Weimar – Goethe, Bauhaus und Park an der Ilm
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Weimar verbindet eine große Parklandschaft mit den Spuren der Weimarer Klassik und der Geschichte des Bauhauses. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie sich an diesen unterschiedlichen Themen orientieren: Natur und Erholung am Park an der Ilm, Literaturgeschichte an Goethes und Schillers Wohnorten oder Gestaltung im Bauhaus-Museum. So lässt sich Weimar nach den Erlebnissen auswählen, die Ihnen besonders wichtig sind.
Park an der Ilm: Landschaft und Erholung
Am Rand der Weimarer Altstadt liegt der 48 Hektar große Park an der Ilm, ein einzigartiger Landschaftsgarten. Er dient bis heute der Erholung, der Bildung und dem ästhetischen Naturgenuss. Der Park ist damit nicht nur ein grüner Gegenpol zu den Kulturorten der Stadt, sondern auch ein eigenes Ziel für Besucher, die Landschaft und Geschichte zusammen betrachten möchten. Wer die Naturseite Weimars in den Mittelpunkt stellt, findet hier einen passenden Anknüpfungspunkt für die Reiseplanung.
Goethe und Schiller: Weimarer Literaturgeschichte
Goethes Gartenhaus am Park an der Ilm war 1776 sein erster eigener Wohnsitz in Weimar. Hier schrieb er die Ballade „Der Erlkönig“ und das Gedicht „An den Mond“. Im Garten steht außerdem der „Stein des guten Glücks“, den Goethe gemeinsam mit seinem Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser entwarf. Das 1777 aufgestellte Denkmal gilt als eines der ersten nichtfigürlichen Denkmäler Deutschlands. Im Gartenhaus sind originale Einrichtungsgegenstände, Kunstwerke, Handschriften und eine Auswahl von Zeichnungen aus Goethes Nachlass zu sehen.
Auch Schillers Wohnhaus eröffnet einen Zugang zur Literaturgeschichte. Schiller verbrachte im Wohnhaus an der Esplanade seine letzten drei Lebens- und Schaffensjahre; im Haus sind sein originaler Schreibtisch und sein Bett zu sehen. Besucher können dort zudem mit Federkiel und Tinte schreiben, eine eigene Silhouette gestalten und Farbexperimente machen. Der Vergleich der beiden Wohnorte bietet einen konkreten Rahmen, um unterschiedliche Seiten des literarischen Weimar kennenzulernen.
Klassik und Bauhaus als weitere Schwerpunkte
Die Gebäude und Parks des Klassischen Weimar zeugen von der kulturellen Blüte der Weimarer Klassik. Dahinter steht auch die aufgeklärte herzogliche Förderung, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert bedeutende deutsche Schriftsteller und Denker wie Goethe, Schiller und Herder nach Weimar zog. Diese historische Perspektive ergänzt den Besuch einzelner Wohnorte um den größeren kulturellen Zusammenhang.
Ein anderes Kapitel der Stadtgeschichte vermittelt das Bauhaus-Museum Weimar. Es präsentiert eine der wichtigsten Bauhaus-Sammlungen des Landes und den weltweit ältesten Bauhaus-Bestand. Die Sammlung der Klassik Stiftung Weimar umfasst heute 13.000 Objekte und Dokumente. Zu den herausragenden Exponaten gehören die Wagenfeld-Lampe, der Lattenstuhl von Marcel Breuer und die Teekanne von Marianne Brandt. Auch der Außenraum gehört zum Besuchserlebnis: Vom Weimarhallenpark führt eine Terrasse in das Innere des Museums und lädt bereits vor dem Eintritt zum Verweilen ein.
Weimar zu Fuß und als Ausgangspunkt für Kulturinteressen
Der Große Stadtrundgang ist eine öffentliche Stadtführung zu Fuß entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Weimars. Er kann für Reisende interessant sein, die mehrere Eindrücke der Stadt in einer geführten Runde verbinden möchten. Zwischen Park, Wohnhäusern, Museum und Stadtrundgang liegen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte und Gegenwart des Ortes. Überlegen Sie bei der Suche nach einem Hotel, welche dieser Themen Ihre Reise prägen soll; konkrete Unterkunftsmerkmale oder Verfügbarkeiten sollten Sie direkt im Buchungsangebot prüfen.
Weitere Entdeckungen im Weimarer Land
Auch das übergeordnete Reiseziel Weimarer Land bietet eigene Wege und Kulturthemen. Der Thüringer Drei Türme Weg ist ein Rundwanderweg durch die geschützte Landschaft des Mittleren Ilmtals im südlichen Weimarer Land. Er verbindet den Paulinenturm bei Bad Berka, den Hainturm im Belvederer Forst bei Weimar und den Carolinenturm bei Blankenhain. Wer sich für Literatur und Natur interessiert, findet im Weimarer Land außerdem den Goethe-Erlebnisweg: Er folgt Goethes Weg zu Charlotte von Stein und bietet zwölf Erlebnisstationen zwischen Natur und Kultur; der Weg verbindet Weimar und Großkochberg. Diese regionalen Angebote ergänzen die Stadtthemen, ohne dass sie mit den Sehenswürdigkeiten im Zentrum gleichzusetzen sind.
Weitere Orte entdecken: Possendorf, Gaberndorf, Niedergrunstedt. Weitere Unterkunftsziele entdecken: Kapellendorf, Hohenfelden, Kranichfeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weimarer Land.