Sprockhövel: Industriekultur und Wege auf alten Trassen
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Sprockhövel lässt sich aus mehreren Blickwinkeln entdecken: Die Bergbaugeschichte, historische Architektur und Wege für Rad- und Wandertouren setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Dazu gehören der weithin sichtbare Malakow-Turm auf dem Gelände der Zeche Alte Haase, Gebäude im historischen Ortskern von Niedersprockhövel und Routen auf ehemaligen Bahntrassen. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Geschichte interessieren oder lieber verschiedene Wegstrecken erkunden möchten.
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Foto: Michielverbeek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bergbaugeschichte und historische Architektur
Auf dem Gelände der 1969 stillgelegten Zeche Alte Haase befindet sich der weithin sichtbare Malakow-Turm mit dem anschließenden Industrie- und Kulturpark Sprockhövel. Der Turm ist ein markanter Anhaltspunkt für die Geschichte des Bergbaus vor Ort. Der angrenzende Park gehört ebenfalls zu diesem Gelände und ergänzt den historischen Bezug um einen eigenen Industrie- und Kulturraum.
Im historischen Ortskern von Niedersprockhövel stehen zahlreiche Gebäude aus dem 17. bis 19. Jahrhundert; einige davon sind denkmalgeschützt. Die Evangelische Kirche zeichnet sich durch ihre barocke Haube aus. Für eine Beschäftigung mit der Ortsgeschichte bietet sich damit ein weiter zeitlicher Bogen: Die historischen Gebäude stammen aus mehreren Jahrhunderten, während die Zeche Alte Haase 1969 stillgelegt wurde.
Rad- und Wanderwege auf früheren Bahntrassen
Die Glückauf-Trasse ist ein beliebter Fuß- und Radweg in Sprockhövel und Hattingen; sie ist auch als alte Kohlenbahn bekannt. Die Alte Trasse ist eine rund 19 Kilometer lange, familienfreundlich angelegte Rad- und Wanderroute in Sprockhövel, die auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft. Beide Beschreibungen bieten einen Anhaltspunkt für die Wahl zwischen einem Weg mit Bezug zur alten Kohlenbahn und einer Route, deren Länge und Verlauf konkreter benannt sind.
Eine längere Option ist der 57 Kilometer lange Rundkurs Von Ruhr zur Ruhr. Er verläuft auf ehemaligen Bahntrassen und verbindet Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Wetter und Witten. Im Vergleich zur rund 19 Kilometer langen Alten Trasse ist der Rundkurs deutlich umfangreicher; als Rundroute gibt er zugleich einen anderen Maßstab für die Tourenplanung vor. Die genannten Kilometerangaben helfen Ihnen, die Strecken nach ihrer Länge zu unterscheiden.
Der Alte-Haase-Weg und Spuren des Bergbaus
Auch der Alte-Haase-Weg führt durch unterschiedliche Landschafts- und Geschichtsräume. Sein erstes Teilstück verläuft durch den Ortskern von Niedersprockhövel und unmittelbar westlich davon über den Höhenzug Hölter Egge. Dieser liegt zwischen den Tälern des Sprockhöveler Bachs und des Paasbachs. Das zweite Teilstück führt südlich des Ortskerns durch das Gebiet, in dem der Abbau der Zeche Alte Haase zwischen 1950 und 1965 seinen Schwerpunkt hatte. Die beiden Abschnitte lassen sich dadurch nach ihrem jeweiligen Bezug zum Ortskern und zur Bergbaugeschichte unterscheiden.
Eine weitere sichtbare Spur ist die Schachtpinge Max: eine Vertiefung am Wanderweg im Schevener Holz, etwa 100 Meter östlich der Schevener Straße. Sie entstand, als der ehemalige Grubenbau zusammensackte. Schacht Max war ein 111 Meter langer, schräger Schacht der Zeche Stock und Scherenberg im Flöz Mausegatt. Die Zeche baute dort von 1810 bis 1840 Kohle ab. An diesem Punkt treffen ein heute sichtbares Merkmal der Landschaft und konkrete Angaben zur früheren Bergbautätigkeit aufeinander.
Weitere Erlebnisse im Ennepe-Ruhr-Kreis
Über Sprockhövel hinaus bietet der Ennepe-Ruhr-Kreis weitere Ausflugsakzente. An der Glörtalsperre sind Wandern und Joggen möglich; in den warmen Sommermonaten besteht außerdem die Möglichkeit, in sauberem, natürlichem Wasser zu baden. Die Badegelegenheit ist ausdrücklich saisonal beschrieben.
In Hattingen können Besucherinnen und Besucher im LWL-Industriemuseum Henrichshütte auf dem „Weg des Eisens“ dem Materialfluss von Erz, Koks und Kalk bis zum flüssigen Roheisen folgen. Ein gläserner Aufzug führt bei der Henrichshütte auf den 55 Meter hohen „Riesen“; von oben eröffnet sich ein Blick auf die Geschichte und Gegenwart der Region. Diese Angebote ergänzen die Sprockhöveler Orts- und Bergbaugeschichte um weitere Perspektiven im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Bei der Suche nach einem Hotel für Ihren Aufenthalt in Sprockhövel können Sie zunächst überlegen, ob für Sie historische Orte oder Rad- und Wandertouren im Mittelpunkt stehen sollen.
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