Gifhorn: Mühlen, Schloss und Heide entdecken
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Gifhorn verbindet historische Bauwerke und Handwerk mit Wasser und einer geschützten Heidelandschaft. Im Stadtkern treffen Schloss, Schlosssee und Mühlenmuseum aufeinander; westlich im Ortsteil Winkel liegt die Gifhorner Heide. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kultur, Natur und Bewegung ausrichten – und die unterschiedlichen Seiten des Ortes kennenlernen.
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Foto: Torsten Maue from Magdeburg, Deutschland via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Schloss, See und Stadtkern
Das im 16. Jahrhundert erbaute Welfenschloss liegt am Nordrand der Kreisstadt Gifhorn zwischen dem Schlosssee und der Ise. Breite Wassergräben umgeben das Schloss und geben dem historischen Bau seinen besonderen Rahmen. Der Schlosssee liegt zentral in der Gifhorner Innenstadt zwischen Schloss und Mühlenmuseum. Dort gibt es Picknick- und Erholungsmöglichkeiten, einen großen Themenspielplatz und einen Fitness-Parcours: Der See verbindet damit eine Pause im Freien mit Angeboten für Spiel und Bewegung.
Auch der Marktplatz erzählt von Gifhorns Geschichte. Die protestantische St.-Nicolai-Kirche ist eine Barockkirche, die von 1733 bis 1744 erbaut wurde und am Marktplatz steht. Das Alte Gifhorner Rathaus stammt aus dem Jahr 1562 und diente bis 1843/44 als Rathaus der Stadt. Seine Schnitzfüllhölzer zeigen Handwerksberufe der Gifhorner Gilden, Tierbilder, Rankenwerk, geometrische Schmuckformen, gotische Texte und die Jahreszahl 1562. Architektur und Schnitzereien bieten dabei verschiedene Zugänge zur Geschichte des Gebäudes.
Mühlen und Wohnkultur
Das Internationale Mühlenmuseum Gifhorn zeigt historische Mühlen aus verschiedenen Ländern und macht traditionelle Handwerkskunst erlebbar. Wer sich neben den Mühlen auch für die Wohnkultur vergangener Zeiten interessiert, findet im Kavalierhaus einen weiteren historischen Ort: Baumeister Michael Clare errichtete es 1546 für den Schlosshauptmann Caspar von Leipzig. Die Museumswohnung EMMA zeigt die vollständig eingerichtete Wohnung der letzten Bewohnerin des Kavalierhauses, Emma Wrede, und vermittelt bürgerliche Wohnkultur aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zusammen eröffnen diese Besuche Einblicke in unterschiedliche Aspekte von Handwerk, Baugeschichte und Alltagsleben.
Gifhorner Heide und aktive Tage
Die etwa 32 Hektar große Gifhorner Heide liegt westlich im Ortsteil Winkel, im Naturraum Obere Allerniederung; sie umfasst einen Teilabschnitt des Allerurstromtals. Als bedeutendes Refugium für Fauna und Flora gehört sie zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000. Über die Straße Kellerberg ist die Heide erreichbar; diese mündet in den Winkeler Weg. Direkt am Eingang gibt es Parkmöglichkeiten. Prüfen Sie vor der Anfahrt die Zugangssituation.
Eine Möglichkeit, sich näher mit der Landschaft auseinanderzusetzen, ist die zweistündige geführte Wanderung „Hermann Löns und die Heide“. Sie behandelt unter anderem die Entstehung, Nutzung und Pflege der Heide. Wenn Sie diese Tour einplanen möchten, prüfen Sie vorab die Buchungsdetails. Auch Radwege und Radtouren führen durch Gifhorn und die Region – durch die Stadt, die Heide, zu Seen und durch Wälder sowie zu Sehenswürdigkeiten. Da sich einzelne Streckenbedingungen ändern können, empfiehlt sich ein aktueller Blick auf die jeweilige Route.
Regionale Angebote und weitere Perspektiven
Für einen Eindruck vom regionalen Angebot gehört auch der Wochenmarkt zum Gifhorner Alltag: Er findet jeden Mittwoch und Samstag statt und bietet wechselnde regionale und saisonale Angebote. An Feiertagen kann es Ausnahmen geben. Im Landkreis Gifhorn finden Sie Heideflächen, Wälder, Moorlandschaften, Flüsse und Seen. Mit dem Drömling gehört ein UNESCO-Biosphärenreservat zu diesem übergeordneten Reiseziel. Das Radwegenetz im Landkreis umfasst rund 700 Kilometer Freizeitradwege sowie zusätzlich rund 550 Kilometer Alltagsnetz mit Verbindungsstrecken.
Für die Wahl Ihres Hotels in Gifhorn können die Interessen den Ausschlag geben, die Ihre Reise prägen sollen: historische Bauwerke und Museen, Zeit am Schlosssee oder ein Ausflug in die Heide.
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