Niedergrunstedt entdecken
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Niedergrunstedt lässt sich über seine Mauritiuskirche, einen denkmalgeschützten Ortskern und ein konkretes Feininger-Motiv entdecken. Hinzu kommen traditionelle Feste und der Feininger-Radweg, der den Ort in seinen Streckenverlauf einbezieht. Die Glastafel unterhalb der Mauritius-Kirche zeigt die Niedergrunstedter Kirche in Lyonel Feiningers typischer Malweise.
Signature of J. E. Rentzsch in the Mauritius Church, Niedergrunstedt
Foto: Timm Weimar via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Mauritiuskirche und historischer Ortskern
Die Mauritiuskirche wurde erstmals Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt. Im 14. Jahrhundert war die Kirche in Niedergrunstedt ein dem heiligen Moritz geweihter Wallfahrtsort. Die erste Erwähnung und die Wallfahrtsrolle sind zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte. Rund um die Kirche wurde der historische Dorfkern 1992 als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt. Auch das Brauhaus mit Brunnenhäuschen gehört zum denkmalgeschützten Bereich im Ortskern.
Feininger-Motiv, Stele und Landschaft
Unterhalb der Mauritius-Kirche, zwischen Pfarrhaus und alter Schule, zeigt eine Glastafel die Niedergrunstedter Kirche in der typischen Malweise Lyonel Feiningers. Auch die Stele zum Deutsch-Französischen Krieg setzt einen eigenen historischen Akzent. Sie steht prominent im Zentrum von Niedergrunstedt. In der Niedergrunstedter Flur gibt es außerdem zahlreiche Brunnen und Quellen. Diese Landschaftsmerkmale erweitern den Blick über die Bauwerke und Erinnerungsorte im Ortskern hinaus.
Feste und Radfahren
Zu den traditionellen Höhepunkten in Niedergrunstedt gehören das jährliche Dorffest, das Maibaumsetzen und die Kirmes. „Advent bei Mauritius“ findet seit 2005 jährlich am dritten Advent statt.
Der Feininger-Radweg führt von Weimar über Niedergrunstedt, Gelmeroda, Possendorf, Vollersroda, Oettern, Mellingen und Taubach zurück nach Weimar.
Weimar als eigenständiges Kulturthema
Ein eigener Blick gilt dem übergeordneten Reiseziel Weimar. Die folgenden Kulturorte und Landschaften sind Weimar zuzuordnen. Der 48 Hektar große Park an der Ilm ist ein Landschaftsgarten am Rand der Weimarer Altstadt und dient bis heute der Erholung, der Bildung und dem ästhetischen Naturgenuss. Goethes Gartenhaus am Park an der Ilm war 1776 sein erster eigener Wohnsitz in Weimar; dort schrieb Goethe „Der Erlkönig“ und „An den Mond“. Im Garten des Hauses steht der 1777 aufgestellte „Stein des guten Glücks“, den Goethe und sein Zeichenlehrer Adam Friedrich Oeser entwarfen. Er gilt als eines der ersten nichtfigürlichen Denkmäler Deutschlands. Die Gebäude und Parks des Klassischen Weimar stehen für die kulturelle Blüte der Stadt. Herzogliche Förderung zog Goethe, Schiller und Herder im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert nach Weimar. Der Große Stadtrundgang ist eine öffentliche Stadtführung zu Fuß entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Am Bauhaus-Museum führt eine Terrasse vom Weimarhallenpark ins Innere des Museums und lädt schon vor dem Eintritt zum Verweilen ein.
Weitere Kulturthemen in Weimar setzen eigene Schwerpunkte: Das Bauhaus-Museum Weimar präsentiert unter anderem die Wagenfeld-Lampe, den Lattenstuhl von Marcel Breuer und die Teekanne von Marianne Brandt. Seine Sammlung umfasst 13.000 Objekte und Dokumente. Im Schillers Wohnhaus sind Schillers originaler Schreibtisch und sein Bett zu sehen.
Weitere Reiseziele entdecken: Possendorf, Gaberndorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weimar.