Auma-Weidatal entdecken
Unterkünfte in Unterkünfte in Auma-Weidatal
Wer sich für Baugeschichte und Orte an der Weida interessiert, findet in Auma-Weidatal verschiedene Anknüpfungspunkte. In Göhren-Döhlen steht der alte Pfarrhof von 1712 am Ufer der Weida. Auch die gedeckte Holzbrücke über den Fluss hat eine lange Geschichte: Sie bestand bereits 1799 und musste nach Überschwemmungen mehrfach neu errichtet werden. Die Jahreszahlen erzählen von unterschiedlichen Spuren am selben Ort – einem Pfarrhof aus dem frühen 18. Jahrhundert und einer Brücke, deren Geschichte von wiederholtem Wiederaufbau geprägt ist.
File:Auma-Weidatal, Germany - panoramio (22).jpg
Foto: Foto Fitti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Historische Bauwerke in Auma
In Auma lenkt der Markt den Blick auf die Folgen des großen Stadtbrandes von 1790. Das Alte Rathaus und die gegenüberliegenden Bürgerhäuser Markt 2 und 12 an den Längsseiten des Marktes wurden danach wiederaufgebaut. Auch die Liebfrauenkirche wurde nach dem Brand neu errichtet und 1794 eingeweiht. Ihre Geschichte lässt sich an einem weiteren konkreten Datum ablesen: Die Orgel baute 1818 der Orgelbaumeister F. W. Trampeli aus Adorf im Vogtland. Rathaus, Bürgerhäuser und Kirche bieten damit verschiedene Anknüpfungspunkte, um sich mit der Wiederaufbaugeschichte Aumas zu beschäftigen.
Ein wiederkehrender Termin in Göhren-Döhlen
Das Weidatalfest findet jeweils am letzten Juniwochenende in der Festhalle am Weidaufer in Göhren-Döhlen statt und gilt als lokale Tradition. Wenn Sie Ihre Reise an diesem Termin ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Festdaten. So lässt sich der wiederkehrende Veranstaltungstermin in die eigene Planung einordnen, ohne ihn mit einem Besuch der historischen Bauwerke gleichzusetzen.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Greiz
Auch Greiz bietet eigene kulturhistorische Anknüpfungspunkte. Im Oberen Schloss befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Das Museum im Oberen Schloss gestaltet das Geschichtserlebnis multimedial: Dazu gehören eine computeranimierte Baugeschichte und eine interaktive Zeitreise.
Im Unteren Schloss in Greiz befinden sich ein Museum und eine Textilschauwerkstatt. Die seit 1998 bestehende Werkstatt zeigt die Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens. Kinder und Erwachsene können sich dort am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Für die Auswahl eines kulturellen Ausflugs ist das ein anderer Schwerpunkt als die Ausstellung im Oberen Schloss: Hier steht Textilherstellung zum Anschauen und Mitmachen im Mittelpunkt.
Das Sommerpalais in Greiz wurde als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Älterer Linie erbaut und zählt zu den frühesten klassizistischen Gebäuden in Mitteldeutschland. Es liegt im Fürstlich Greizer Park am Ufer der Weißen Elster. Für die Orientierung zu Fuß nennt die Besuchsinformation drei Verbindungen zum Sommerpalais: 550 Meter von der Bushaltestelle Bruno-Bergner-Straße, 700 Meter von der Haltestelle Puschkinplatz und einen Kilometer vom Bahnhof Greiz. Wenn Sie diese Angaben für Ihre Anreise nutzen, prüfen Sie die Wege vor dem Besuch noch einmal.
Landschaft und Aktivitäten im Landkreis Greiz
Der Landkreis Greiz liegt im Thüringer Vogtland. Dessen Landschaft umfasst Mittelgebirgslandschaften, enge Täler mit Burgen und Schlössern, Hochflächen, Felsformationen mit Flussdurchbrüchen, Auen, Hügellandschaften, Wälder und Kulturlandschaften. Als grüner Akzent im Reiseziel Greiz gilt auch der Greizer Park: Der Landschaftspark des 19. Jahrhunderts liegt am Fuß des bewaldeten Schlossberges, und seine Gesamtanlage hat den Rang eines nationalen Kulturdenkmals.
Für eine aktive Zeit auf dem Wasser gibt es im übergeordneten Reiseziel Greiz unterschiedliche Möglichkeiten. An der Gondelstation in Cronschwitz, in Wünschendorf, können Sie gegen Gebühr ein Ruderboot mieten, um die Weiße Elster zu erkunden. Die Kanu-Scheune in Wünschendorf bietet außerdem die Möglichkeit, ein eigenes Boot zu bauen und auf Schwimmfähigkeit zu prüfen; Touren in fertigen Kanus werden ebenfalls angeboten. Prüfen Sie die Verfügbarkeit der Angebote für Ihren Reisetermin, bevor Sie sie fest einplanen.
Wer lieber zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kann sich an weiteren regionalen Beispielen orientieren: Das BUGA-Begleitprojekt „Wege in die Neue Landschaft“ umfasst in der Region ein Netz hochwertiger Rad-, Reit- und Wanderwege. In Ronneburg ist die 225 Meter lange Erlebnisbrücke „Drachenschwanz“ Teil eines Radfernwanderwegs. Diese Angaben stehen für unterschiedliche Möglichkeiten – ein regionales Wegenetz und eine einzelne Brücke am Radfernwanderweg – und sind nicht als gemeinsame Route zu verstehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Langenwolschendorf, Endschütz, Münchenbernsdorf, Harth-Pöllnitz, Kraftsdorf, Greiz, Zeulenroda-Triebes, Gera.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Greiz.