Oberharz: Bergbaugeschichte, Welterbe und Wege durch die Landschaft

File:Schießstand Oberharz-Kaserne Clausthal-Zellerfeld.jpg File:Schießstand Oberharz-Kaserne Clausthal-Zellerfeld.jpg Foto: Brezelpaul via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Oberharz verbindet UNESCO-Welterbe, Bergbaugeschichte und Wege durch eine abwechslungsreiche Landschaft. In Clausthal-Zellerfeld und im Oberharz finden Sie dafür unterschiedliche Anlaufpunkte: vom Museum über historische Wasseranlagen bis zu familienorientierten Erlebnissen. So können Sie Kultur, Natur, Bewegung und gemeinsame Aktivitäten in Ihre Reiseplanung einbeziehen.

Bergbaugeschichte mit konkreten Zeugnissen

Das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld wurde 1892 gegründet und zeigt die Entwicklung des Oberharzer Erzbergbaus vom Mittelalter bis zu seinem Ende im Jahr 1930. Ergänzend steht das eiserne Fördergerüst des Ottiliae-Schachts von 1876 für die technische Seite dieser Geschichte; es ist das älteste erhaltene seiner Art in Europa. Zusammen geben Museum und Fördergerüst der Bergbaugeschichte zwei klar unterscheidbare Perspektiven.

Wasserwirtschaft als Landschaftserlebnis

Zum UNESCO-Welterbe Oberharzer Wasserwirtschaft gehören 107 historische Teiche, insgesamt 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe. Die Welterbe-Wanderwege führen durch eine Landschaft mit Teichen, Gräben, Bergwiesen, Wäldern und vielfältiger Tierwelt. Informationstafeln vermitteln dabei Wissen über das Welterbe. Für Sie entsteht so eine Verbindung aus Bewegung, Landschaftsbeobachtung und Kultur, ohne dass die einzelnen Themen voneinander getrennt werden müssen.

Kultur und Orientierung in Clausthal-Zellerfeld

In Clausthal-Zellerfeld setzen mehrere Orte eigene Akzente. Die Marktkirche „Zum Heiligen Geist“ ist Deutschlands größte Holzkirche. Das Welterbe-Infozentrum verfügt über rund 170 Quadratmeter Ausstellungsfläche und zeigt ein 3D-Landschaftsmodell mit Videoprojektion. Der Robert Koch-Stadtrundgang führt zu Orten, die mit seiner Jugend verbunden sind, und dauert ohne den Besuch im Oberharzer Bergwerksmuseum etwa 2,5 Stunden. Damit lässt sich ein Kulturtag unterschiedlich gestalten: mit Architektur, räumlicher Orientierung oder einem biografischen Rundgang.

Führungen, Rundgänge und aktives Erleben

Auch das praktische Erleben gehört zum Oberharz. Im Oberharzer Bergwerksmuseum können Besucher durch die über- und untertägigen Anlagen des Schaubergwerks gehen. Auf dem frei zugänglichen Areal des Schachts Kaiser Wilhelm II. in Clausthal-Zellerfeld gibt es eine Ausstellung zur Technik und Geschichte der Oberharzer Wasserwirtschaft. Eine Erlebnistour beginnt am Welterbemonument Ottiliae-Schacht im Oberharz und umfasst eine Führung über das Gelände des ehemaligen zentralen Förderschachts mit Maschinenvorführungen.

Familien, Gruppen und besondere Termine

Für Familien bietet der Robinson-Abenteuerspielplatz an der Spiegelthaler Straße bergbaulich thematisierte Spielgeräte sowie einen zweistöckigen Förderturm mit Kletterpfad, Rutsche und einer 45 Meter langen Seilbahn. In der BRAUakademie in Clausthal-Zellerfeld können Gruppen ab vier Personen in Seminaren ihr eigenes Bier brauen. Der UNESCO-Welterbetag im Oberharz findet jährlich Anfang Juni statt und bietet besondere Führungen sowie vielfältige Veranstaltungen.

Unterkunft nach Reiseinteresse wählen

Wenn Sie ein Hotel im Oberharz auswählen, können diese Schwerpunkte Ihre Planung strukturieren: Wege und Tierwelt sprechen für bewegte Tage, Museen und Kirchen für Kultur, Spielplatz und Brauseminar für gemeinsame Erlebnisse. Entscheidend ist dabei, welche Themen Sie während Ihres Aufenthalts verbinden möchten.

Weitere Unterkunftsorte im Oberharz

Schulenberg im Oberharz, Wildemann, Buntenbock, Altenau

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Clausthal-Zellerfeld.

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