Zichow: Kirche, Schloss und Mühle
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Zichow verbindet Baugeschichte mit einer Landschaft, in der Wald und Ackerbau nebeneinander prägend sind. Kirche, Schloss und Mühle setzen unterschiedliche Akzente: von mittelalterlicher Architektur und barocker Geschichte bis zu erhaltener Mühlentechnik und Rundblicken über den Ort. Für Ihre Reiseplanung hilft die Frage, ob Sie vor allem die Bauwerke und ihre Geschichte interessieren oder ob Sie Zichow als Teil der größeren Uckermark kennenlernen möchten.
File:Dorfkirche und Friedhof Zichow 2018 E.jpg
Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirche und Schloss erzählen verschiedene Kapitel
Die Kirche Zichow ist ein Bauwerk des 13. Jahrhunderts. Ihr querrechteckiger Turm ist so breit wie das Schiff; daran schließt sich der eingezogene Rechteckchor an. Auch die Ausstattung gibt Hinweise auf unterschiedliche Epochen: In der Kirche befindet sich ein hölzerner Kruzifixus aus dem 16. Jahrhundert, während zwei Glocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammen. Architektur und Ausstattung verbinden hier mehrere Jahrhunderte in einem Bauwerk.
Ein anderer zeitlicher Schwerpunkt ist Schloss Zichow, das 1745 im barocken Stil errichtet wurde. Zur Anlage gehören ein sichtbarer Rest der alten Burganlage und der Fangerturm aus dem 13. Jahrhundert. Mit seiner neu angelegten Parkanlage steht das Schloss jährlich im kulturellen Mittelpunkt des Ortes. Das Schloss selbst wartet auf eine neue Nutzung. Dieser Umstand gehört ebenso zum Bild des Ortes wie die lange Baugeschichte: Die Anlage ist ein geschichtlicher Bezugspunkt, ohne dass daraus eine aktuelle Nutzung des Schlosses folgt.
Mühlentechnik und Ausblicke
Die Mühle Zichow verbindet erhaltene Technik mit einer Aussichtsperspektive. Die gut erhaltene Mühlentechnik kann besichtigt werden; von der oberen Etage reichen die Rundblicke über Zichow. Zu den genannten Blickzielen zählen Schloss und Park, das Randowtal, Schwedt, die Richtung Polen sowie Gramzow und die Umgebung. Damit ergänzt die Mühle die Bauwerke im Ort um einen Blick auf die Landschaft und ihre weitere Umgebung. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Öffnungsmöglichkeiten.
Waldlandschaft und Schutzgebiet
Der Zichower Wald liegt in einer von Ackerbau geprägten Umgebung. Neben dem nördlich gelegenen Zehnebecker Wald ist er dort das einzige größere Waldgebiet. Rotbuchen-, Eichen-Hainbuchen- und Auenwälder prägen seine Zusammensetzung. Diese Mischung unterscheidet die Waldlandschaft von den offenen, landwirtschaftlich geprägten Flächen ringsum und gibt Naturinteressierten mehrere konkrete Merkmale, auf die sie bei der Erkundung achten können.
Zum Naturraum gehört auch das FFH-Gebiet Zichower Wald - Weinberg (DE 2750-304). Der Managementplan vom 24. Februar 2020 beziffert seine Fläche auf circa 129,1 Hektar. Das Gebiet liegt im Landkreis Uckermark nordöstlich von Berlin und erstreckt sich über die Gemeinden Zichow und Gramzow. Waldgebiet und Schutzgebiet setzen damit unterschiedliche Akzente: Das eine beschreibt die örtliche Waldlandschaft, das andere fasst ein ausgewiesenes Gebiet mit einer bestimmten Fläche und Lage.
Zichow im größeren Rahmen der Uckermark
Uckermark ist der größere regionale Zusammenhang, in dem sich Zichow einordnen lässt. Die Region ist wasserreich und sanft gewellt; mehr als 500 Seen sowie Tausende kleinere Tümpel, Sölle, Moore, Bäche und Flüsse prägen sie. Auch der Naturpark Uckermärkische Seen gehört in diesen regionalen Maßstab. Er umfasst Klarwasserseen, Sölle und Moore. Diese Landschaftsmerkmale beschreiben die Uckermark, nicht ausschließlich Zichow, und ergänzen den Blick auf den Ort um eine weitere Ebene der Reiseplanung.
Die Uckermark wiederum steht für einen größeren Naturraum mit vielen Seen und weiteren Gewässern.
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