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Klettbach: Bockwindmühle, Barockorgel und Theaterdorf

Unterkünfte in Unterkünfte in Klettbach

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Klettbach: Mühle, Kirche und Theaterdorf

Klettbach lässt sich über drei markante Kulturthemen erschließen: die Bockwindmühle, die barock geprägte Kirche mit ihrer Orgel und den Ruf als „Theaterdorf“. Zusammen stehen sie für Baugeschichte, technische Entwicklung und eine bis in die Gegenwart gepflegte kulturelle Tradition. Für Ihre Reiseplanung bietet der Ort damit unterschiedliche historische Ansatzpunkte – von einem technischen Bauwerk über sakrale Architektur bis zur Theatergeschichte.

File:Klettbach.jpg File:Klettbach.jpg Foto: 79.214er via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die heute in Klettbach stehende Bockwindmühle wurde 1743 in Esperstedt erbaut. 1909 wurde sie nach Klettbach umgesetzt und anschließend technisch aufgerüstet; seither prägt sie das Ortsbild. Ihre Entwicklung lässt sich an drei Etappen nachvollziehen: am ursprünglichen Bauort, am Umzug und an der technischen Weiterentwicklung. So wird aus der Mühle mehr als ein einzelnes Bauwerk: Ihre Geschichte verbindet zwei Orte und mehrere Zeitabschnitte.

Jedes Jahr am Pfingstmontag findet auf dem Gelände der Bockwindmühle zum Deutschen Mühlentag ein Mühlenfest mit Informationen und Unterhaltung durch den Mühlenverein statt. Dazu gehört der traditionelle Mühlengottesdienst, der ab 11 Uhr mit Pfarrer Christian Dietrich gefeiert wird. Wenn Sie gezielt zu diesem wiederkehrenden Anlass reisen möchten, prüfen Sie vorab den Termin und das jeweilige Programm.

Die Kirche in Klettbach wurde zwischen 1721 und 1725 im barocken Stil umgebaut. Im Wesentlichen erhielt sie damals ihr bis heute erhaltenes Erscheinungsbild mit Mansardwalmdach und geschweifter Turmhaube. In der Kirche steht außerdem eine Barockorgel, die Johann Georg Schröter aus Erfurt 1725 baute. Sie zählt zu den wenigen noch bespielbaren Instrumenten aus der Zeit Johann Sebastian Bachs in Thüringen. Architektur und Orgelgeschichte eröffnen zwei unterschiedliche Blickwinkel auf denselben Kirchenbau.

Auch Klettbachs Ruf als „Theaterdorf“ hat einen konkreten historischen Ausgangspunkt: Mit der Uraufführung des Stücks „Die Dorfmusikanten“ im Mai 1902 begründete der Ort diese Tradition. Der Ruf wird bis heute gepflegt. Damit reicht Klettbachs kulturelles Profil über die Bau- und Kirchengeschichte hinaus und schließt auch eine lange mit dem Ort verbundene Theatertradition ein.

Eine weitere kunstbezogene Perspektive bietet der Feininger-Radweg. Klettbach gehört zu dessen 23 Orten, an denen nahe den von Lyonel Feininger gemalten Motiven farbig gestaltete Pultaufsteller mit Hinweisen und Erläuterungen zu seinen Gemälden stehen. So kommen zu den örtlichen Themen Mühle, Kirche und Theater auch die Malerei und ihre Motive hinzu.

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Für eine mehrtägige Radreise kommen die Radwege zwischen Weimar, Apolda und Bad Sulza in Betracht. Sie verbinden Naturerlebnis, Kulturgeschichte und regionale Kulinarik und eignen sich für mehrtägige Touren. Wer bei einer Reiseplanung im Weimarer Land mehrere dieser Themen verbinden möchte, findet hier einen eigenständigen regionalen Schwerpunkt neben den kulturellen Motiven Klettbachs.

Auch die Museen setzen unterschiedliche Akzente. Das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden zeigt mehr als 40 historische Gebäude aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Das GlockenStadtMuseum Apolda widmet sich der Kulturgeschichte der Glocken und der Textilindustrie der Region. So reicht die regionale Auswahl von historischen Gebäuden aus mehreren Jahrhunderten bis zu den Themen Glocken- und Textilgeschichte.

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