Berumerfehn: Moor, Mühlen und Fehnkultur entdecken

File:Moorsee-Berumerfehn-msu-2020-0606-.jpg File:Moorsee-Berumerfehn-msu-2020-0606-.jpg Foto: Matthias Süßen via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Berumerfehn verbindet Hochmoor, Wald und eine anschauliche Fehnkultur. Zwischen historischen Bauwerken, Kanälen und besonderen Zeugnissen der Torfgeschichte entsteht ein Reiseziel für alle, die Landschaft und regionale Vergangenheit miteinander entdecken möchten.

Moor, Wald und Fehnkultur

Das Wald- und Moormuseum Berumerfehn befindet sich in einem früheren Dorfschulgebäude am Rand des Hochmoores direkt am Wald. Es behandelt die Entstehung des Moores, den Torfabbau, die Besiedelung Berumerfehns sowie Umwelt- und Naturschutz. Schulklassen und Gruppen können dort nach Absprache an Führungen teilnehmen.

Auch der Berumerfehnkanal erzählt von der Entwicklung der Region. Er wurde ab 1794 gegraben, um Torf auf dem Wasserweg nach Norden zu transportieren. Weil der Wasserstand des Berumerfehner Moores zehn Meter höher war als der Wasserspiegel des Norder Galgentiefs, waren für die Torfschifffahrt Kammerschleusen notwendig, die sogenannten Verlaate.

Historische Bauwerke und besondere Details

Das Kompaniehaus in Berumerfehn steht unter Denkmalschutz. Das heutige Gebäude wurde 1830 zur Erholung der Gesellschafter der Norder Fehn-Societät errichtet, nachdem diese eine halbtägige Reise von Norden nach Norderfehn zurückgelegt hatten. Zum historischen Umfeld gehört auch der Eiskeller, der vor mehr als 100 Jahren zur Kühlung von Getränken und Lebensmitteln des Kompaniehauses diente.

Ein markantes Bauwerk ist die Rote Mühle Berumerfehn. Sie ist ein zweistöckiger Galerieholländer mit einer Firsthöhe von 20,50 Metern. 1937 wurde sie unter Verwendung von Teilen einer Mühle aus Carolinensiel neu errichtet. Die Mühle wird weiterhin zum Mahlen von Getreide für Viehfutter genutzt.

Die Dorfkirche Berumerfehn wurde 1895 fertiggestellt. Zusammen mit dem Kompaniehaus, der Roten Mühle und dem Eiskeller macht sie die unterschiedlichen historischen Schichten Berumerfehns sichtbar, von der Fehnwirtschaft bis zur örtlichen Baugeschichte.

Mit dem Rad, zu Fuß und auf dem Wasser

Die „Ewiges Meer Route“ ist eine 32 Kilometer lange Radrundroute rund um die einstige Ausdehnung dieser Hochmoorregion. Am Weg steht der Pfahlgott Berumerfehn. Er kennzeichnet zehn Tafelstandorte mit Wissenswertem über das Moor und seine Geschichte. Damit verbindet die Route Bewegung mit einzelnen Stationen zur Landschafts- und Regionalgeschichte.

Der Berumerfehner Wald lässt sich bei einem Spaziergang zu Fuß erkunden. Dort steht an einem kleinen See das Denkmal Norder Fehngesellschaft, das an die Gründer des Norder Vehns erinnert. Eine andere Perspektive auf die Wasserwege bietet die Mittelwieke: In Berumerfehn ist eine Torfkahnfahrt möglich, und mit dem historischen Torfschiff „Selika“ können dort Ausflugsfahrten unternommen werden.

Bei der Auswahl eines Hotels in Berumerfehn können Sie Ihren persönlichen Schwerpunkt an diesen Themen ausrichten: Moor- und Siedlungsgeschichte, historische Mühlen und Bauwerke, eine Radrundroute, Spaziergänge im Wald oder die Torfschifffahrt auf der Mittelwieke. So bleibt die Reiseplanung eng mit den konkreten Besonderheiten des Ortes verbunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Großheide.

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