Gera: Stadtgeschichte, Parks und Radwege entdecken
Unterkünfte in Unterkünfte in Gera
Gera verbindet Stadtgeschichte mit Orten am Fluss und Wegen für Radtouren. Am Marktplatz steht das historische Rathaus, wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt liegt der Hofwiesenpark am Ufer der Weißen Elster. Dazu kommen ein Stadtmuseum mit weitem zeitlichem Blick und zwei Radwege mit unterschiedlichen Endpunkten.
Ankommen und den Stadtraum entdecken
Am Geraer Hauptbahnhof ist die Haltestelle der Straßenbahnlinie 1 unmittelbar angeschlossen; die Linie bringt Fahrgäste direkt in die Innenstadt. Für Ihre Anreiseplanung gibt diese Verbindung eine konkrete Orientierung. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Serviceinformationen der Linie.
Der Hofwiesenpark umfasst 300.000 Quadratmeter und liegt direkt an der Weißen Elster. Vom Stadtzentrum ist er nur wenige Gehminuten entfernt. So können Sie bei Ihrer Planung Stadtbesuch und Zeit im Grünen berücksichtigen, ohne den Park als weit entfernten Ausflugsort einzuordnen. Der Flussuferstandort und die Nähe zur Innenstadt machen ihn zu einem eigenen Bezugspunkt neben den historischen Bauten.
Baugeschichte und Kultur in Gera
Das historische Rathaus am Marktplatz ist ein dreigeschossiger Renaissancebau. Sein Turm ist über 57 Meter hoch; auffällig sind auch die schiefen Fenster. Auf dem Nicolaiberg befindet sich die Salvatorkirche, die einzige verbliebene Kirche innerhalb der historischen Altstadt von Gera. Rathaus und Kirche setzen damit unterschiedliche Akzente im Stadtraum: hier der Renaissancebau am Markt, dort die Kirche auf dem Nicolaiberg.
Auch die Namensgeschichte des heutigen Theater Altenburg-Gera spiegelt mehrere politische und städtische Zeitabschnitte. Das ehemalige Fürstliche Hoftheater hieß von 1918 bis 1945 Reußisches Staatstheater, danach bis 1995 Städtische Bühnen Gera. Heute trägt es den Namen Theater Altenburg-Gera.
Das Stadtmuseum Gera ist in einem ehemaligen Zucht- und Waisenhaus untergebracht. Das Gebäude wurde von 1724 bis 1738 unmittelbar vor der Stadtmauer errichtet und beherbergt seit 1914 das Museum. Die Dauerausstellung und die Themenausstellung „Romantisches Gera“ erstrecken sich über rund 1.000 Quadratmeter und vier Etagen. Sie behandeln Geras Geschichte von der ersten Besiedlung bis ins 21. Jahrhundert. Da sich Ausstellungskonstellationen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Übersicht.
Der Küchengarten verbindet eine lange Namensgeschichte mit seiner früheren Funktion: Er diente der Hofhaltung als Nutzgarten und der Familie Reuß zugleich als repräsentativer barocker Lustgarten. Erstmals erwähnt wurde er 1631. Zwischen 1946 und 1991 trug er nacheinander die Namen „Stalinpark“, „Theaterpark“ und „Park der Opfer des Faschismus“; seit 1991 heißt er wieder Küchengarten. Schloss Osterstein erhebt sich seit rund 800 Jahren auf dem Hainberg hoch über der Weißen Elster.
Zwei Radwege mit verschiedenen Endpunkten
Gera hat direkten Anschluss an den 250 Kilometer langen Elsterradweg, der von Aš in Tschechien bis nach Halle (Saale) führt. Der Radweg „Thüringer Städtekette“ verläuft ebenfalls direkt durch Gera und verbindet Eisenach mit Altenburg. Für die Routenwahl bieten die Endpunkte einen klaren Vergleich: Der Elsterradweg reicht von Aš bis Halle, die Thüringer Städtekette von Eisenach bis Altenburg. So können Sie Ihre Planung an den jeweiligen Streckenverläufen ausrichten, statt die beiden Radwege als gleichartige Optionen zu behandeln.
Greiz: ein eigener Kulturakzent
Auch Greiz bietet einen eigenständigen Schwerpunkt für kulturhistorische Interessen. Im Oberen Schloss in Greiz befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Das Museum bietet außerdem ein multimediales Geschichtserlebnis mit computeranimierter Baugeschichte und einer interaktiven Zeitreise.
Im Unteren Schloss in Greiz befinden sich ein Museum und eine seit 1998 bestehende Textilschauwerkstatt. Sie zeigt die Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens; Kinder und Erwachsene können sich am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Damit stehen in Greiz zwei unterschiedliche Zugänge nebeneinander: die Geschichte des Fürstenhauses und die praktische Beschäftigung mit der Textilherstellung.
Weitere Reiseziele entdecken: Ronneburg, Hilbersdorf, Langenwetzendorf, Endschütz, Hohenleuben, Langenwolschendorf, Mohlsdorf-Teichwolframsdorf, Auma-Weidatal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Greiz.