Funnix: Backsteinkirche, Skulpturengarten und Fahrradpad

File:Wittmund-Funnix-Altfunnixsiel Harle März-2017 DSC 1101.JPG File:Wittmund-Funnix-Altfunnixsiel Harle März-2017 DSC 1101.JPG Foto: C. Löser via Wikimedia Commons, CC BY 3.0 de

Funnix verbindet historische Backsteinarchitektur, zeitgenössische Stahlplastik und eine Fahrradroute, die über Altfunnixsiel in den Ort führt.

St. Florian auf der hohen Warft

Die Backsteinkirche St. Florian in Funnix wurde im 14. Jahrhundert auf einer hohen Warft erbaut. Schon die Verbindung aus Backsteinbau und erhöhter Warft gibt dem Kirchengebäude einen klaren historischen Charakter. Für kulturinteressierte Reisende ist außerdem die Orgel in der St.-Florian-Kirche bemerkenswert: Sie ist die letzte Orgel des ostfriesischen Orgelbauers Johann Friedrich Constabel. Für kulturinteressierte Besucher liegen in St. Florian zwei unterschiedliche Blickpunkte im selben Kirchenbau: der mittelalterliche Backsteinbau auf der Warft und die Orgel mit ihrer ostfriesischen Zuordnung. Der Blick kann vom äußeren Baukörper zum Instrument im Kircheninneren wechseln. Bei der Besichtigung verbinden sich Architektur und Orgelbaugeschichte an einem konkreten Ort. Die hohe Warft und das Orgelwerk setzen dabei jeweils einen eigenen Akzent neben dem Backsteinbau.

Stahlplastik und weiter Himmel im Skulpturengarten

Ein eigener Akzent entsteht durch die begehbare Corten-Skulptur „Marschblick“ im Skulpturengarten Funnix. Ein geöffneter Fensterrahmen lenkt den Blick auf die flache ostfriesische Landschaft mit weitem Himmel. Der Fensterrahmen markiert die sichtbare Grenze zwischen der Cortenform und dem Landschaftsausschnitt. Die flache ostfriesische Landschaft erscheint dadurch innerhalb des Werks als gerahmter Blick. Bei der Betrachtung treten Material, Öffnung und weiter Himmel gemeinsam hervor. Die Skulptur macht damit nicht nur das Material Stahl, sondern auch die Landschaft selbst zum Teil der Wahrnehmung. Wer gern ungewöhnliche Perspektiven entdeckt, kann hier Kunst und Landschaft in einem Motiv betrachten.

Der Skulpturengarten Funnix zeigt seit 2007 in jährlich wechselnden Ausstellungen Werke nationaler und internationaler Künstler. Zugleich verbindet die Anlage eine Gartenanlage mit zeitgenössischer Stahlplastik. Den größten Teil der Sammlung bilden Arbeiten des heimischen Stahlplastikers Leonard Wübbena. Dadurch treffen wechselnde künstlerische Positionen auf einen deutlich erkennbaren Schwerpunkt aus der Region. Der jährliche Wechsel der Ausstellungen ergänzt den regionalen Sammlungsschwerpunkt um neue künstlerische Positionen. Wer den Garten zu unterschiedlichen Zeitpunkten besucht, trifft deshalb nicht zwingend auf dieselbe Ausstellung. Der regionale Sammlungsschwerpunkt steht dabei neben dem jährlichen Wechsel. Für einen Aufenthalt in Funnix ergibt sich daraus ein kulturelles Thema, das über ein einzelnes Werk hinausgeht und verschiedene Zugänge zur Gegenwartskunst eröffnet.

Funnix mit dem Fahrrad entdecken

Auch der Jan-Schüpp-Fahrradpad setzt einen eigenen Schwerpunkt. Er führt über Altfunnixsiel weiter nach Funnix und verläuft abschnittsweise entlang der Harle. Auf dem Jan-Schüpp-Fahrradpad ist bei Funnix außerdem ein etwa 2,8 km langer Abstecher hin und zurück zum Skulpturengarten möglich. Die ungefähre Länge hilft Ihnen, diesen Abstecher bei der persönlichen Tagesplanung realistisch einzuordnen. Der Abstecher bindet den Skulpturengarten als konkretes Ziel in den Verlauf des Fahrradpads ein. Die ungefähre Distanz kann dadurch als eigener zusätzlicher Abschnitt der Tagesplanung berücksichtigt werden. Der Hauptverlauf über Altfunnixsiel und entlang der Harle bleibt vom Abstecher zum Garten unterscheidbar.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Wenn Sie Funnix mit weiteren Zielen für Ihre Reiseplanung ergänzen möchten: Carolinensiel, Buttforde, Harlesiel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Wittmund.

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