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Frankfurt am Main erleben: Skyline, Altstadt und Mainufer

Frankfurt am Main verbindet Skyline und Banken mit unterschiedlichen Stadtvierteln: Zwischen Dom und Römer entstand eine neu aufgebaute Altstadt, südlich des Mains liegen Museen und lebendige Viertel, und im Westen bewahrt Höchst einen eigenen historischen Ortskern. Wer diese Unterschiede verbindet, erlebt zugleich die Handels- und Stadtgeschichte am Fluss, jüdisches Leben über mehrere Jahrhunderte und Frankfurts vielschichtige Gegenwart.

Frankfurt Frankfurter Innenstadt mit Hochhäusern im Hintergrund. Foto: M. Lenk

Neue Altstadt und Spuren älterer Stadtgeschichte

Zwischen Römer und Dom wurde die Neue Altstadt 2018 nach mehrjähriger Bautätigkeit fertiggestellt. Die 35 Häuser bestehen aus 15 Rekonstruktionen und 20 Neubauten. Plätze, Höfe, Geschäfte und Wohnungen verbinden rekonstruierte Formen mit heutiger Nutzung. Im Archäologischen Garten liegen Spuren einer römischen Siedlung und der karolingischen Kaiserpfalz. Der historische Krönungsweg verbindet Dom und Römer. Das Struwwelpeter-Museum erinnert in der Gasse Hinter dem Lämmchen an Heinrich Hoffmann, den Schöpfer des Kinderbuchs.

Museumsufer und jüdische Stadtgeschichte

Von hier erreichen Sie den Main und das Museumsufer. Das Städel Museum gehört zu den Kunstmuseen in Deutschland und spannt mit seiner Sammlung einen Bogen über mehr als 700 Jahre europäischer Kunst: von mittelalterlicher Malerei über Werke der Moderne bis zur Gegenwartskunst; hinzu kommen Fotografie, Zeichnungen und Druckgrafik. Jüdische Stadtgeschichte vermitteln das Jüdische Museum und das Museum Judengasse. Im Rothschild-Palais erzählt die Dauerausstellung jüdisches Leben in Frankfurt von Aufklärung und Emanzipation um 1800 bis in die Gegenwart. Das Museum Judengasse konzentriert sich dagegen auf jüdischen Alltag in der Frühen Neuzeit und zeigt archäologische Überreste von fünf Häusern der ehemaligen Gasse. So ergänzen sich Kunstgeschichte, Stadtarchäologie und persönliche Geschichte, statt dass die Museen dieselbe Epoche wiederholen.

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Brückenviertel und Nordend: Leben jenseits der Hochhäuser

Über die Alte Brücke gelangen Sie südlich des Flusses ins Brückenviertel in Sachsenhausen. Auf weniger als einem Quadratkilometer stehen Secondhand-Läden und lokale Designer neben traditionellen Apfelweinlokalen, Cafés und kleinen Restaurants. Der Wechsel über die Brücke ist zugleich ein Perspektivwechsel: Die Altstadt liegt nun am gegenüberliegenden Ufer, während die Straßen des Viertels von alltäglichem Handel und Gastronomie geprägt sind. Am südlichen Mainufer liegen mit dem Städel und weiteren Häusern große Teile des Museumsufers; im Brückenviertel prägen kleine Läden und Gastronomie das Straßenbild.

Nordend und Bornheim zeigen eine andere Wohn- und Stadtkultur. Gründerzeitbauten, Alleen und Boulevards prägen das Nordend; Oeder Weg und Berger Straße verbinden Läden und Gastronomie. Im angrenzenden Bornheim findet der Wochenmarkt rund um das Uhrtürmchen mittwochs und samstags statt. Bethmannpark, Wasserpark und Holzhausenschlösschen setzen grüne und historische Akzente zwischen den Straßen. Im Westen Frankfurts bietet Höchst nochmals ein eigenes Bild: Fachwerkhäuser gruppieren sich in der denkmalgeschützten Altstadt zwischen Schloss und Marktplatz; die Justinuskirche stammt aus dem 9. Jahrhundert. Schloss, Kirche und Bolongaropalast machen Höchst zu einem Ausflug in die Geschichte eines früher selbstständigen Mainortes, nicht zu einer weiteren Variante der Innenstadt.

Für die Unterkunft können Sie den Stadtteil nach dem Schwerpunkt wählen: Unterkünfte in Frankfurt am Main bieten Ausgangspunkte für das Museumsufer, die Innenstadt oder die äußeren Viertel. Der Einstieg Städtereisen in Deutschland hilft, Frankfurt mit weiteren Städten zu verbinden; historische Bauwerke und Orte anderer Regionen finden Sie bei den historischen Fundstätten.