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Widdig: Rheinblick, St. Georg und Wege

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Widdig verbindet Rheinlandschaft, Ortsgeschichte und abwechslungsreiche Wegeerlebnisse. Von den Rheinterrassen bietet sich nach Süden ein Blick auf den Rhein, die Insel Herseler Werth, die Stadt Bonn und das Siebengebirge. So reicht das Panorama von der Flusslandschaft bis zum markanten Höhenzug und macht die besondere Lage des Ortes unmittelbar erfahrbar.

Rheinlandschaft und Wege rund um Bornheim

Der Rheinufersaum im Stadtgebiet Bornheim erstreckt sich über 4,5 Kilometer. Auf dem Leinpfad sind Spaziergänger, Jogger, Skater und Radfahrer unterwegs. Damit gehört die Uferlandschaft zu den konkreten Anknüpfungspunkten für unterschiedliche Arten, die Umgebung zu erleben.

Auch überregionale Wege verbinden Widdig mit den Themen Radfahren und Pilgern. Der Radfernwanderweg Duisburg–Köln–Bonn–Mainz ist in Widdig Teil des linksrheinischen Jakobswegs. Die Strecke „Rheingenuss“ führt von Widdig über Uedorf bis Hersel.

Im Raum Bornheim verläuft außerdem die Bornheimer Nebenroute der RHEINISCHEN APFELROUTE. Die Radschleife wird mit rund 40 beziehungsweise etwa 41 Kilometern Länge gefasst und verbindet alle 14 Ortsteile zwischen Rhein und Vorgebirge. Sie lädt dazu ein, Bornheims vielseitige Umgebung mit dem Fahrrad zu entdecken. Der Natur-Kultur-Pfad ergänzt dieses Wegenetz mit drei Einzeltouren in Hersel, Uedorf und Widdig.

St. Georg als Mittelpunkt der Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche St. Georg wurde zwischen 1927 und 1929 als Saalkirche nach Plänen der Architekten Renard und van Geisten errichtet. Sie entstand anstelle einer alten Kapelle. Zur Kirche gehört ein Pfarrhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; beide befinden sich an der Römerstraße 63.

Im Inneren treffen mehrere eigenständige Kunst- und Ausstattungselemente zusammen. Die von der Bonner Orgelbauwerkstatt Johannes Klais gebaute „Typenorgel“ gilt als bedeutsam, weil Kleinorgeln aus dieser Zeit inzwischen selten sind. Die Fenster wurden zwischen 1986 und 1988 von der Werkstatt Oidtmann aus mundgeblasenem Glas angefertigt. Die „Schiffer-Fenster“ gestaltete der Glasmaler und Künstler Herb Schiffer; sie wurden im Rahmen der Renovierung und Neuausstattung zwischen 1986 und 1989 eingebaut.

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Die Geschichte des Gotteshauses ist auch mit den Veränderungen am Rheinufer verbunden. Eine frühere Kapelle stand näher am Rhein als das heutige Gotteshaus und wurde beim Hochwasser von 1784 fortgerissen, als das unterspülte Steilufer abrutschte. Die Georgs-Prozession hat in der Pfarrei eine über 350-jährige Tradition und zieht jedes Jahr anlässlich des Patroziniums von Ende April bis Anfang Mai durch ganz Widdig.

Erinnerungsorte in Widdig

Widdig lässt sich bis um das Jahr 898 zurückverfolgen, als der Ort in einer Schenkung des Grafen Alfwin an Sankt Cassius erwähnt wurde. Ein weiterer Teil der Ortsgeschichte ist an der Germanenstraße 26 sichtbar: Dort erinnern 2010 verlegte Stolpersteine an Berta Rolef, geborene Kahn, und Abraham Rolef. Vier weitere Stolpersteine gehören zu den Verlegungen des Jahres 2021 und erinnern an Sally Salomon Rolef, Else Rolef, Hans Rolef und Ruth Rolef.

Das Gebiet um das Gestüt Aluta wird von Spaziergängern, Radfahrern und Sportlern genutzt. Zusammen mit dem Rheinufersaum, den thematischen Strecken und den historischen Orten entsteht so ein vielseitiges Bild Widdigs zwischen Bewegung, Landschaft und Erinnerung.

Für eine weitere Ortsentscheidung finden Sie hier Hersel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bornheim.

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