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Lamerdingen bietet Ihnen für die Reiseplanung zwei konkrete Blickrichtungen: die Gennach mit ihrem seitlichen Baumbestand und mehrere Zeugnisse der Bau- und Kirchengeschichte. Der Fluss durchfließt Lamerdingen und bildet mit den Bäumen einen linearen Grünzug. Dazu kommen die Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen, St. Stephan in Großkitzighofen und ein barocker Kapellenbildstock. So lässt sich der Ort über Landschaft und unterschiedliche Formen des baulichen Erbes kennenlernen; die Einzelheiten zeigen jeweils einen eigenen Zugang.
File:Lamerdingen - Am Statzelbach - Kirche v SO 160121.jpg
Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Gennach und grüner Flusslauf
Der landschaftliche Schwerpunkt ist klar umrissen: Die Gennach durchfließt Lamerdingen, und der Baumbestand an ihrer Seite bildet einen linearen Grünzug. Für Naturinteressierte liegt der Reiz in der Verbindung von Wasserlauf und begleitendem Grün. Der Begriff „linearer Grünzug“ beschreibt dabei die längs des Flusses verlaufende Landschaftsstruktur – ein anderer Blick auf den Ort als derjenige, den seine Kirchen eröffnen.
St. Martin: frühe Erwähnung und besondere Merkmale
Die Pfarrkirche St. Martin gilt als besonders sehenswert und besteht in Lamerdingen seit dem 11. Jahrhundert; bereits 1067 wurde sie erwähnt. Das Jahr 1067 gibt der langen Zeitspanne einen konkreten historischen Bezugspunkt: Es bezeichnet die Erwähnung, nicht die Errichtung. So stehen eine frühe historische Nennung und konkrete architektonische Merkmale nebeneinander. Zu St. Martin gehören der spätbarocke Laternenturm und das große Fresko „Tod und Verklärung des Hl. Martin“. Das Fresko befindet sich im Kirchenraum und widmet sich dem heiligen Martin. Geschichte, Turmform und Bildprogramm bieten Kulturinteressierten verschiedene Anknüpfungspunkte.
St. Stephan in Großkitzighofen
St. Stephan in Großkitzighofen setzt einen anderen Akzent: Ihr Turm ist rund 50 Meter hoch und gilt als höchstes Gebäude der Gemeinde Lamerdingen. Das Deckengemälde von Johann Baptist Enderle stammt aus dem Jahr 1737. Hier lassen sich zwei unterschiedliche Merkmale zusammen betrachten: eine ungefähre Höhenangabe und ein genau datiertes Kunstwerk. Im Vergleich mit St. Martin wird die Auswahl greifbarer: Die Lamerdinger Pfarrkirche hat den spätbarocken Laternenturm und das große Martin-Fresko, St. Stephan die rund 50 Meter Höhe und Enderles Deckengemälde. Diese Gegenüberstellung hilft, die beiden Kirchen nach ihren jeweiligen Bau- und Bildmerkmalen zu unterscheiden.
Ein Baudenkmal barocker Volksfrömmigkeit
Der Kapellenbildstock ergänzt die Kirchen um ein weiteres Zeugnis barocker Volksfrömmigkeit. Er gilt als bedeutendes Baudenkmal, dessen Gestaltung selten ist, und befindet sich in Privatbesitz. Seine Renovierung wurde im Juli 2017 abgeschlossen und mit einer Segnung gefeiert. Damit umfasst seine Einordnung sowohl die besondere Bedeutung des Bauwerks als auch einen konkreten Abschnitt seiner jüngeren Geschichte. Die Bezeichnung Bildstock macht die eigene Art dieses Denkmals sichtbar: Lamerdingens Kulturerbe besteht nicht allein aus Pfarrkirchen.
Lamerdingen auf der Schlossparkradrunde
Auch für die Planung einer Radreise gibt es einen konkreten Bezug: Der dritte Abschnitt der Schlossparkradrunde im Allgäu führt über Buchloe nach Lamerdingen und Gennach. Lamerdingen ist damit Teil dieses Routenabschnitts. Wenn Sie die Runde fahren möchten, prüfen Sie vorab die aktuellen Routenbedingungen. Hier steht der Ort in einer Etappe der Radroute, während die Kirchen und der Bildstock eigene bauliche und historische Merkmale bieten. Die Routenangabe hilft Ihnen, Lamerdingen im Zusammenhang mit einer geplanten Radtour einzuordnen.
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