Ennepetal
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Ennepetal verbindet Höhlenerlebnis und Industriekultur mit Talsperrenlandschaft und Wanderwegen. Die Kluterthöhle setzt einen besonderen Akzent: Sie ist das einzige Nationale Naturmonument des Ruhrgebiets. Wer sich für die Geschichte von Handwerk und Produktion interessiert, findet im Industriemuseum und am Krenzer Hammer andere Zugänge zur Stadt. Für die Reiseplanung können Sie überlegen, welche dieser Themen Ihren Aufenthalt prägen soll – Natur, Bewegung oder Technikgeschichte.
Foto: Dagobert Wiedamann
Industriegeschichte im Museum und am Hammer
Das Backsteingebäude des Industriemuseums Ennepetal wurde 1890 ursprünglich für die Produktion von Holzschrauben errichtet und von 1951 bis 2005 als Eisengießerei genutzt. Die Sammlung greift diese Vergangenheit mit unternehmensgeschichtlichen Gussstücken, Modellen, Arbeitsgeräten und Fotos aus der Zeit der Eisengießerei auf. Auch die Architektur erzählt von der Nutzung: Die Decken werden von 60 gusseisernen Säulen getragen.
Das Museum will Technik als Mitmachangebot vermitteln. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Gießen und Schmieden; hinzu kommen die Bergbaugeschichte der Region und spanende Fertigungsverfahren. So können Sie beim Besuch unterschiedliche Aspekte der Arbeits- und Technikgeschichte in den Blick nehmen.
Am Krenzer Hammer zeigt sich die Schmiedekunst als fortgesetzte Produktion: Die historische Werkzeugfabrik liegt im Tal der Ennepe und ist Ennepetals letzte noch produzierende Freiformschmiede. Dort entsteht Spezialwerkzeug für verschiedene Berufsgruppen. Für Schulen und andere Interessierte werden Besichtigungen und Führungen zum Schmiedehandwerk angeboten. Unter Aufsicht können Teilnehmende dabei ein kleines Schmiedestück herstellen.
Kluterthöhle: Führungen durch einen Teil der Gänge
Die Kluterthöhle umfasst 380 Gänge. Führungen führen durch einige davon; dazu gehören Normalführungen ebenso wie Kriech- und Krabbeltouren. Das Angebot macht die Höhle auf unterschiedliche Weise erlebbar, ohne dass bei einer Führung sämtliche Gänge besucht werden. Im übergeordneten Reiseziel Ennepe-Ruhr-Kreis können alle verfügbaren öffentlichen Führungen und Veranstaltungen in der Kluterthöhle online gebucht werden.
Talsperre, Aussicht und Wege
Die Heilenbecke-Talsperre gilt als älteste Talsperre Südwestfalens. Sie ist auch ein Punkt auf der Wanderstrecke „Sonne, Wald und Wasser“. Die Route führt vom Klutertbad über das Hülsenbecker Tal, Dorn, Niederhülsenbecke, den Parkplatz Uhlenbart und die Talsperre nach Niederklütingen, Filde, Herminghausen, Rüggeberg und Willringhausen; anschließend geht es über das Hülsenbecker Tal zurück zum Klutertbad. Als ungefähre Gehzeit sind sechs Stunden angegeben.
Auch der Handwerkerweg ist mit einer ungefähren Gehzeit von sechs Stunden beschrieben. Er führt von Voerde über den Waldlehrpfad, den Bilsteiner Kopf, das Tal der Ennepe, den Krenzer Hammer, die Finkenberger Mühle, die Landbäckerei Hasenkehrmühle und die Hasper Talsperre zurück nach Voerde. Die beiden Zeitangaben bieten einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie zwischen diesen Wanderungen wählen.
Für einen Blick ins Tal können Sie die Aussichtsplattform Hohenstein in den Blick nehmen. Sie wurde auf einem Felsabhang errichtet und eröffnet Sicht in das Tal der Ennepe und auf die Gutsanlage Ahlhausen. Im Hülsenbecker Tal lassen sich Tiere in Wildgehegen, Vogelvolieren und auf den Teichen beobachten: darunter Enten, Ziegen, Esel, Damwild, Meerschweinchen und Waschbären sowie weitere Tiere.
Im übergeordneten Reiseziel Ennepe-Ruhr-Kreis sind an der Glörtalsperre Wandern und Joggen möglich. In den warmen Sommermonaten besteht dort außerdem die Möglichkeit, in sauberem, natürlichem Wasser zu baden.
Den Aufenthalt nach Ihren Interessen planen
Die beschriebenen Wanderwege geben Ihnen zusätzlich eine Orientierung für längere Touren.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ennepe-Ruhr-Kreis.