Lucklum zwischen Rittergut, Pilgerweg und Lindenallee

File:DEU Niedersachsen Lucklum 250719 001.jpg File:DEU Niedersachsen Lucklum 250719 001.jpg Foto: ClausNe via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Das Rittergut Lucklum geht auf den Deutschen Orden zurück. Wegen seiner Lage an der Handelsstraße zwischen Magdeburg und Hildesheim war Lucklum im Mittelalter ein wichtiges kirchliches und wirtschaftliches Zentrum. Lucklum ist ein Pilgerort am Braunschweiger Jakobsweg. Kulturinteressierte können in Lucklum nach Spuren von Handelsweg, Ordensgeschichte und Wallfahrt Ausschau halten.

Historischer Kern von Lucklum

Die ehemalige Kommende des Deutschen Ritterordens und ihre Kirche befinden sich in Lucklum. Der historische Bezug des Ritterguts reicht bis in die Zeit des Deutschen Ordens zurück, während der Jakobsweg den Pilgerort mit einer Wegstrecke verbindet.

Rittergut und Lindenallee

Das Rittergut Lucklum befindet sich in Privatbesitz. Öffentlich zugänglich sind das Hofcafé-Areal im Wirtschaftshof, die Lindenallee und die Gutskirche. Der Gutspark und der Rittersaal werden dagegen nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Wer einen regulären Rundgang in Lucklum plant, richtet ihn an den drei öffentlich zugänglichen Bereichen aus; Gutspark und Rittersaal lassen sich nur bei einem passenden besonderen Anlass einbeziehen. Die Zugangsabgrenzung gehört deshalb zur Planung eines Besuchs vor Ort.

Die 200 Jahre alte, vierreihige Lindenallee in Lucklum wurde vollständig saniert und im Sommer 2018 feierlich eröffnet. 2019 wurden an der Lindenallee kleine Plätze und Sitzgelegenheiten für Besucher und Passanten angelegt. Wer die Allee zu Fuß begeht, kann die Plätze als kurze Pause nutzen. Eine Pause an der Lindenallee lässt sich unabhängig von der längeren Wanderung planen; die angelegten Plätze liegen direkt an diesem Wegabschnitt.

Pilgerweg und Wanderziel

Seit 2019 säumen Pilgerwegskulpturen des Bildhauers Magnus Kleine Tebbe aus Braunschweig die Pilgerwegstrecke rund um das Rittergut Lucklum. Am Ende der Lindenallee steht ein drei Meter hoher Christuskopf aus Holz. Wer den Weg abschnittsweise geht, kann den Christuskopf am Ende der Allee als Wendepunkt des Spaziergangs einplanen. Am Alleeende setzt der Christuskopf einen festen Endpunkt; die Skulpturen stehen entlang der Pilgerwegstrecke rund um das Rittergut.

Der Elm-Zielwanderweg 3 (Lucklum–Erkerode–Eilumer Horn) beginnt am Rittergut Lucklum. Sein Hinweg umfasst 6,4 km und 230 Höhenmeter. Der Weg verbindet Lucklum mit Erkerode und dem Eilumer Horn. Für die Tagesplanung ist zwischen Hinweg und Rückweg zu unterscheiden: Die 6,4 km und 230 Höhenmeter gelten für die Strecke vom Rittergut aus; wer zum Ausgangspunkt zurückkehrt, ergänzt Gehzeit und Distanz um den Rückweg. Der Weg ist damit als Wanderung ab Lucklum mit gesondert zu planender Rückkehr angelegt.

Östlich der Steinmühle in Lucklum wurde im Rahmen der Maßnahmen eine Brücke über die Wabe gebaut. Die Lage an der Steinmühle und die Querung der Wabe geben für den östlichen Bereich von Lucklum einen konkreten Orientierungspunkt. Wer diesen Abschnitt in eine Wanderung einbezieht, kann den Brückenstandort als zusätzlichen Zwischenpunkt einplanen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erkerode.

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