Warsow: Kirche, Orgel und Sude
Unterkünfte in Unterkünfte in Warsow
In Warsow treffen zwei Themen aufeinander, die eine Reise hier prägen können: die lange Geschichte der Kirche und die Landschaft an Sude und Beek. Wer sich für Baukunst und Ortsgeschichte interessiert, findet markante Details an der Kirche und ihrer Orgel. Naturinteressierte können sich mit dem Flusslauf, den beschriebenen Lebensräumen und einem Rundweg beschäftigen.
File:Warsow (Ludwigslust-Parchim), Kirche (04).jpg
Foto: Subbass1 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche von Warsow gilt als älteste Kirche im Amtsbereich des Amtes Stralendorf. Der gotische Bau wurde wahrscheinlich im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet. Sein Chor ist achteckig angelegt; der Turm ist in den einschiffigen Innenraum hineingezogen und scheint aus dem Dach emporzuwachsen. Oben trägt er eine mit Schiefer gedeckte achteckige Pyramide. Die ungewöhnliche Verbindung von Turm und Innenraum ist ein prägnantes Detail, auf das Sie beim Blick auf das Gebäude achten können.
Auch im Inneren sind historische Ausstattungsstücke erhalten: ein Taufbecken, eine Kanzel, das Gestühl von 1892 und eine alte geschnitzte Altarwand an der Nordseite. Die Friese-I-Orgel stammt aus dem Jahr 1833. Ursprünglich kam sie aus der Kirche in Wustrow auf Fischland/Darß; 1874 wurde sie von J. H. Runge in Warsow eingebaut. 1999 restaurierte sie der Rostocker Orgelbauer Schmidt. Die Orgel gilt als letztes Werk des Orgelbauers Friese I und deshalb als besonders bedeutend.
Die Ortsgeschichte reicht ebenfalls weit zurück: Warsow wurde 1217 erstmals urkundlich als Gut und Kirchdorf unter dem Namen Warsowe erwähnt. Im Turmraum der Kirche befindet sich der „Turm für Alle“, der umgestaltet und saniert wurde. Er ist mit Heizung, WC und Küche ausgestattet und kann vielseitig genutzt werden. So bietet der Kirchenraum neben seiner historischen Bedeutung auch einen eigenen Blick auf die heutige Nutzung des Turms.
Sude-Landschaft und Rundweg
Die Sude fließt entlang der südlichen Grenze des Gemeindegebiets von Warsow. Aus einem Moorgebiet hinter Mühlenbeck mäandriert sie an Warsow vorbei in Richtung Elbe. Die ursprünglichen Bach- und Flussbereiche von Sude und Beek bei Warsow umfassen Feuchtwiesen sowie Erlen, Weiden und Haselnüsse. Sie bieten Lebensraum für Biber und Eisvögel. Eingegrabene Flussläufe haben dort Steilufer mit geeigneten Voraussetzungen für Biber-Wohnhöhlen geschaffen. Für Ihre Naturbeobachtungen beschreibt das Gebiet somit nicht nur einen Flussverlauf, sondern auch unterschiedliche Lebensräume.
Eine Möglichkeit, Warsow in eine längere Wanderung einzubeziehen, ist der rund 21 Kilometer lange Rundweg „Rund um die Sude“. Er führt von Kothendorf nach Warsow, sieht dort einen kurzen Besuch der Kirche vor und verläuft anschließend weiter in Richtung Mühlenbeck. Damit verbindet die Routenbeschreibung einen kulturellen Halt mit dem Thema Sude.
Anreise und Unterkunftsplanung
Warsow liegt direkt an der Bundesstraße 321. Der nächstgelegene Bahnhof an der Bahnstrecke Schwerin–Hagenow befindet sich in Alt Zachun, etwa fünf Kilometer von Warsow entfernt. Wenn Sie mit der Bahn planen, prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan.
Wenn Sie sich stärker für Natur interessieren, können Sie die Sude-Landschaft und den Rundweg in Ihre Planung aufnehmen. Überlegen Sie, welchem Thema Sie Zeit widmen möchten, und wählen Sie Ihre Unterkunft entsprechend Ihrem Reiseplan.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Brahlstorf, Kloster Tempzin, Parchim, Karenz, Techentin, Göhlen, Neu Poserin, Gallin-Kuppentin.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ludwigslust-Parchim.