Bad Pyrmont zwischen Heilquellen und Kurpark
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Bad Pyrmont verbindet seine Heilquellen mit einem ausgeprägten Kurpark- und Kulturerbe. Wer den Ort für eine Reise auswählt, kann den Schwerpunkt auf Thermenerlebnisse, Gartenanlagen oder die Geschichte des Kurbades legen. Diese verschiedenen Seiten zeigen sich an markanten Orten wie dem Hylligen Born, der Hauptallee und dem Museum im Schloss.
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Foto: Gliwi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Heilquellen und Therme
Der Hyllige Born ist Pyrmonts älteste Heilquelle. Er sprudelt in einem zwölfsäuligen Brunnentempel vor der Wandelhalle, die sich im Herzen Bad Pyrmonts direkt an der Quelle befindet. In der Wandelhalle werden die Heilquellen ausgeschenkt; außerdem umfasst sie mehrere Geschäfte, ein Café und einen Veranstaltungsraum. Wenn Sie diese Angebote einplanen, prüfen Sie den aktuellen Betrieb vor Ihrer Reise.
Die HUFELAND Therme bietet einen anderen Zugang zum Thema Wasser: Ihr Solewasser hat einen Salzgehalt von zwei Prozent, dazu kommen Innen- und Außenbecken. Mehrere Saunen, ein Beauty- und Spabereich, ein Whirlpool und ein Eventbecken ergänzen das Angebot. Damit können Sie bei der Reiseplanung unterscheiden, ob Sie sich besonders für die historische Heilquelle und ihre Kurgeschichte interessieren oder für die beschriebenen Thermen- und Wellnessbereiche.
Kurpark, Alleen und Gärten
Im Kurpark setzt der Palmengarten einen besonderen Akzent: Er ist die nördlichste Palmenfreianlage Europas und umfasst mehr als 500 Kübelpflanzen verschiedener Arten. Die Palmen werden bis zu elf Meter hoch. Eine weitere Orientierung im Park bietet das historische Alleensystem, das rund 3.000 Meter lang ist. Die Klosterallee gehört dazu.
Auch für unterschiedliche Jahreszeiten hält der Park konkrete Eindrücke bereit. Der 300 Meter lange Azaleenweg wurde 1926 gestaltet; seine sommergrünen Azaleen blühen im Mai in Farben von Gelb bis Rosa und verströmen einen intensiven Duft. Der Barfuß-Parcours ist mehr als 180 Meter lang und rund 1,50 Meter breit. Er kann ganzjährig, auch im Winter, begangen werden, ist aber ausschließlich barfuß zu nutzen. Wenn Sie Ihre Parkzeit planen, stehen damit eine ausdrücklich saisonale Blüte und ein Parcours mit ganzjähriger Nutzung nebeneinander – bei letzterem gilt die Barfuß-Regel zu jeder Jahreszeit.
Im westlichen Teil des Kurparks umfasst das Asiatische Refugium einen Japanischen Garten mit Liegen sowie einen Hortensiengarten, einen Ahorngarten und einen Schneeballgarten. Im Telemanngarten steht ein um 1810 gebautes Teehaus. Besucher können dort bei einer Tasse Tee die Ruhe des Parks genießen und sich auf den Entspannungsliegen der benachbarten Wiese ausruhen. Im Bergkurpark ist außerdem der Ewilpa® Bad Pyrmont frei zugänglich. Das kostenlose Sammeln essbarer Wildpflanzen ist ausdrücklich erwünscht, ausgenommen an Station 14; beachten Sie diese Ausnahme, wenn Sie sammeln möchten.
Kurstadt und Kulturgeschichte
Die Hauptallee bildet die Zentralachse der Kurstadt und gilt als eine der ältesten Kurparkanlagen Deutschlands. Mächtige Lindenbäume begleiten das Flanieren, und entlang der Allee gibt es ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Wer sich für Stadt- und Badgeschichte interessiert, findet im Museum im Schloss Bad Pyrmont einen anderen Schwerpunkt: Seit 1987 beherbergen die barocken Räume auf der Schlossinsel stadt- und badgeschichtliche Sammlungen. Das Museum erinnert auch an eine knapp 2.000 Jahre alte Geschichte der Pyrmonter Quellen.
Die großen und kleinen Schlosshöfe der Schlossinsel bilden jedes Jahr die Kulisse für Veranstaltungen des «Pyrmonter Sommers». Da das Programm für Ihre Reisezeit entscheidend sein kann, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine vorab. Ein historischer Rundgang lässt sich mithilfe der Weserbergland-App verfolgen; dabei lernen Besucher die bedeutendsten Orte des Kurbades kennen.
Auch die Geschichte der Dunsthöhle führt in die Vergangenheit des Ortes: Sie liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem im 17. Jahrhundert Buntsandstein abgebaut wurde. Steinbrucharbeiter bemerkten dort ab einer bestimmten Tiefe einen «Dunst». Zur Kurgeschichte gehört zudem ein trockenes Schweißbad: 1720 ließ Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont mit Genehmigung ein steinernes Gewölbe über der dünstenden Grube und darüber ein kleines Gebäude errichten, damit Kurgäste es nutzen konnten.
Die beschriebenen Orte geben dafür konkrete Anhaltspunkte, ohne dass Sie alle Interessen in dieselbe Reiseplanung legen müssen.
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