Balge: romanische Kirche und Ahorn-Tour
Unterkünfte in Unterkünfte in Balge
Balge setzt einen klaren kulturellen Akzent: Die St.-Bartholomäus-Kirche bewahrt mehrere Bauteile überwiegend in ihrer ursprünglichen romanischen Form. Auch die Ahorn-Tour führt an spätromanischen Kirchen in Balge und Marklohe vorbei.
Romanische Baugeschichte in Balge
Die St.-Bartholomäus-Kirche stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1200. Turm, Hauptteil des Kirchenschiffs, Taufstein und Altarplatte sind überwiegend in ihrer ursprünglichen romanischen Form erhalten; der Chor wurde später hinzugefügt. So stehen im selben Kirchenbau romanische Bestandteile und eine spätere Ergänzung nebeneinander. Wer sich für Architektur interessiert, findet hier einen konkreten Anlass, auf die unterschiedlichen Bauphasen eines Gebäudes zu achten – statt die Kirche nur als einheitlichen Bau zu betrachten.
Die Ahorn-Tour eröffnet einen anderen Blick auf das Thema: Sie führt an spätromanischen Kirchen in Marklohe und Balge vorbei. Während die Kirche in Balge durch ihre benannten Bauteile und deren Baugeschichte geprägt ist, nimmt die Tour Kirchen an zwei Orten in den Blick. Ihre Nutzbarkeit ist nicht garantiert; prüfen Sie deshalb vor dem Aufbruch die Bedingungen. So können Sie das kulturelle Interesse mit der praktischen Tourenplanung verbinden, ohne den tatsächlichen Wegzustand vorauszusetzen.
Weitere Ziele im übergeordneten Reiseziel Nienburg
Im übergeordneten Reiseziel Nienburg erweitert das Museum Nienburg den Blick auf die Geschichte des Mittelweserraums: In drei historischen Gebäuden zeigt es dessen Entwicklung von der Anwesenheit der ersten Menschen bis zur Gegenwart. Hauptgebäude ist der Fresenhof, ein Burgmannshof aus dem 16. Jahrhundert. Zum Museum gehören außerdem das Spargelmuseum, der Biedermeiergarten und ein Lapidarium; die klassizistische Villa gibt vertiefende Einblicke in das 19. Jahrhundert. Balges Kirche setzt damit einen konkreten architektonischen Akzent, während das Museum größere Zeiträume und verschiedene Themen des Mittelweserraums umfasst.
Weitere kulturelle Schwerpunkte im übergeordneten Reiseziel Nienburg liegen in Klöstern und sakraler Kunst. Das Kloster Schinna befindet sich im Ortsteil Schinna der Gemeinde Stolzenau und ist ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung. Das Kloster Loccum ist ein 1163 erbautes Ordenshaus. In Bücken besitzt die Stiftskirche St. Maternian et St. Nicolai bedeutende Kunstschätze, darunter ein Triumphkreuz aus dem Jahr 1230 und reich bebilderte Glasfenster aus dem 13. Jahrhundert. Damit stehen unterschiedliche Interessen nebeneinander: Klosterbau auf der einen, historische Kunstwerke in einer Stiftskirche auf der anderen Seite.
Auch Ortsgeschichte lässt sich im übergeordneten Reiseziel Nienburg an konkreten Bauwerken entdecken. Das historische Scheunenviertel Im Schünebusch in Estorf bewahrt neun traditionelle Scheunen. Sie beherbergen ein Heimatmuseum mit Ausstellungen zu landwirtschaftlichen Geräten, bäuerlicher Wohnkultur, einer Backstube und der Dorfgeschichte. In der Radler-Scheune können Gruppen nach Voranmeldung ein uriges Nachtlager aufschlagen. In Landesbergen beherbergt die 1872 erbaute Hochzeitsmühle eine kleine Ausstellung zur Ortsgeschichte.
Für eine andere thematische Wahl bietet der Dinosaurier-Park Münchehagen im übergeordneten Reiseziel Nienburg Naturgeschichte: Dort sind mehr als 300 Dinosaurier-Trittsiegel zu sehen, die von einer Zeit vor etwa 140 Millionen Jahren zeugen. Der Park bietet insbesondere für kleine Kinder Mitmach-Aktivitäten an, darunter die Ausgrabung eines 25 Meter langen Skeletts. Solche Angebote ergänzen die historischen Themen um einen ganz anderen Blick auf Vergangenheit.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Raddestorf, Hassel (Weser), Estorf, Bücken, Leese, Warpe, Eystrup, Husum.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nienburg.