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Atter zwischen See, Wald und Geschichte

Unterkünfte in Unterkünfte in Atter

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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File:Osnabrück - Atter - Gut Leye 02.jpg File:Osnabrück - Atter - Gut Leye 02.jpg Foto: Basotxerri via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Atter verbindet eine künstlich entstandene Seenlandschaft mit historischen Spuren. Gut Leye bewahrt Bezüge zur klösterlichen Landwirtschaft und zur Baugeschichte. Baracke 35 führt in die Geschichte von Holzbaracken, Denkmalschutz und Friedensgedanken. Die Verbindung von Landschaft, Baugeschichte und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eröffnet Ihnen unterschiedliche Zugänge zu Atter.

Der Attersee und seine besondere Entstehung

Der Attersee ist ein künstlicher See, der durch Sandgewinnung für den Bau der Hansalinie entstanden ist. Wer sich für Landschaftsveränderungen interessiert, findet am Attersee einen anschaulichen Zusammenhang zwischen menschlicher Bautätigkeit und der Form des Gewässers. Zugleich gehört der Attersee zu den offiziellen Badegewässern in Stadt und Landkreis Osnabrück. Die Einordnung als offizielles Badegewässer ergänzt die Entstehungsgeschichte um eine zusätzliche Perspektive auf den See. Die Entstehung des Gewässers macht den Landschaftswandel in Atter an einem konkreten Beispiel sichtbar und verbindet Naturwahrnehmung mit Ortsgeschichte. Für Ihren Besuch macht diese Verbindung den See als Landschafts- und Ortsgeschichtsthema gleichermaßen lesbar. Seine Entstehung unterscheidet ihn von einem natürlich entstandenen See: Die Wasserfläche ist mit einem konkreten Bauprojekt und der dafür nötigen Sandgewinnung verbunden. Das Bauprojekt prägte damit nicht nur die Verkehrsverbindung, sondern auch die Form der umgebenden Landschaft.

Gut Leye: Spuren vom 15. Jahrhundert bis zur Renaissance

Im 15. Jahrhundert entstand Gut Leye, als die Kreuzbrüder des Klosters Osterberg in der Grafschaft Tecklenburg mehrere Einzelhöfe in der Bauerschaft Leye in Atter erwarben. Sie vereinigten die Höfe zu einem großen Gut und betrieben dort klösterliche Landwirtschaft.

Das zweistöckige Herrenhaus von Gut Leye mit den Vorgebäuden wurde 1703 im Renaissancestil erbaut. Die Kapelle von Gut Leye wurde 1906 erbaut. Die Baujahre 1703 und 1906 bieten Ihnen zwei konkrete Bezugspunkte, um Herrenhaus und Kapelle zeitlich einzuordnen.

Baracke 35 und der Friedensgedanke

Auch Baracke 35 steht für eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Die Holzbaracken der Baracke 35 wurden zwischen 1935 und 1937 ursprünglich als Kasernen der Wehrmacht errichtet. Im Jahr 2009 stellte das Niedersächsische Ministerium für Kultur und Wissenschaft Baracke 35 unter Denkmalschutz. Baracke 35 steht für Veranstaltungsformen offen, die den Friedensgedanken stärken. Die zeitliche Folge von Errichtung, Denkmalschutz und friedensbezogenen Veranstaltungsformen erweitert den Blick über die ursprüngliche militärische Nutzung hinaus.

Unterwegs zwischen Wald, Rad- und Wanderwegen

Im Umfeld von Gut Leye prägen ausgedehnte Wälder den Ort; rund um das Gut kann man spazieren. Das Attersee-Freizeitgelände verfügt außerdem über vielfältige Rad- und Wanderwege. Der Wechsel vom historischen Gut zur Seenlandschaft verbindet in Atter zwei unterschiedliche Schauplätze für Kulturgeschichte und Bewegung im Freien. Für die Planung eines Tages mit Kulturgeschichte und Bewegung lassen sich die Orte daher getrennt betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Osnabrück.

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