Godensholt zwischen Tief, Wald und Ortsgeschichte

Direkt südlich der Ortslage Godensholt liegt das Schutzgebiet am Godensholter Tief. Es umfasst einen Abschnitt des Fließgewässers, dessen Niederungsbereich und den angrenzenden Stieleichen-Birkenwald sowie Übergangsmoor- und Grünlandgesellschaften und Verlandungszonen. Mit 85,3 ha umfasst das Schutzgebiet mehrere Lebens- und Geländeformen. Die Verbindung aus Fließgewässer, Niederung, Stieleichen-Birkenwald, Übergangsmoor, Grünlandgesellschaften und Verlandungszonen prägt einen Naturraum mit Wasser, Wald und offenen Flächen. Für Naturinteressierte lassen sich diese Landschaftselemente als unterschiedliche Eindrücke gegenüberstellen. Der Schutzgebietsname bindet diesen Landschaftsraum an den konkreten Wasserlauf des Godensholter Tiefs.

Schutzgebiet und Waldlandschaft

Am Ortsrand von Godensholt liegt das Waldgebiet Loher Forst mit dem verwunschenen Drakampsee. Der Loher Forst lädt zu entspannten Spaziergängen in der Natur ein. Der Drakampsee setzt innerhalb der Waldlandschaft einen eigenen Wasserbezug. Wald und See stehen hier als zwei unterschiedliche Naturmotive nebeneinander. Wer einen Spaziergang plant, kann den Aufenthalt im Forst mit dem Drakampsee verbinden. Das Schutzgebiet liegt südlich der Ortslage; der Loher Forst befindet sich am Ortsrand von Godensholt.

Für die Orientierung am Loher Forst ist der Parkplatz „Am Drahkamp“ relevant: Er liegt nach etwa 1 km auf der rechten Straßenseite. Von dort führt der Weg zu Fuß weiter zum Drahkampsee und in den Loher Forst. Der Zugang kombiniert so den Straßenabschnitt bis zum Parkplatz mit dem anschließenden Fußweg.

Kapelle, Kunst und Ortsgeschichte

Die gegenwärtige Einraum-Kapelle Godensholt ist ein 1958 errichteter Neubau aus rotem Backstein. Der konkrete Bauzeitpunkt und das Material geben der Ortsansicht einen sakralen Bezug. Roter Backstein und Einraum-Grundriss prägen den Neubau; mit dem Baujahr 1958 gehört er zur jüngeren Baugeschichte Godensholts. Der sakrale Bezug steht neben den Naturmotiven von Tief und Forst.

Zum Drakamp Godensholt gehört ein nahezu 6 Meter großes monumentales Baumkunstwerk mit Raben- und Speermotiv. Der Lieblingsort Drakamp Godensholt ist mit einer Hörstation ausgestattet, deren Inhalte per QR-Code abgespielt werden können. Die Höhe und die Raben- und Speermotive geben dem Werk einen eigenständigen visuellen Bezug, während die Hörstation einen digitalen Zugang zu ihren Inhalten eröffnet.

Die Burg Godensholt war ein altes, von einem Wassergraben umgebenes Bauernhaus, das bei militärischen Konflikten als Festung diente. Der Ortsname Godensholt trug im Mittelalter die Form „Wodansholte“ und wird mit einem einst Wodan geweihten heiligen Wald in Verbindung gebracht. Der Wassergraben und die frühere Festungsfunktion gehören zur historischen Gestalt des Bauernhauses. Die mittelalterliche Form „Wodansholte“ und die Verbindung mit einem Wodan geweihten Wald führen zu einer älteren Namensgeschichte.

Konkrete Themen für Ihren Aufenthalt

Der Oskar Padd besteht bereits seit den 1950er-Jahren und verbindet die Taubenstraße mit der Lange Straße. Mit der Verbindung von Taubenstraße und Lange Straße gehört der Oskar Padd zur Ortsstruktur. Sein Bestehen seit den 1950er-Jahren setzt neben Kapelle, Burg und Namensüberlieferung einen weiteren zeitlichen Bezug.

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