Ehrang: Stadtmauer, Kapellen und Wege durch historische Landschaften

Ehrang verbindet eine markante historische Ortskulisse mit Parklandschaft, Wanderwegen und weiten Ausblicken. Die sandsteinerne Ringmauer, alte Kapellen, der Moselradweg und die Wege über Schlosspark Quint und die Heide geben dem Ort unterschiedliche Seiten, die sich bei einem kurzen Aufenthalt ebenso erkunden lassen wie bei einer ausführlicheren Reiseplanung.

Stadtmauer und historische Spuren

Die sandsteinerne Ringmauer von Ehrang ist 1.040 Meter lang und vier bis fünf Meter hoch. Entlang der historischen Stadtmauer führt der Historische Stadtmauerrundgang Ehrang durch den Ortskern. Der Rundgang ist 1.700 Meter lang und dauert etwa 40 Minuten; zahlreiche Kulturdenkmäler säumen seinen Verlauf. Damit lässt sich die Geschichte des Ortskerns in einem überschaubaren Spaziergang mit konkreten Bauwerken verbinden.

Zu den prägenden Sakralbauten zählt die Katholische Pfarrkirche St. Peter, eine neugotische Hallenkirche, die 1872 bis 1875 erbaut wurde. Ihre Kirchenfenster stammen aus verschiedenen Epochen. Die Linkenkapelle ist eine Marienkapelle am Waldfriedhof und wurde 1905 auf dem Fundament eines 1805 erstmals erwähnten Vorgängerbaus errichtet. Das dreiteilige Milokreuz wurde 1336 erstmals erwähnt, während die Heidekapelle 1375 errichtet und 1632 instandgesetzt wurde.

Auch kleinere Zeugnisse erzählen von der langen Ortsgeschichte. Haus Briel gilt als das älteste Haus in Ehrang und trägt die Jahreszahl „Anno 1593“. Die Küferkapelle ist eine Barockkapelle aus dem 18. Jahrhundert; an ihrem Türgewände ist eine Hochwassermarke von 1784 angebracht. Der Alte Ehranger Bahnhof ist ein ausgewiesenes Kulturdenkmal aus der Zeit um 1881. Der Ehranger Markt wurde 1350 erstmals namentlich erwähnt und war ursprünglich ein Viehmarkt.

Park, Wanderung und Aussicht

Im Schlosspark Quint sind exotische Baumarten ein besonderes Merkmal. Schloss Quint diente einst den Besitzern der Quinter Eisenhütte als Wohnsitz. Archäologische Funde deuten außerdem darauf hin, dass im Gebiet des heutigen Stadtteils Ehrang-Quint eine römisch-christliche Siedlung bestand. So treffen im Umfeld historische Spuren, Gartenlandschaft und ältere Siedlungsgeschichte aufeinander.

Die Wanderung über den Schlosspark Quint und die Heide beginnt am Parkplatz an der Kyllbrücke. Sie ist 8 Kilometer lang und dauert etwa 1 Stunde und 40 Minuten. Von zwei Bänken oberhalb der Schranke bietet sich auf dieser Wanderung eine gute Aussicht auf das Moseltal und den Meulenwald. Ein weiterer Blickpunkt am Kreuz auf den Heidestuben eröffnet eine schöne Sicht über die Trierer Talweite und das Ruwertal.

Mit der Ehranger Kanzel gehört außerdem ein Naturdenkmal zum Ortsbild. Zusammen mit den Wegen durch Schlosspark Quint und die Heide entsteht ein Ausflugsprofil für Reisende, die Bewegung, Landschaft und historische Anlaufpunkte miteinander verbinden möchten. Für die Aufenthaltsplanung lassen sich damit ein kompakter Rundgang durch den Ortskern, eine längere Wanderung und eine Fahrradtour als unterschiedlich lange Tagesideen gegenüberstellen.

Radwege und Anreise

Der Moselradweg führt durch Ehrang. Zusätzlich bestehen Verbindungen zum Kylltalradweg und zum Mäusheckerradweg sowie über die Moselbrücke zum Ruwer-Hochwald-Radweg. Für die Anreise ist Ehrang über die B 53 und die A 602 erreichbar; Busverbindungen bestehen nach Trier und Schweich. Je nach gewünschtem Schwerpunkt können daher Stadtgeschichte, Wanderlandschaft oder eine Tour auf dem Radwegenetz den Mittelpunkt des Aufenthalts bilden.

Der Ehranger Markt findet wiederkehrend als viertägige Veranstaltung mit Musik, Gottesdienst, Vereinsleben und Kirmestreiben statt. Die Verbindung aus Markttradition, Kulturdenkmälern, Stadtmauer, Park und Aussichtspunkten gibt Ehrang ein vielseitiges Profil zwischen Ortsgeschichte und Landschaftserlebnis.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Trier.

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