Loppersum entdecken: Fresenhus, Kirche und Wege

File:01 1066 Loppersum.jpg File:01 1066 Loppersum.jpg Foto: Jacek Rużyczka via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Wer Loppersum für einen Aufenthalt auswählt, trifft auf einen Ort, dessen Besonderheiten sich an Bauwerken, Gartenanlagen und Landschaftsbezügen zeigen. Das Herrenhaus Fresenhus, die evangelisch-reformierte Kirche, die historische Warfensiedlung und verschiedene Wege durch den Ort geben der Reise unterschiedliche Schwerpunkte.

Das Herrenhaus Fresenhus

Das Herrenhaus in Loppersum wurde 1859 anstelle der Burg von Loppersum errichtet. Nach seinem Eigentümer erhielt es den Namen „Fresenhus“. Das gut erhaltene Gebäude befindet sich in Privatbesitz und kann daher nur von außen besichtigt werden. Zum historischen Umfeld gehören die Wiesen des ehemaligen Schlingergartens, die die Villa des Fresenhus umgeben. Im Garten des Fresenhus wurde die Lindenallee im 19. Jahrhundert als Philosophenweg angelegt. Auch das Teehaus im Garten des Fresenhus hat eine frühere Funktion: Es wurde auch als Taubenhaus genutzt. Die Außenbesichtigung richtet den Blick auf die Villa und ihr Gartenumfeld; Wiesen, Lindenallee und Teehaus liegen im Umfeld des Fresenhus. Dabei verbinden sich Baugeschichte und Gartenanlage mit mehreren unterschiedlichen früheren Nutzungen des Geländes rund um das Herrenhaus.

Kirche mit Spuren mehrerer Jahrhunderte

Im Ortsteil Loppersum stammt die evangelisch-reformierte Kirche aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ersetzte den älteren gotischen Backsteinbau. Der Glockenturm trägt drei Glocken mit den Jahreszahlen 1411, 1743 und 1965. Im Innenraum befindet sich außerdem eine Privatempore der benachbarten Burgherren. Grabplatten aus dem 16. und 17. Jahrhundert ergänzen die historische Ausstattung der Kirche. Im Kirchenraum liegen Privatempore und Grabplatten; die drei Glocken im Turm tragen die Jahreszahlen 1411, 1743 und 1965.

Warfensiedlung, Hieve und Fortuna

Der historische Ortskern von Loppersum ist als typische Warfensiedlung anzusehen. Die Gemarkung von Loppersum grenzt im Osten an das Binnenmeer Hieve. Einen weiteren historischen Akzent setzt die Getreidemühle „Fortuna“, die 1886 erbaut wurde. Die Mühle wurde mit Teilen einer Wasserschöpfmühle aus Suurhusen wieder aufgebaut. Die Fortuna trägt die Jahreszahl 1886; beim Wiederaufbau kamen Teile einer Wasserschöpfmühle aus Suurhusen zum Einsatz.

Entdeckerpfad und Nünepad

Für eine selbstständige Erkundung ist der Entdeckerpfad durch Loppersum ein kostenloser Smartphone-Erlebnisweg im Freien, der jederzeit genutzt werden kann. Er besteht aus einem navigierbaren Rundweg. Der Rundweg führt durch Loppersum und verbindet die Smartphone-Navigation mit einer Erkundung unter freiem Himmel.

Der Nünepad spricht eine andere Form der Orts- und Landschaftserkundung an. Sein Verlauf verbindet Osterhusen, Suurhusen und Loppersum am Knockster Tief. Für einen kurzen Aufenthalt unterscheiden sich die Wege in ihrer Form: Der Entdeckerpfad ist ein Rundweg in Loppersum, während der Nünepad drei Orte am Knockster Tief verbindet. Die jederzeitige Nutzung des Entdeckerpfads schafft dabei keine feste Terminbindung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hinte.

Für die weitere Orientierung rund um benachbarte Orte bietet sich Suurhusen an.

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