Marienhagen entdecken: Kalk, Wege und Dorfgeschichte
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Marienhagen verbindet Kalklandschaft, aussichtsreiche Wege und dörfliche Geschichte. Naturbeobachtung, Bewegung, Kirchen- und Ortsgeschichte sowie Angebote für Familien ergeben ein vielseitiges Ziel für Tagesausflug oder Aufenthalt.
File:Alter Steinbruch bei Marienhagen - panoramio.jpg
Foto: dysy31039 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche in Marienhagen ist ein rechteckiger Bruchsteinbau mit Eckquaderung und wurde 1796–98 errichtet. Die Marienkirche in Marienhagen beherbergt eine 1857 als Opus 42 von Philipp Furtwängler & Sohn erbaute Orgel mit insgesamt 496 Pfeifen. Ihre originale mechanische Schleiflade auf Manual und Pedal, zwei Keilbälge, die Tretanlage und die Furtwänglersche Eisenmechanik sind erhalten. Die Orgel steht unter Denkmalschutz und wurde nach ihrer Sanierung mit dem Prädikat „Orgel des Monats“ ausgezeichnet. In der Marienkapelle trug ein Marienbild, dem man wundersame Kräfte nachsagte, dazu bei, dass Dorhagen zu einem Pilgerort wurde.
Die Heimatstube in Marienhagen wurde 2002 eröffnet und widmet dem Kalkwerk von Marienhagen einen eigenen Raum, in dem Besuchern dessen Geschichte anschaulich erklärt wird. Sie hat keine festen und regelmäßigen Öffnungszeiten; telefonisch lässt sich jedoch ein Besuchstermin vereinbaren. Auf dem Friedhof steht ein Denkmal für den Gründer des Kalkwerks, Friedrich Rogge. Eine der beiden erhaltenen Wasserpumpen befindet sich zwischen dem Wohnhaus Hauptstraße 84 und der Straße; vor dem Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung versorgte sie die Einwohner mit Trinkwasser. Die historische Paderborner Heerstraße verlief bei Marienhagen auf dem Verlauf der heutigen Bundesstraße 240.
Kalkbrüche und Natur
Die stillgelegten Kalksteinbrüche von Marienhagen beherbergen bis zu sieben verschiedene, unter Naturschutz stehende Orchideenarten. Auf dem kalkhaltigen Boden der Steinbrüche rund um Marienhagen hat sich außerdem eine Tier- und Pflanzenwelt mit verschiedenen Eidechsenarten entwickelt. So treffen an den ehemaligen Abbauflächen Naturbeobachtung und die Geschichte des Kalkwerks aufeinander.
Wanderwege mit Weitblick
Der Ith-Hils-Weg ist auch in Marienhagen gut ausgeschildert. Der Pottlandweg 1, der Panoramaweg, verläuft direkt über Marienhagen und bietet Ausblicke auf das Külftal. Der Pottlandweg 3, der Steinbruchweg, führt zum geologischen Lehrpfad des Weenzer Bruchs und zu den stillgelegten Steinbrüchen von Marienhagen.
Der Hans-Froböse-Weg führt seit 2014 zu einer Schutzhütte, von der aus man einen guten Blick auf das Külftal und den Höhenzug Külf hat. Eine weitere Option ist der 14,4 km lange Rundwanderweg Steinburchweg (DU3): Er verläuft von Duingen über Weenzen und zurück über den Duinger Berg und berührt dabei den Ith-Hils-Wanderweg zwischen Marienhagen und Duingen. Damit können Sie zwischen Ortswegen, Panoramaaussichten, Geologiebezug und einer längeren Rundwanderung unterscheiden.
Familienzeit und Unterkunft
Das Familienbad Marienhagen verfügt über ein Schwimmbecken mit 32-Meter-Wasserrutsche, ein Kinderbecken mit Sonnensegel und einen Kiosk. Die Kunstschule Marienhagen bietet in ihrem Haus an der Hauptstraße verschiedene Kurse an, in denen Kinder und Jugendliche kunsthandwerkliches Wissen vermittelt bekommen. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie den Schwerpunkt daher an Wanderwegen, Kultur, Naturbeobachtung oder Familienzeit ausrichten.
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