahren errichtet und 1995 bis 1996 vollständig restauriert wurde. Im Ortszentrum steht die 1834 errichtete Königssäule; sie ist etwa 17 Meter hoch. Der 3,1 Hektar große Wolfshagener Park entstand im 17. Jahrhundert in der Nähe des Schlossgartens im französischen Stil. Anfang des 19. Jahrhunderts gestaltete Peter-Josef Lenné ihn zu einem englischen Landschaftsgarten um. Die Parkgeschichte zeigt damit einen Wandel der Gartengestaltung, während Brücke und Säule weitere, jeweils klar datierte Ortsmerkmale sind.
Auch die Kirche in Wolfshagen gehört zu diesem baulichen Bild: Der aufwendige neugotische Putzbau mit unregelmäßigem Grundriss wurde von 1850 bis 1858 errichtet. Am Westufer des Haussees befand sich im Mittelalter die Blankenburg; einige Feldsteinreste sind erhalten. Der 24 Meter hohe Bergfried wurde 1999 restauriert. Als jährliche Tradition findet in Wolfshagen das Rosenfest statt; erstmals gefeiert wurde es 1858.
Dorfkirchen und regionale Kontraste
Die Kirchen in den weiteren Orten unterscheiden sich in Bauweise und Ausstattung. Die Dorfkirche in Hetzdorf ist ein frühgotischer Feldsteinbau. Ihr reich verzierter, dreigeschossiger Altar stammt aus dem Jahr 1620 und zeigt szenische Reliefs zur biblischen Geschichte. Die mittelalterliche Feldsteinkirche in Wismar ist von einer starken Wehrmauer umgeben; sie besitzt zudem eine Orgel von historischem Wert im klassizistischen Stil. In Schlepkow verbindet sich ein Feldsteinbau mit einem Fachwerkturm aus dem 18. Jahrhundert. So stehen in Uckerland frühgotische, mittelalterliche und neugotische Bauformen neben einer Kirche mit Fachwerkturm und einer historischen Orgel.
Im größeren regionalen Rahmen liegt die Uckermark mit dem Naturpark Uckermärkische Seen. Der Park befindet sich inmitten der wasserreichen, sanft gewellten Uckermark und umfasst Klarwasserseen, Sölle und Moore. Er bietet mehr als 150 Kilometer Wasserwanderwege und über 600 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Diese regionalen Wegelängen bilden einen anderen Maßstab als der zwei Kilometer lange Rundweg um den Haussee in Wolfshagen. Für eine kulturelle Ergänzung in der Uckermark zeigt das Eisenbahnmuseum Gramzow historische Eisenbahnfahrzeuge aus unterschiedlichen Zeiten sowie Ausstellungen zu Gleisbau, Werkstattwesen, Betriebs- und Verkehrsdienst. An Fahrtagen ermöglicht die Museumsbahn Mitfahrten auf historischen Eisenbahnfahrzeugen und das Selbstfahren mit Draisinen.
Wenn Sie eine Unterkunft in Uckerland suchen, können Sie zuerst festlegen, welche Themen Ihre Reise prägen sollen: Wege und Seen, geschützte Landschaften oder Bau- und Ortsgeschichte. Die beschriebenen Angebote unterscheiden sich dabei nach Aktivität und Charakter und geben Ihnen mehrere Ansatzpunkte für die Planung Ihres Aufenthalts.
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