Welschbillig ist mit den Überresten eines römischen Villenkomplexes verbunden. Zu der Anlage gehörte ein Zier- und Ruderbecken, das von 112 Hermen umgeben war. Die meisten geborgenen Hermenköpfe sind im Trier Landesmuseum ausgestellt. Der Komplex wurde beim Bau der Pfarrkirche freigelegt und wird als einzigartig nördlich der Alpen beschrieben. Wer für Welschbillig ein Hotel buchen möchte, kann dafür die Unterkunftssuche nutzen.
In Welschbillig-Hofweiler betreibt Schiltzhof einen rund um die Uhr geöffneten Selbstbedienungs-Hofladen mit Produkten regionaler Genossenschaften. Außerdem bietet Schiltzhof buchbare Alpaka-Wanderungen und Meet-and-Greet-Termine an.
Kultur und Geschichte
Mit Welschbillig verbunden sind erhaltene Elemente einer mittelalterlichen Wasserburg: Dazu zählen die Reste des nordwestlichen Turms, ein Torhaus mit zwei Rundtürmen, eine steinerne Grabenbrücke, Abschnitte der ehemaligen 1,5 Kilometer langen Ortsmauer sowie die Kirche und das Amtshaus auf dem Burggelände.
Sankt Peter ist eine gewölbte Gelbsandsteinbasilika in neugotischen Formen. Sie wurde 1888–90 auf dem Gelände der ehemaligen Burg errichtet. Das ehemalige Amtshaus auf Welschbilligs Burggelände wird als frühes Beispiel der barocken fürstlichen Landarchitektur beschrieben und heute als Pfarrhaus genutzt. Der Hof der ehemaligen Welschbilliger Wasserburg enthält einen Brunnen aus rotem Sandstein aus dem 18. Jahrhundert.
Der Spitolsweg führt an der im 18. Jahrhundert erbauten Barockkirche auf Helenenberg vorbei; an Werktagen können Besucher am Tor um Zugang bitten. Die Kirche auf Helenenberg bewahrt ein Sterngewölbe, dessen gemalte Ausgestaltung die Jahreszahl 1518 trägt. Außerdem enthält sie ein kunstvolles Sakramentshaus von 1525. Ihr barockes Langhaus und der spätgotische Chor werden als herausragendes Beispiel der Spätgotik in der Trierer Region beschrieben.
In Welschbillig gibt es eine jährliche Theatertradition, die im örtlichen Dialekt Welschbilliger Platt aufgeführt wird. Durch den Ort führt außerdem der Deutsch-Luxemburgische Jakobusweg auf seiner Strecke zwischen Echternach und Perl.
Wandern und Landschaft
Der Spitolsweg ist eine 8 km lange, 2,5 Stunden dauernde, leicht bis mittelschwere Wanderroute, die am Parkplatz bei der Kultur- und Marktscheune in Welschbillig beginnt und endet. Zur Strecke gehört ein Rastplatz am Nussbach mit Schutzhütte, Tisch, Bank und einem nahe gelegenen Grillplatz. Der Weg erreicht außerdem das Geider Kreuz; dort gibt es eine Schutzhütte, Sitzgelegenheiten und Relaxbänke sowie einen Blick auf den Ortskern von Welschbillig.
Der Wanderweg Welschbillig-Schilzenburg „Eine Spur echter“ Nr. 12 beginnt und endet am Parkplatz an der Schilzenburg. Sein Höhepunkt ist ein Panoramablick an der Spitze der Schilzenburg. Der Weg gehört zu den 20 einheitlich ausgeschilderten Wanderwegen des Wanderkonzepts Trier-Land.
Der Falzerbach wird als Gewässer mit ursprünglichem natürlichem Lauf beschrieben; zugleich besteht Zugang zum Bach, der einen bewaldeten, fast urtümlichen Charakter hat. Das Ensemble der Wellkyller Mühle umfasst eine Kapelle und ein ehemaliges Mühlengebäude an der Kyll und wird als landschaftlich reizvoll und malerisch beschrieben.