Boos: Maarlandschaft und Wanderwege
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Boos zwischen Maarlandschaft und Wanderwegen
In Boos prägen das Naturschutzgebiet Booser Doppelmaar und mehrere benannte Wanderwege den Natur- und Aktivitätscharakter des Aufenthalts. Das Schutzgebiet ist eine Vulkanparkstation und beherbergt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Wenn Sie Boos wegen seiner Landschaft wählen, stehen damit sowohl die Maarlandschaft als auch die Natur des Gebiets im Mittelpunkt.
File:P1170282, Boos Pfarrhaus, Vulkanstr. 1, Vorderansicht.jpg
Foto: ChristiansFotos via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wanderwege und Aussichten
Der Traumpfad Booser Doppelmaartour beginnt am Wanderparkplatz der Vulkanparkstation „Booser Doppelmaar“. Die Kratertour und der Stumpfarmweg sind Rundwanderwege, die am Booser Eifelturm und an den beiden Booser Maaren vorbeiführen. Mit dem Eifelturmpfad Boos gibt es außerdem einen weiteren benannten Wanderweg. Die Wege bieten unterschiedliche Namen und Routenverläufe; Angaben zu Gehzeit oder Schwierigkeitsgrad liegen hier nicht vor.
Der rund 25 Meter hohe Booser Eifelturm ist ein Holzturm auf dem 557 Meter hohen Schneeberg am Rand des Naturschutzgebiets Booser Maar. Von seiner Aussichtsplattform reicht der Panoramablick über die Eifellandschaft mit ihren erloschenen Vulkankegeln bis in den Westerwald und den Hunsrück. Der Turm ist derzeit geschlossen. Seine Lage und die Aussicht sind daher als Beschreibung des Bauwerks zu verstehen, nicht als Zusage, dass Sie die Plattform aktuell besuchen können.
Auch Naturführungen gehören zu den genannten Aktivitäten in Boos: Die NABU-Ortsgruppe führt regelmäßig Exkursionen für naturkundlich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Führungen für Schulklassen durch.
Kultur und weitere Erlebnisse im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz
Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz ergänzen geschichtliche und technische Themen die Naturperspektive von Boos. Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem werden Führungen und kreative Workshops angeboten.
Die Abtei Sayn erschließt einen weiteren historischen Zeitbogen: Sie wurde um 1200 gegründet, die Abteikirche 1202 geweiht. Die Außenmalereien aus der Zeit um 1255 gelten als die am besten erhaltenen des Hochmittelalters in Deutschland. Eine andere Art von Kulturgeschichte zeigt Hein’s Mühle, die einzige noch voll funktionsfähige der ehemals 20 Mühlen in Bendorf und Umgebung. Das Mühlenmuseum erläutert die Arbeitsschritte des Mahlprozesses und die Bedeutung des Müllerhandwerks in der Region. In den Kirchen St. Medard sind evangelische und katholische Kirche unter einem Dach vereint und durch die sogenannte ökumenische Pforte verbunden.
Auch Landschaft und Wissenschaft setzen eigene Akzente. Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 im Auftrag des Fürsten Ludwig Adolf Friedrich zu Sayn-Wittgenstein-Sayn als englischer Landschaftsgarten gestaltet; Architekt war Carl Friedrich Thelemann. Zum Park gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, zahlreiche Ruhebänke und versteckt liegende stille Plätze. In Mendig ist der Lava-Dome das Deutsche Vulkanmuseum. Das Geysir-Museum erklärt in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert.
Als weitere Aktivität führt der 33 Kilometer lange Vulkanpark-Radweg von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis nach Andernach. Die Route verbindet zahlreiche Attraktionen des Vulkanparks und ist als entspannt und familienfreundlich beschrieben. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen Boos’ Maar- und Wanderbezügen und weiteren Natur-, Kultur- oder Technikthemen im übergeordneten Reiseziel abwägen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.